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Psychoaktive Pflanzen
Kathrin Kohl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Rosa Lemmens-Gruber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.22445
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30342.91567.668253-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Verwendung von psychoaktiven Pflanzen zu medizinischen und rituellen Zwecken geht bis zur Zeit der Römer und Griechen zurück und erlebte ihre Blütezeit im Mittelalter wo sie vorwiegend als Heil- und Zauberpflanzen genutzt wurden. In südamerikanischen Kulturen nehmen diese Pflanzen bis heute einen wichtigen Stellenwert in den Bereichen Schamanismus und Heilkunde ein, wohingegen sie in der westlichen Gesellschaft vor allem von Jugendlichen als Rauschdrogen missbraucht werden. Die in dieser Arbeit besprochenen halluzinogenen Pflanzen (Engelstrompete, Stechapfel, Tollkirsche, Bilsenkraut und Alraune) gehören zur Familie der Solanaceae. Sie wachsen in den gemäßigten klimatischen Zonen meist wild oder werden als Zierpflanzen gehalten. Aufgrund ihrer einfachen Verfügbarkeit werden sie häufig zu Rauschzwecken verwendeten und fälschlicherweise als „Biodrogen“ oder „Naturdrogen“ verharmlost. Intoxikationen durch diese Pflanzen können jedoch schwere körperliche oder psychische Symptome zur Folge haben. Die Hauptinhaltsstoffe dieser Pflanzen sind die Tropanalkaloide L-Hyoscyamin, L-Scopolamin und Atropin, welche das anticholinerge Syndrom hervorrufen. Symptome einer Intoxikation reichen von Pupillenerweiterung über Fieber und Halluzinationen bis hin zu Atemstillstand. In der Literatur sind vielfach Fallberichte zu finden, von denen sogar einige tödlich endeten. In den wenigen vorhandenen Statistiken werden bewusstseinsverändernde Pflanzen meist mit den ebenfalls psychoaktiven Pilzen in einer Gruppe zusammengefasst. Detaillierte gezielte Erhebungen wären wünschenswert, um die Verbreitung und die Häufigkeit des Missbrauchs solcher Pflanzen als Rauschmittel einschätzen zu können.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Psychoaktive Pflanzen Tropanalkaloide Hyoscyamin Scopolamin Atropin Engelstrompete Stechapfel Tollkirsche Bilsenkraut Alraune
Autor*innen
Kathrin Kohl
Haupttitel (Deutsch)
Psychoaktive Pflanzen
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
VII, 71 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rosa Lemmens-Gruber
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC09614785
Utheses ID
20047
Studienkennzahl
UA | 474 | | |
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