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Genese und Struktur der Erkenntnistheorie Rudolf Steiners mit besonderer Rücksicht auf ihre Fundierung in Denk- und Bewusstseinserlebnissen
Stefan Engelmayer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Thomas Slunecko
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.22446
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30039.14956.926363-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Genese und Struktur der Erkenntnistheorie Rudolf Steiners. Zunächst von Goethes Naturwissenschaften ausgehend, versuchte Steiner mit seinen erkenntnistheoretischen Arbeiten die Frage zu klären, in wie weit das menschliche Erkenntnisvermögen in der Lage ist, die Welt zu erkennen, wie sie wirklich ist. Steiner sucht den Weg aus der Subjektivität heraus, in die sich die Philosophie spätestens mit Kant eingesponnen hatte. Er unterzieht dafür das Denken einer phänomenologischen Untersuchung. Dabei bedient er sich der Methode der Denk-Beobachtung, die dem Menschen ein neues Organ aufschließen soll, das ihn das Denken seinem Wesen nach erkennbar macht. Das Denken erweist sich dabei als transsubjektiv, da es überhaupt erst die Gegensätze von Subjekt und Objekt konstituiert. Die menschliche Organisation bzw. das gewöhnliche menschliche Bewusstsein löscht für den ersten Anblick der Dinge aus, was ihrem Wesen nach zu ihnen gehört. Die rein sinnliche Welt wird damit zum Schein, zur Illusion, die der ideellen Ergänzung bedarf, um Wirklichkeit zu werden. Im Gegensatz zu einem platonischen Idealismus sieht Steiner aber nicht im Ideellen die volle Wirklichkeit, sondern immer in der Einheit von Idee und Anschauung. Dadurch erweist sich Steiners Erkenntnistheorie und das aus ihr fließende Wissenschaftsverständnis als unbedingt empirisch. Steiner versucht mit seiner Erkenntnistheorie auf dem Weg philosophischer Argumentation zu dem Zusammenhang zwischen Ideellem und Sinnlichen hinzuführen. Die eigentliche Einholung dieses Zusammenhanges kann aber letztlich nur empirisch über die Erfahrungen der Denk-Beobachtung erfolgen. Steiner erweist sich mit seiner Denk-Beobachtung schließlich auch als Vorläufer der Denkpsychologischen Experimente zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Erkenntnistheorie Rudolf Steiner Goethe Denkpsychologie Denk-Beobachtung
Autor*innen
Stefan Engelmayer
Haupttitel (Deutsch)
Genese und Struktur der Erkenntnistheorie Rudolf Steiners mit besonderer Rücksicht auf ihre Fundierung in Denk- und Bewusstseinserlebnissen
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
108 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Slunecko
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.02 Wissenschaftstheorie ,
08 Philosophie > 08.32 Erkenntnistheorie ,
77 Psychologie > 77.03 Methoden und Techniken der Psychologie ,
77 Psychologie > 77.47 Bewusstseinszustände
AC Nummer
AC09577659
Utheses ID
20048
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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