Detailansicht
Will public administration and decentralization in Japan benefit from continous reforms?
Elisabeth Yoko Romar
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Wolfgang Weigel
DOI
10.25365/thesis.22580
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30105.58704.398463-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit den Bemühungen der japanischen Regierungen der letzten Jahrzehnte in den Bereichen der Verwaltungsreformen und Dezentralisierungsmaßnahmen. Sie bietet einen Überblick über die grundlegende Struktur der zentralen Regierungseinrichtungen und deren Beziehung zu den nachgeordneten lokalen Ebenen der Präfekturen und Gemeinden.
Der öffentliche Sektor ist relativ klein im Vergleich zu anderen OECD Staaten gemessen an der Anzahl an öffentlich Beschäftigten und dem Anteil am Bruttoinlandsprodukt. Mit einer Staatsverschuldung von alarmierenden hohen 200% des Bruttoinlandsprodukts zeigt Japan mit Abstand den höchsten Wert im OECD-Vergleich. Entsprechend hat die japanische Regierung in den letzten Jahrzehnten mehrere Versuche unternommen auf diese Situation zu reagieren. Die bekanntesten und umfangreichsten Bestrebungen wurden nach den Ministerpräsidenten benannt, durch die sie in Gang gebracht wurde.
Die Reformbemühungen der 1980er waren geprägt von Premier Nakasone, der seinen Fokus auf die Privatisierung großer Staatsunternehmen in den Bereichen Bahn, Telekommunikation und Tabakmonopol legte. Beispielhaft wird aus diesem Abschnitt die Privatisierung der japanischen Staatsbahnen näher beschrieben. Die 1990er standen ganz im Zeichen von Hashimoto Ryūtarō, der während seiner Amtszeit die Reform der Zentralregierung initiierte und damit einhergehend die Anzahl der Ministerien verkleinerte, Selbstverwaltungskörperschaften etablierte und Systeme der „Policy Evaluation“ einführte. Zudem wurden die Dezentralisierungsvorhaben weiter vorangetrieben. Stellvertretend für die Reformanstrengungen der Koizumi-Regierung werden die umstrittene Postprivatisierung und die Umsetzung der fiskalischen Dezentralisierung im Rahmen der „Trinity Reform“ beschrieben. Ein eigenes Kapitel ist der lokalen Ebene gewidmet, wobei besonderes Augenmerk auf den Kampf um mehr Macht und Kompetenzen gelegt wird. Dezentralisierung als theoretisches Konzept und dessen Umsetzung in Japan werden anhand von fünf Phasen seit 1945 dargestellt.
Obwohl die Zentralregierung kontinuierlich ihre Dezentralisierungsvorhaben vorantreibt scheint sie gleichzeitig nicht vollständig von diesem Konzept überzeugt zu sein, worauf eine gewisse vor-und-zurück-Strategie schließen lässt. Nichtsdestotrotz wurden den Gemeinden Anreize für eine Zusammenlegung geboten um auf der einen Seite selbst davon zu profitieren und auf der anderen Seite bessere Dienstleistungen für die ansässigen BürgerInnen bieten zu können.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die öffentliche Verwaltung und die Dezentralisierungsbestrebungen nur dann zur Gänze und langfristig von den kontinuierlich durchgeführten Reformen profitieren werden wenn die Regierung ihren Zugang zu Problembewusstsein und –lösung fundamental ändert.
Abstract
(Englisch)
This thesis deals with the Japanese administrative reforms and decentralization efforts of the last few decades. It outlines the general structure of the central government and its relation to the subordinated local levels of prefectures and municipalities.
The public sector is rather small in terms of employment and GDP share compared with other OECD countries. The public debts, in contrast, show an alarmingly high value of about 200% of the Japanese GDP, by far the highest figure in the OECD comparison. Consequently, the Japanese government has initiated several reform efforts during the last decades. The most prominent are named after the Prime Ministers who launched them.
The Nakasone Reform in the 1980s focused on the privatization on major public corporations. The privatization of the Japan National Railways is described in further detail and serves as an example for the 1980s privatizations. The Hashimoto Reform in the 1990s covered a whole range of reform contents, including the streamlining of central ministries, the promotion of decentralization, the establishment of Independent Administrative Institutions, and the implementation of Policy Evaluation Systems as part of the New Public Movement in Japan as described in this thesis. The Koizumi Reform in the 2000s dealt with the controversial privatization of the Japan Post and the fiscal decentralization, both of which are presented in the course of this thesis.
A separate chapter is dedicated to the local governments and their struggle for more power. Decentralization is discussed as a theoretical concept and its implementation in Japan in the form of several phases of decentralization reform. Although the central government has continuously tried to promote the advance of decentralization it seems as if it is not fully convinced of this concept, as a certain back-and-forth-strategy can be observed in this context. It has, however, offered some incentives for municipalities to merge and thereby realize benefits for themselves, but also for their residents in terms of better provision of services.
All in all, however, the continuous reform efforts will only create benefits for public administration and decentralization in Japan in the long run if the government fundamentally modifies its approach towards the awareness and solution of problems.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
administrative reform decentralization public administration benefits Japan
Schlagwörter
(Deutsch)
Verwaltungsreform Dezentralisierung öffentliche Verwaltung Vorteile Japan
Autor*innen
Elisabeth Yoko Romar
Haupttitel (Englisch)
Will public administration and decentralization in Japan benefit from continous reforms?
Paralleltitel (Deutsch)
Werden die öffentliche Verwaltung und Dezentralisierung in Japan von den kontinuierlichen Reformen profitieren?
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
IX, 90 S. : graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Wolfgang Weigel
AC Nummer
AC09593734
Utheses ID
20157
Studienkennzahl
UA | 157 | | |
