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ContraelvientoTheatro, teatro de grupo in den ecuadorianischen Anden
Theaterlaboratorium und Ritual
Moreno Florian Zambrano
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Brigitte Marschall
DOI
10.25365/thesis.22639
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29051.47044.992954-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die ecuadorianische Gruppierung Contraelviento Teatro arbeitet seit 1991 an der Konsolidierung des Schauspiels als Kunstgattung, in der die Arbeit der SchauspielerInnen sich als kreatives und kritisches Zentrum des Theaters etabliert. Beeinflusst von Bestrebungen der teatro independiente, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Südamerika (hauptsächlich Argentinien und Uruguay) entstanden, und von Entwicklungen des experimentellen Theaters Europas und Asiens (K. Stanislavki, V. Meyerhold, A. Mnouchkine, J. Grotowski, uva.), versucht das teatro de grupo Lateinamerikas eine Annäherung an die Konflikte der eigenen Kulturen und eine nicht interpretative Auseinandersetzung mit traditionellen theatralen Formen ihrer Völker. In vielen Fällen geht diese Annäherung über die Anknüpfungen an regionale Besonderheiten hinaus und es wird im Sinne der Theateranthropologie eine Untersuchung von Verwandtschaften von global existierenden Schauspielpraktiken durchgeführt. So werden in deren Theaterlaboratorien auch allgemeingültige Prinzipien der Schauspielkunst, wie sie von der ISTA (International School of Theateranthropology) intensiv erforscht werden, berücksichtigt und baut die Technik Contraelviento Teatros auf einem Training mit den Prinzipien auf, wie dies im dritten Teil dieser Arbeit untersucht wird. Dieses Training und die Arbeit im Theaterlaboratorium bedürfen einer intensiven körperlichen Arbeit der SchauspielerInnen und zielen neben einer Sensibilisierung der leiblichen Bereiche auch auf eine Verstärkung der Psyche der Akteure, da die Impulse, die im weiteren Verlauf für die Stücke modelliert werden, in vielen Fällen eine enorme psychische und physische Belastung für die SchauspielrInnen bedeuten. Wie die konkrete Umsetzung der Techniken sich mit der vorausgehenden intensiven Forschung und den reflexiven Überlegungen zur politischen Situation, zu einem Stück verbinden, zeigt der vierte Teil der Arbeit. In jenen Kapiteln werden auch Besonderheiten des ecuadorianischen Mestizentumes behandelt, die auf die Methoden der Gruppe Contraelviento Teatro wirken und auch für die Beziehung zu Ritualen und Traditionen der Andenbevölkerung von großer Bedeutung sind. Wichtiger Bereich dieser wissenschaftlichen Arbeit sind in jedem Falle die selbst-reflexiven Überlegungen zur Feldforschung und Auseinandersetzung mit den künstlerischen und wissenschaftlichen Tendenzen eines Kontinents, der in vielen Beziehungen unter den Vorurteilen eurozentrischer Methoden leidet. Deshalb werden in den einführenden Kapiteln, Punkte wie Kulturelle Identität und alternative Auffassungen von Geschichte behandelt, um aus diesen Überlegungen eventuelle Ressentiments zu erkennen und zu vermeiden. Um auch einen kleinen Einblick in die Arbeitsweise Contraelviento Teatros zu vermitteln, ist der Arbeit eine DVD mit englischen Untertiteln beigelegt, die einen vom Autor realisierten Dokumentarfilm enthält, in dem das Training der SchauspielerInnen zu sehen ist und ein Gespräch mit dem künstlerischen Leiter gezeigt wird.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Theaterlaboratorium in Ecuador teatro de grupo Contraelviento Teatro
Autor*innen
Moreno Florian Zambrano
Haupttitel (Deutsch)
ContraelvientoTheatro, teatro de grupo in den ecuadorianischen Anden
Hauptuntertitel (Deutsch)
Theaterlaboratorium und Ritual
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
121 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Marschall
Klassifikation
24 Theater > 24.03 Theorie und Ästhetik des Theaters
AC Nummer
AC10501648
Utheses ID
20216
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
