Detailansicht

Helge Schneiders Nicht-Filme
Unsinn - Verweigerung - Dekonstruktion
Rubina Hämmerle
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Christian Schulte
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.22643
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29736.67957.388162-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit befasst sich mit den Filmen von Helge Schneider und vertritt die These, dass hinter Schneiders dilettantischen Schwachsinns-Filmen eine filmpolitische Dimension erkennbar ist. Schneiders Unsinn bezieht sich auf die Normen des Mediums und kann als „filmischer Unsinn“ gelesen werden. Die Arbeit wird sich zunächst mit dem Begriff des Nicht-Films den Filmen von Helge Schneider annähern. Anhand von Standardwerken zu Film- und Erzähltechnik soll gezeigt werden, dass sich Schneiders Filme gegen die Gewohnheiten des Mediums richten und gegen sämtliche Regeln verstoßen, die sich auf Film beziehen. Daran anschließend wird es im zweiten Teil der Arbeit um die Frage gehen, welche Begriffe und Diskurse, abgesehen von dem des Nicht-Films, für Schneiders Filme relevant sind. Schneiders Filme sollen mit dem frühen Kino und mit theoretischen Ansätzen, die sich mit einer Filmsprache jenseits narrativer Maßstäbe auseinandersetzten, in Zusammenhang gebracht werden. Schneiders Filme sind von einem befreiten und entfesselten Umgang mit dem Medium gekennzeichnet, der darauf abzielt, einen sinnvollen Film als in sich abgeschlossenes Werk zu verunmöglichen. Hier stellt sich heraus, dass der Begriff des Ereignisses ein zentraler Schlüssel zum Verständnis von Schneiders Filmen ist. In diesem Zusammenhang wird die Arbeit auf die filmische Improvisation sowie auf die Repäsentationskritik in Schneiders performativem und direktem Kino eingehen. Abschließend soll die politische Bedeutung von Unsinn, Absurdität und Freiheit in den Kontext von Schneiders filmischem Werk gestellt werden und Schneiders damit einhergehender Kunstbegriff thematisiert werden.
Abstract
(Englisch)
This diploma thesis attends to the movies of Helge Schneider and supports the hypothesis that his dilettante and amateurish films contain a filmpolitical issue. The nonsense of Schneider is refering to a normatised understanding of the medium and therefore it has to be seen as „filmic nonsense“. At first the paper will approach to the movies of Helge Schneider by the term „antifilm“. The movies of Schneider disapprove standards within the medium and deconstruct a filmic canon. The second part concerns the question, which kind of discourses and definitions are relevant for Schneiders movies. The films will be taken into the context of early cinema in regard of their non-narrative and non-illusionistic theories. It can be shown, that Helge Schneider denies a senseful and homogenious film in his liberated handling of the medium. In this relation the term of „film as event“ is essential for Schneiders movies. Further the paper will focus on Schneiders filmic improvisation and his representational critique. As a conclusion political significance of nonsense and its relation to absurdity in the filmic work of Schneider will be examined.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Helge Schneider film nonsense narration early cinema representational critique improvisation
Schlagwörter
(Deutsch)
Helge Schneider Film Unsinn Narration frühes Kino Repräsentationskritik Improvisation Ereignis
Autor*innen
Rubina Hämmerle
Haupttitel (Deutsch)
Helge Schneiders Nicht-Filme
Hauptuntertitel (Deutsch)
Unsinn - Verweigerung - Dekonstruktion
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
103 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Schulte
Klassifikationen
24 Theater > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten ,
24 Theater > 24.37 Film: Sonstiges
AC Nummer
AC10703749
Utheses ID
20220
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1