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In search of a different (better?) life
mobility trajectories of skilled and unskilled female Turkish origin returnees from Vienna to Istanbul
Julia Kendler
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ayşe Çağlar
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.22660
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29769.35759.366970-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Man kann auf viele unterschiedliche Arten versuchen, Erwartungen auf ein besseres Leben zu erfüllen. Migration ist eine dieser Arten. In dieser Diplomarbeit geht es um die Erwartungen auf ein besseres oder anderes Leben, wobei die Suche nach aufsteigender sozialer Mobilität und dadurch auch die Mobilitätsstrategien und –verläufe von qualifizierten und weniger qualifizierten Frauen türkischer Herkunft aus Österreich, die planen in die Türkei zu migrieren oder dies bereits getan haben, untersucht wurden. Dafür wurden Forschungen in Wien und Istanbul durchgeführt, um die Mobilitätsverläufe von Frauen aufzudecken. Die ausschlaggebende Fragestellung innerhalb dieser Forschung ist, weshalb sich qualifizierte und weniger qualifizierte Frauen türkischer Herkunft, trotz ihrer Niederlassung in Wien, wünschen, nach Istanbul zurück zu kehren. Um einen theoretischen Grundstock für diese Forschung legen zu können, werden die Kapitalformen von Bourdieu erläutert, welche als essentielle Anhaltspunkte dafür gesehen werden, um die Motivationen zur Migration verstehen und erläutern zu können. Maßgeblich ist in diesem Zusammenhang, bezogen auf die Fragestellung, auch das Konzept der Opportunity Structures, um feststellen zu können, welche Möglichkeiten den Frauen vor beziehungsweise durch die Migration gegeben sind oder sich eröffnen. Da die Erwartungen auf ein besseres Leben innerhalb dieser Diplomarbeit mit dem Streben nach aufsteigender sozialer Mobilität verbunden sind und die Hoffnung auf eine bessere soziale Positionierung durch die Migration vorausgesetzt wird, wird auch die Theorie der Social Mobility herangezogen. Des Weiteren ist die Beachtung der sozialen Netzwerke der interviewten Frauen von großer Bedeutung, da diese einen großen Einfluss auf die Erwartungen und Entscheidungen der Frauen haben. Um die durchgeführten Interviews in einem themenbezogenen Kontext darstellen und analysieren zu können, werden Rückblicke auf die Geschichte der österreichischen Migrationsforschung gegeben und dabei vor allem auf die Forschungen, welche sich auf Migration von Türkinnen konzentrieren, Bezug genommen. Da es sich bei der beforschten Migrationsform im Weitesten betrachtet um eine Rückkehr der Frauen in ihr Herkunftsland handelt, werden ebenso die bisherigen Erkenntnisse über Rückkehrmigration einbezogen. Das Aufzeigen der Lebenssituationen für Personen türkischer Herkunft in Österreich und den jetzigen Lebenssituationen in der Türkei, wobei vor allem auch auf die Arbeitssituationen Rücksicht genommen wird, ist für die Analyse der empirischen Forschung relevant, um die Erwartungen der Frauen im Vergleich zu diesen Lebenssituationen nachvollziehen zu können. 129 Durch die Befragung von Frauen in Österreich und in der Türkei ist es möglich, die vorausgehenden Erwartungen der Frauen in Österreich mit den erfüllten Hoffnungen der Frauen in der Türkei zu vergleichen. Als Resultat der Forschung kann festgestellt werden, dass immer ein Bündel an Motiven ausschlaggebend ist, um die endgültige Migration zur Entscheidung tatsächlich zu treffen. Der Wunsch zur Migration wurde bei der Mehrheit der Frauen, unabhängig ihrer Qualifikationen, durch nicht zufrieden stellende Bedingungen und negative Erfahrungen in Österreich hervorgerufen. Zusätzlich ist als ein weiteres Motiv, welches bei allen Frauen zutrifft, das Gefühl, die verfügbaren Kapitalien nur unzureichend vorteilhaft für ihre soziale Position in Österreich nutzen zu können, zu sehen. Die Erwartungen der Frauen, dass dies in Istanbul anders sein würde, hatten sich bei einigen Frauen dadurch ergeben, dass sie bereits in der Vergangenheit Lebenserfahrung in der Türkei gesammelt hatten, bei anderen bloß durch Urlaubserinnerungen, wodurch auch illusorische Vorstellungen über das Leben in Istanbul erwähnt wurden. Die Annahme vor der Forschung, dass alle Frauen auf ein besseres Leben hoffen, kann bestätigt werden, wobei die individuellen Interpretationen eines besseren Lebens der einzelnen Interviewpartnerinnen miteinbezogen werden müssen. Für die qualifizierteren Frauen kann dies tatsächlich auf die Absicht zur aufsteigenden sozialen Mobilität gesehen werden, welche vor allem auf den Berufsweg bezogen ist. Für die weniger qualifizierten Frauen ist die ökonomische Sicherheit durch einen Arbeitsplatz ebenso bedeutend und es wird auch eine bessere Position in Istanbul erwartet oder durchgeführt, jedoch wird vor allem die Freizeit als das erstrebenswerte Kapital gesehen. Die Möglichkeit innerhalb eines sozialen Netzwerkes zu partizipieren, welches vorteilhafte opportunity structures bietet, muss jedoch als der Hauptgrund der Migration für alle Frauen gesehen werden. Alle Informantinnen, welche sich innerhalb dieser Forschung bereit erklärten, über ihren Migrationsverläufe zu berichten, konnten ihre persönlichen Erwartungen erfüllen und sind mit ihrer Entscheidung zufrieden.
Abstract
(Englisch)
There are varying forms to fulfil ones expectations of a better life. One of theses forms is migration. This diploma thesis deals with the expectations of a better or different life, whereas the search for upward social mobility and thereby also the mobility strategies and trajectories of skilled and unskilled women of Turkish origin in Austria, who plan to migrate to Turkey or already did so, were investigated. Researches were conducted in Vienna and Istanbul, to expose mobility trajectories of women. The main research question within this research is, why skilled and unskilled women of Turkish origin desire to return to Istanbul, despite their settlement in Vienna. To lay the foundation of this research, the forms of capital by Bourdieu are elucidated, which are seen as an essential indication to understand and to explain the motivations for migration. Within this coherence, referred to the research question, the concept of opportunity structure is decisive too, to determine which opportunities present themselves for the women before or throughout migration. As expectations of a better life are equated with aspiration for upward social mobility within this thesis and hopes for a better social position throughout migration are expected, the theory of social mobility is used too. Further on, it is of main importance to pay attention to the women’s social networks, as they have a major impact on the women’s expectations and decisions. To present and analyse the taken interviews within an on-topic context, reviews on the history of Austrian migration research are given, in doing so, especially referring on researches that concentrate on migration of female Turks. As the researched form of migration can be seen as return of the women to their country of origin, insights are also given into return migration. It is relevant for the research to reveal the life situation for people of Turkish origin in Austria and the common life situation in Turkey, where especially working situation is taken into account too, to be able to reconstruct the women’s expectations to the life circumstances. By interviewing women in Austria and in Turkey it is possible to compare the prior expectations of the women in Austria with the fulfilled hopes of the women in Turkey. The result of this research is, that there are always bunches of motives decisive to make the final decision for migration. The desire to migrate was caused by not satisfying circumstances and negative experiences in Austria for the majority of women, independently from their qualifications. Additionally, a 127 further motive which has to be seen in the feeling of not being able to use the available capital in an advantageous way for their social position in Austria is accurate for all women. The women’s expectations that this is different in Istanbul were caused by gathered life experiences in Turkey in the past for some women and for others only by holiday memories, why illusionary imaginations about a life in Istanbul were mentioned. The suppositions prior to the research that all women are hoping for a better life can be approved, although the individual interpretations of a better life of each interviewed woman have to be considered. For the skilled women it is really the attempt to gain upward social mobility which is related to their vocational career. For unskilled women the economic security given throughout a job is also of importance and additionally they also expect or have a better vocational position in Istanbul, but the intended capital is free-time. However, the opportunity to participate in a social network that offers them advantageous opportunity structures has to be seen as the main reason for migration for all women. All informants who were willing to present their mobility trajectories in this research fulfilled their personal expectations and are satisfied with their decision.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Social Mobility Mobility Trajectories Vienna Istanbul
Schlagwörter
(Deutsch)
Soziale Mobilität Mobilitätsbahnen Wien Istanbul
Autor*innen
Julia Kendler
Haupttitel (Englisch)
In search of a different (better?) life
Hauptuntertitel (Englisch)
mobility trajectories of skilled and unskilled female Turkish origin returnees from Vienna to Istanbul
Paralleltitel (Deutsch)
Auf der Suche nach einem anderen (besseren?) Leben: Mobilitätsbahnen von qualifizierten und weniger qualifizierten weiblichen türkischen Rückkehrerinnen von Wien nach Istanbul
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
131 S. : graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ayşe Çağlar
Klassifikation
73 Ethnologie > 73.49 Sozialethnologie: Sonstiges
AC Nummer
AC09597351
Utheses ID
20237
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1