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Der Kampf um die Anerkennung indigener Landrechte in Südafrika
der Richtersveld Fall
Denise Netousek
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
René Kuppe
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.22669
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29347.96978.501469-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit geht der Frage nach, wie es der Richtersveld Gemeinschaft in Südafrika möglich war, einen prä-kolonialen Landrechtstitel basierend auf dem indigenen Gewohnheitsrecht geltend zu machen. Die Post-Apartheidsregierung in Südafrika verankerte im Restitution Act 22 von 1994 die Rückgabe von Land oder eine äquivalente Entschädigungzahlung für Landenteignungen, die während des Apartheidsregimes stattgefunden haben. Da die Regierung ihren Fokus auf die Wiedergutmachung von Landenteignungen während der Apartheidsära legte, wurden all jene Landrechtsfälle exkludiert, die bereits vor dem 19. Juni 1913 stattgefunden haben. Der Landrechtstitel der Richtersveld Gemeinschaft wurde bereits im Jahr 1847 durch die Souveränität der britischen Krone ausgelöscht. Um den von der Regierung gewählten Cut- Off-Date 1913 zu umgehen, erhob die Richtersveld Gemeinschaft einen Anspruch auf ihr traditionell genutztes und okkupiertes Land unter der Doktrin des Aboriginal Title. Die Doktrin des Aboriginal Title wurde erstmals in der Judikatur in Australien und Kanada eingeführt und weiterentwickelt. In diesen wichtigen ehemaligen britischen Siedlerkolonien wurde die Doktrin entwickelt, die es schließlich indigenen Gemeinschaften möglich machte, einen Anspruch auf Land zu erheben. Der Aboriginal Title ist ein Landrechtstitel der prä-koloniale Landrechte anerkennt, und auf dem indigenen Gewohnheitsrecht einer Gemeinschaft basiert. Durch den Richtersveld Fall wurden einzelne Prinzipien aus der Doktrin des Aboriginal Title erstmals von einem staatlichen Gericht in Südafrika adaptiert. Das Gericht bezeichnete den Landrechtstitel, welcher der Richtersveld Gemeinschaft zugesprochen wurde und auf dem indigenen Gewohnheitsrecht basiert, als Indigenous Law Ownership und formulierte somit eine südafrikanische Version des Aboriginal Title.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines how the Richtersveld community got a pre-colonial title to their land based on their customary law. With the enactment of the Restitution Act 22 of 1994 the post-apartheid government aimed to return land or to pay an equal compensation to communities or persons who have been dispossessed of their lands by the apartheid regime. The post-apartheid government focused on redressing dispossessions which happened during the apartheid era and excluded all landclaims that happend prior to 19. June 1913. The land title of the Richtersveld community was already extinguished by the sovereignty of the british crown in 1847. To compass the cut-off-date of 1913, it was nessessary for the community to claim a land title based on the doctrin of Aboriginal Title. The doctrin of Aboriginal Title was first established and developed in the judicature of Canada and Australia. In these two important british settlercolonies the doctrine made it possible for indigenous communities to claim a right to their lands. The Aboriginal Title is a land title which recognises pre-colonial land rights and is based on the costumary law of a community. For the first time in the history of South Africa some principles of the doctrin of Aboriginal Title were accepted by a state court through the Richtersveld case. The court called the land title which the Richtersveld community is holding Indigenous Law Ownership and therefor forumlated a southafrican version of the doctrin of Aboriginal Title.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Richtersveld Case Indigenous Landrights Aboriginal Title Customary Law
Schlagwörter
(Deutsch)
Richtersveld Fall Indigene Landrechte Aboriginal Title Indigenes Gewohnheitsrecht
Autor*innen
Denise Netousek
Haupttitel (Deutsch)
Der Kampf um die Anerkennung indigener Landrechte in Südafrika
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Richtersveld Fall
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
151 S. : graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
René Kuppe
Klassifikationen
73 Ethnologie > 73.45 Einzelne soziale Gruppen, Außenseiter, Randgruppen ,
73 Ethnologie > 73.71 Recht, Normen
AC Nummer
AC10484256
Utheses ID
20246
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
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