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Vergleich der sozialen Ängstlichkeit zwischen europäischen Studenten und ostasiatischen Migranten
Daniel Schönbauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Birgit Derntl
DOI
10.25365/thesis.22720
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30402.23342.971453-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In bisherigen Studien wird mit der sozialen Phobie und der TKS ein Auftreten beider Formen der sozialen Ängstlichkeit in unterschiedlichen Kulturen festgestellt. Höhere TKS-Werte werden in überwiegend kollektivistisch orientierten Ländern gefunden. Bei der sozialen Phobie finden sich nur zum Teil höhere Werte in kollektivistischen Ländern. Ziel der vorliegenden Studie ist es zu prüfen, inwieweit sich diese Ergebnisse auf Migranten übertragen lassen. Daher werden 44 ostasiatische Studenten mit 44 Studenten aus Europa verglichen. Beide Gruppen unterscheiden sich nicht im Alter, Geschlecht und Bildungsstand.
Neben der sozialen Ängstlichkeit werden die Aufenthaltsdauer in Europa, kulturelle Werte auf Ebene des Selbstbildes und der wahrgenommenen kulturellen Norm und die Emotionserkennungsleistung mittels Fragebögen oder Computertests erhoben.
Ostasiaten geben wie erwartet höhere soziale Ängstlichkeitswerte und TKS-Werte an. Frauen haben dabei in beiden Gruppen höhere Werte als Männer.
Ostasiaten geben erwartungsgemäß ein stärkeres Vermeidungsverhalten an, Frauen berichten in beiden Gruppen ein stärkeres Vermeidungsverhalten. Allerdings zeigt sich kein Zusammenhang zwischen Aufenthaltsdauer und Vermeidungsverhalten.
Ostasiaten zeigen eine signifikant eingeschränkte Emotionserkennungsleistung, die mit dem Ausmaß an sozialer Ängstlichkeit negativ korreliert.
Zwischen TKS und der Emotionserkennungsleistung besteht kein Zusammenhang.
Ostasiatische Studenten haben wie erwartet höhere Kollektivismuswerte im kulturellen Selbstbild und der wahrgenommenen kulturellen Norm, wobei beide Gruppen ein leicht individualistisches Selbstbild angeben. Auf Grund ihrer ethnischen Gruppe und des kulturellen Austauscheshaben geben sie erwartungsgemäß höhere soziale Ängstlichkeitswerte an. Die Emotionserkennungsleistung dürfte bei Ostasiaten schlechter ausfallen, weil sie dabei auf die schlechter zu erkennenden Augen und Europäer hingegen stärker auf die leicht zu erkennenden Münder achten
Ob es in Folge eines kulturellen Austausches zu Veränderungen in beiden Formen der sozialen Ängstlichkeit kommt, lässt sich nur anhand eines Prä-Post-Tests prüfen.
Abstract
(Englisch)
Social anxiety is the most commonly diagnosed anxiety disorder worldwide independent from culture. Prior research has shown that Asians report higher levels of social anxiety compared to European individuals. Previous studies on cultural differences in persons with subclinical social anxiety report differences between Austrian- and East Asian students in cultural values (individualism vs. collectivism) with East Asians reporting higher levels of collectivism dependent on duration of stay (cultural values are changeable), higher levels of social anxiety and lower levels of emotion recognition performance.
The present study examined whether culturally-influenced norms, gender differences, duration of stay in Austria as an indicator of cultural adaption and emotion recognition performance contribute to social anxiety by comparing in East Asians with European individuals.
Therefore 53 East Asian (21 females) and 44 European Caucasian (22 females) students, matched for age, years of education were examined.
Data analyses revealed that East Asian students reported higher levels of collectivism though no significant impact of duration of stay emerged. Moreover, a significant gender effect occurred, European Caucasian females report higher levels of social anxiety. Regarding emotion recognition, higher levels of social anxiety were accompanied by lower performance in emotion recognition.
Thus, these results confirm former findings about the relationship between social anxiety, cultural values and cultural background. Further research should investigate differences within East Asians, the role of cultural adaption during the length of stay and the link between stressful experiences and the symptoms of social anxiety.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
social anxiety LSAS defensive behaviour TKS culture time of duration east asian students european students emotion recognition VERT-K individualism-collectivism
Schlagwörter
(Deutsch)
soziale Ängstlichkeit LSAS Kultur Vermeidungsverhalten Ostasiatische Studenten europäische Studenten Aufenthaltsdauer in Europa Individuamismus-Kollektivismus Emotionserkennung
Autor*innen
Daniel Schönbauer
Haupttitel (Deutsch)
Vergleich der sozialen Ängstlichkeit zwischen europäischen Studenten und ostasiatischen Migranten
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
153 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgit Derntl
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC09576389
Utheses ID
20297
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
