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Freitagspredigten und ihre Lehren
Michaela Janisch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Rüdiger Lohlker
DOI
10.25365/thesis.22723
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29680.10926.803764-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Rahmen meiner Diplomarbeit habe ich in einem Zeitraum von sechs Monaten 25 Ḫuṭbas von Imām Aḥmad Saʿd in Finsbury Park Mosque – London, aufgenommen, niedergeschrieben und ausgearbeitet. In diesem Zusammenhang habe ich versucht, die Entstehung des Freitagsgebetes, Handlungsweisen an einem Freitag, die Etiquette während der Ḫuṭba, sowie die Charakteristika einer Predigt aufzuzeigen. Im Anschluss daran habe ich eine arabische und eine englische Ḫuṭba analysiert und einen Vergleich der beiden dargestellt, gefolgt von einem Interview mit Imām Aḥmad. Im dritten Teil meiner Diplomarbeit bin ich auf die aufgenommenen Predigten eingegangen und habe sie nach thematischen Schwerpunkten kategorisiert, aus denen folgende Kategorien hervorgegangen sind: Soziale und politische Angelegenheiten, Glauben und Religionsausübung, islamische Geschichte und Ramaḍān. Daraufhin habe ich sieben Interviews von Moscheebesuchern hinzugefügt, die mir ihr Wissen über ḫuṭbatu l-ǧumʿa und ihre Erfahrungen mitteilten. Abschließend beendete ich meine Diplomarbeit mit der letzten Predigt des Propheten Muḥammad, der sogenannten
ḫuṭbatu l-wadāʿ oder „farewell sermon“ genannt, die nochmals alle Bestandteile einer Ḫuṭba zeigt und mein Thema abrundet.
Ḫuṭbatu l-ǧumʿa, im Deutschen Freitagspredigt genannt, spielt im Islam eine sehr wichtige Rolle und geht auf den Propheten Muḥammad zurück, der bereits zu seinen Lebzeiten kurze, aber prägnante Ansprachen hielt. Die erste Ḫuṭba in diesem Sinne fand im Jahre 622 im Zuge der Hiğra in einer kleinen Ortschaft namens Qubā statt, in der der Prophet das Fundament für die erste Moschee im Islam legte und zum ersten öffentlichen Gebet aufrief. Nach seinem Tod übernahmen die Kalife das Amt des Predigers, wurden aber durch die Entstehung größerer Zivilisationen durch professionelle Prediger, sogenannte Ḫuṭabāʾ, ersetzt, die dafür bezahlt wurden.
Zahlreiche Überlieferungen beschäftigen sich generell mit yawm al-ğumʿa und nennen einige erforderliche rituelle Handlungsweisen vor dem Freitagsgebet, wie die Ganzkörperwaschung, das Rezitieren bestimmter Verse und das Verrichten von Fürbitten. Auch das Befolgen bestimmter Verhaltensweisen vor, während und nach der Ḫuṭba ist sehr wichtig, da von ihnen (Verhaltensweisen) die Gültigkeit des Gebetes abhängt. So muss völlige Aufmerksamkeit während der Predigt gegeben und jegliche Konversation untersagt sein. Was die Charakteristika einer Ḫuṭba betrifft, so muss sie sich nach den Predigten des Propheten Muḥammad richten. Themen einer Predigt können von sozialer, ökonomischer und politischer Natur sein und sollten Lobpreisung an Allāh, Gebete oder Bitten, die sich an den Propheten richten, Ermahnung an Gottesfurcht und Gottesbewusstsein, Koranrezitationen und Fürbitten, beinhalten. Sofern jene Bestandteile einer Predigt vorhanden sind, spricht man von
ḫuṭbatu l-ǧumʿa.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Freitagspredigten Predigten
Autor*innen
Michaela Janisch
Haupttitel (Deutsch)
Freitagspredigten und ihre Lehren
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
111 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rüdiger Lohlker
Klassifikation
11 Theologie > 11.80 Islam: Allgemeines
AC Nummer
AC09593667
Utheses ID
20300
Studienkennzahl
UA | 385 | | |
