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Keltisches Gemüse
über ökologischen Landbau und den Sprachkonflikt in der westlichen Bretagne
Josef Arnold
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Wolfgang Kraus
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.22749
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30476.98529.871063-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Strukturelle Veränderungen in der Landwirtschaft hatten vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in peripheren Gebieten Europas großen Einfluss auf die Sozialstruktur und die Situation von Regional- und Minderheitensprachen. Die vorliegende Arbeit untersucht diese Entwicklungen in der westlichen Bretagne und den Einfluss auf die dortige vernakuläre Sprache, das Bretonische, welche als gefährdete Sprache gilt. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dort ein fast vollständiger Sprachwechsel vollzogen. Der Zusammenhang zwischen Ökonomie und Sprache ist jedoch nicht nur historisch signifikant, sondern ebenso ein zeitgenössisches Phänomen. Die aktuellen Bestrebungen von SprachaktivistInnen zur Rettung der Sprache und die Verbindungen zwischen diesen Trends und alternativen Lebensentwürfen in Verbindung mit ökologischer Landwirtschaft sind ein weiteres Forschungsthema in diesem Zusammenhang. Die Basis dieser Arbeit ist eine dreimonatige Feldforschung, welche mit Hilfe des WWOOF-Netzwerkes bei biologisch bewirtschafteten Bauernhöfen in den Départements Côtes d’Armor, Morbihan und Finistère durchgeführt wurde. Ich argumentiere, dass die Bestrebungen zum Erhalt von Regional- und Minderheitensprachen nicht nur im Hinblick auf die kulturelle Vielfalt gesehen werden sollten, sondern ebenso mit sozioökonomischen Phänomenen von Dominanz und Verdrängung und den entsprechenden Gegenstrategien in Zusammenhang gebracht werden können.
Abstract
(Englisch)
Structural changes in agriculture had, notably in the second half of the twentieth century, a major impact on social structures and the situation of regional- and minority languages in peripheral regions of Europe. This study examines the influences of these processes on the Breton language, the vernacular of western Brittany, which is regarded as a threatened language. In the years following WW II, an almost complete transition from Breton to French has occurred in this region. However the connection between language and economy is not only historically significant, but it is also a quite recent phenomenon. The efforts of language-activists to maintain the language and relations of these activities to alternative, especially ecological concepts in agriculture and modes of living are therefore also a subject of the study. A three month fieldwork engaged in participant observation, using the WWOOF network delivers the empirical data for the presented work. It was carried out on organic farms in the departments of Côtes d’Armor, Morbihan and Finistère in western Brittany. I am putting forward the thesis that efforts in maintaining regional- and minority languages should not only be seen as important concerning cultural diversity. They can also be connected to phenomena of domination and marginalization and the respective counter-strategies.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Brittany Agriculture Subsistence Perspective Breton
Schlagwörter
(Deutsch)
Bretagne Landwirtschaft Subsistenzperspektive Bretonisch
Autor*innen
Josef Arnold
Haupttitel (Deutsch)
Keltisches Gemüse
Hauptuntertitel (Deutsch)
über ökologischen Landbau und den Sprachkonflikt in der westlichen Bretagne
Paralleltitel (Englisch)
Celtic vegetables
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
111 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Kraus
Klassifikation
73 Ethnologie > 73.64 Sprache, Kommunikation
AC Nummer
AC09604162
Utheses ID
20326
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
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