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Der Calcaneus in Raum und Zeit unter besonderer Berücksichtigung des plantaren Fersensporns
ein Vergleich von rezenten und historischen Populationen
Caroline Cermak
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Sylvia Kirchengast
DOI
10.25365/thesis.22892
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30211.57533.787865-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Einleitung: Plantare Calcaneussporne finden sich wohl unter den häufigsten Forschungsobjekten der Medizin. Im Gegensatz dazu steht hier die Anthropologie, in der diese Pathologie noch kaum berücksichtigt wurde. Faktoren, wie z.B. Übergewicht, Alter, Geschlecht und Osteoarthrose, wurden bereits vielfach untersucht. Trotzdem ist die Ätiologie des Fersensporns immer noch nicht völlig geklärt. Als neue Faktoren werden in dieser Studie das Schuhwerk und die Veränderung des Lebensstils im Laufe der Zeit zur Entstehung des plantaren Calcaneussporns diskutiert.
Material/Methode: Die vorhandenen Calcanei von 259 Skeletten von Khoisan, Awaren, Kelten, Römern und Neolithikern wurden händisch mit dem analogen Klipper vermessen und auf Fersensporne hin untersucht. Die Sporne wurden ebenfalls vermessen. Dann wurden die gewonnenen Ergebnisse mit den Röntgenbilddaten von 19 Personen mit Fersensporn einer rezenten Wiener Population verglichen. Faktoren wie Altersklasse, Geschlecht und Seitenunterschiede wurden zur Analyse herangezogen. Ein umfangreiches Literaturstudium ergänzte diese Arbeit, besonders in Hinsicht auf die rezenten Populationen.
Ergebnisse: Die historischen Populationen wiesen wesentlich weniger plantare Sporne (rechts 2,7 %, links 2,3 %) als die rezenten Populationen (Literatur: 11,2 % – 89 %) auf. Die Mittelwerte der Fersenspornlängen der historischen Populationen liegen in der Bandbreite der rezenten Populationen. Die linke Seite beider Populationen wies tendenziell kürzere Sporne auf. Außerdem zeigten die Männer der historischen Populationen tendenziell mehr Exostosen, bei den rezenten Populationen neigten hingegen die Frauen mehr zu dieser Pathologie. Diese Studie unterstützt die Ergebnisse der Literatur gemäß derer das Risiko, einen Fersensporn zu entwickeln, mit steigendem Alter zunimmt. Calcaneussporne traten in den historischen Populationen erst ab der adulten Altersklasse (20-39 Jahre) auf.
Schlussfolgerungen: Der Lebensstilwandel ist von einer Tendenz zu Übergewicht und unpassendem Schuhwerk geprägt. Das Ergebnis ist offenbar eine Zunahme an plantaren Fersenspornen bei rezenten Populationen. Dieser Umstand unterstützt daher die „vertical compression hypothesis“ für plantare Calcaneussporne.
Abstract
(Englisch)
Introduction: Plantar calcaneal spurs are among the most common study objects in all medical literature. On the one hand there is a lack of anthropologic studies. Factors like overweight, age, sex and osteoarthrosis have been researched very well and in multiple cases. On the other hand, the aetiology of this pathology is not completely clear yet. In this study footwear and the change of lifestyle over the time should be discussed as new factors for calcaneal spur development.
Materials/Methods: The remaining calcanei of 259 skeletons of Khoisan, Avars, Celts, Romans and Neolithic people were measured with an analogue caliper by hand and were examined for plantar heel spurs. The spurs were measured, too. Then the obtained results were compared with the X-ray data of 19 people with heel spurs of a recent Viennese population. Factors like age, sex and side differences were analysed. An extensive literature study complemented the work, particularly with regard to recent populations.
Results: The historical populations showed significantly fewer plantar spurs (right: 2, 7 %, left: 2, 3 %) than the recent populations (in literature: 11, 2 % – 89 %). The average values of the spur lengths of the historical populations are in the range of the recent populations. The left side of both populations tends to develop shorter spurs. Furthermore, the males of the historical populations tend to show more plantar heel spurs than the females, in the recent populations the females show a significant majority. This study supports the results of literature namely that the risk of developing a calcaneal spur rises with older age. Plantar heel spurs did not occur before adult age (20-39 years) in the historic populations.
Conclusions: Contemporary Lifestyle is characterized by a tendency to obesity and inappropriate footwear. The result is obviously an increase of plantar heel spurs in recent populations. This fact therefore supports the “vertical compression hypothesis“ for plantar heel spurs.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
calcaneus calcaneal spur heel spur Avars Celts Romans Neolithics
Schlagwörter
(Deutsch)
Calcaneus Calcaneussporn Fersensporn Awaren Römer Kelten Khoisan Neolithiker
Autor*innen
Caroline Cermak
Haupttitel (Deutsch)
Der Calcaneus in Raum und Zeit unter besonderer Berücksichtigung des plantaren Fersensporns
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Vergleich von rezenten und historischen Populationen
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
92 S. : graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sylvia Kirchengast
Klassifikationen
42 Biologie > 42.88 Physische Anthropologie ,
42 Biologie > 42.99 Biologie: Sonstiges
AC Nummer
AC10497288
Utheses ID
20460
Studienkennzahl
UA | 442 | | |
