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Empirische Analyse der sozialen und kulturellen Integration der UngarInnen in Wien
Eszter Aigner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Hermann Mückler
DOI
10.25365/thesis.22897
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29684.84206.633059-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Meine Überlegung war, dass UngarInnen sich sehr gut in die österreichische Gesellschaft integrieren können und mit ihrer Situation zufrieden sind.
Besonders weil sie in Österreich als sogenannte „gute Ausländer“ gelten und im österreichischen Alltagsleben freundlich aufgenommen werden.
In Ungarn werden sie sogar als „Erfolgsgeschichte“ wahrgenommen, als jene Landsleute, die etwas aus ihrem Leben gemacht bzw. etwas erreicht haben.
Natürlich laufen keine Migrationsprozesse problemlos ab. Ich habe aber angenommen, dass man nach einer Eingewöhnungsphase, besonders jene UngarInnen, die in den letzten 20 Jahren nach Österreich bzw. Wien eingewandert sind, als vollkommen integriert beschreiben kann.
Ich wollte in meiner Arbeit die allgemeinen Auswandererprobleme im Zusammenhang mit UngarInnen in Wien herausarbeiten:
*) Was sind die Beweggründe zum Verlassen der Heimat?
*) Warum wandert man (UngarIn) aus?
*) Warum bleibt man?
*) Wie geht man mit einer vollkommen neuen Lebenssituation um?
*) Wie ändert sich das Arbeits-/Privat- und Familienleben?
Als jedoch immer mehr Menschen mit ungarischen Herkunft während meiner Arbeit erwähnten, dass sie in Wien weder richtig glücklich, noch zufrieden sind (z. B. weil sie keine richtigen Freunden gefunden haben), musste ich mich langsam damit konfrontieren, dass dieser Integrationsprozess doch nicht so musterhaft funktioniert.
Bei weiteren Forschungen stellte sich für mich heraus, dass, obwohl die UngarInnen keine gesellschaftlichen Spannungen oder Probleme in Österreich hervorrufen, sie sich trotzdem nicht wohl oder gut integriert fühlen.
Eigentlich nehmen sie ihr Leben genauso problematisch wahr, wie jene UngarInnen die in der Nachkriegszeit oder nach 1956 gekommenen sind. Die Probleme sind nicht einmal so unterschiedlich zu damals, aber laufen im Vergleich zu den so genannten „Flüchtlingsungar/Innen“ fast unbewusst ab. Sie kämpfen mit unterdrücktem Heimweh, vermissen Familien und Freunden sowie verstehen ihre Kinder nicht, die bereits hier aufgewachsen sind und hier bleiben wollen. Dazwischen verlieren sie den aktiven Kontakt mit ihrem Heimatland Ungarn und leiden folglich darunter. Sie wollen ständig zurücksiedeln und obwohl sie es jederzeit tun könnten, machen sie es doch nicht. Sie fallen zwischen zwei Länder.
Als überraschende Erkenntnis musste ich zum Ende meiner Arbeit hin erkennen, dass sie jedoch öfters in erster Linie selbst Schuld daran tragen, dass sie sich hier nicht richtig wohl fühlen können.
Aufgrund dessen fokussiere ich mich in meiner Arbeit auf die neuen Integrationsproblemen der UngarInnen.
Abstract
(Englisch)
I considered that Hungarians can join the Austrian society very well and be comfortable with their situation.
Especially as they are recognized as „good foreigners“ and treated friendly in everyday life in Austria.
In Hungary they are even noticed as success stories, as those that got somewhere that way or as those that achieved something.
Of course migration processes do not run smooth. But I assumed that – after an adaption phase – in particular those Hungarians that have been immigrating to Austria respectively to Vienna for the last twenty years, can be described as fully integrated.
I wanted to highlight in my master thesis the common problems Hungarian emigrants/expatriates are confronted with in Vienna:
*) What are the reasons to leave your home country?
*) Why do you emigrate from Hungary?
*) Why do you stay?
*) How do you handle a complete new life situation?
*) How is your work/life-situation affected?
But as more and more of my interview partners (with Hungarian origin) told me that they are not really satisfied with their current situation in Vienna nor that they are really happy (e.g. because they have not found real friends), I had to accept that the integration process is not running as smoothly as expected.
During my further research I spotted that, although Hungarians are not responsible for any kind of social tenseness or other troubles in Austria, they do not feel „at home“ or integrated well.
Actually they see their life in Austria as problematically as that of those Hungarians that came between the great wars or due to the crisis of 1956. The problems seem to differ not very much to those of their predecessors, but are not so aware of them as the “Refugee-Hungarians” have been. They are confronted with suppression of home sickness, are missing their families and friends and do not understand their children, that have been born in Austria and do not want to go back to Hungary. In the mean time they lose their active contacts to their native country and hence are suffering. They want to remigrate constantly but although they could start anytime they do not move. They fall between two countries.
As a surprising finding I had to recognize towards the end of my work that the Hungarian immigrants that I interviewed had to blame themselves primarily for not feeling comfortable in Austria.
Thus in my work I bring the new immigration problems of Hungarians into focus.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Integration Hungary Vienna
Schlagwörter
(Deutsch)
Integration Ungarn Wien
Autor*innen
Eszter Aigner
Haupttitel (Deutsch)
Empirische Analyse der sozialen und kulturellen Integration der UngarInnen in Wien
Paralleltitel (Englisch)
Empirical analysis of social and culturall integration of Hungarians in Vienna
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
156 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hermann Mückler
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.99 Wissenschaft und Kultur allgemein: Sonstiges ,
73 Ethnologie > 73.00 Ethnologie: Allgemeines
AC Nummer
AC09610678
Utheses ID
20464
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
