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Sex und Gewalt als Karneval bei Pedro Almodóvar
Andrea Hauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Jörg Türschmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.22991
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30413.59696.959059-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich in erster Linie mit der karnevalesken Inszenierung sexueller Gewalt in Pedro Almodóvars Filmen ¡Átame!, Tacones lejanos und Kika. Es soll aufgezeigt werden, welche Elemente es sind, die die analysierten Filmszenen zum Karneval werden lassen, welche Intention der Filmemacher hinter der Fassade von Provokation, Kritik und Kaufanreiz verfolgt und warum Sexualität und Gewalt nicht ernsthaft, sondern als Karneval dargestellt werden. Des Weiteren folgt eine Beschäftigung mit den Fragestellungen, ob man über sexuelle Gewalt lachen darf, wie sich der Umgang mit dieser gestaltet und wie die Ironisierung eines Verbrechens zu bewerten ist. Die Analysen haben gezeigt, dass der Lacheffekt bezüglich sexueller Gewalt durch das Zusammenspiel zahlreicher karnevalesker Details zustande kommt, insbesondere durch die ambivalente Darstellung der Figuren. Um die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf diese Elemente zu lenken, spielt die Wahl der Kameraeinstellungen eine essentielle Rolle. Der Karneval dient Almodóvar als Ventil, die strikten Moralvorstellungen der Wirklichkeit zu kritisieren und gleichzeitig aufzulösen, ohne dabei das Verbrechen zu bagatellisieren, denn einerseits geschieht die Ironisierung stets zugunsten der Opfer und außerdem bleibt die Darstellung des Verbrechens in einem ambivalenten Verhältnis zwischen witzig und schrecklich. Es soll ein Prozess der Reflexion über die ansonsten nicht zu hinterfragende Moral ausgelöst und das Publikum zu einem aktiven Teil des Geschehens beziehungsweise Karnevals gemacht werden. Die eindeutige Trennung der schrill-bunten Karnevalswelt Almodóvars von der Realität erlaubt dem Zuseher das Lachen über sexuelle Gewalt, welche im Übrigen zwar meistens unreflektiert, nicht aber ohne Bewertung dargestellt wird.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Almodóvar cinema movie Spain sex violence sexual violence
Schlagwörter
(Deutsch)
Amodóvar Kino Film Spanien Sex Gewalt sexuelle Gewalt Moral Humor Karneval Ironisierung
Autor*innen
Andrea Hauer
Haupttitel (Deutsch)
Sex und Gewalt als Karneval bei Pedro Almodóvar
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
121 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Türschmann
Klassifikation
24 Theater > 24.37 Film: Sonstiges
AC Nummer
AC10512611
Utheses ID
20551
Studienkennzahl
UA | 236 | 352 | |
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