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The historical and ideological foundations of the rhetoric of Kemalist women
Tahire Zümrüt Ekinci
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Birgit Sauer
DOI
10.25365/thesis.23189
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30450.56948.957370-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit den historischen und ideologischen Grundsätzen der
Rhetorik der kemalistischen Frauen, welche die sogenannten „republikanischen Proteste“ des
Jahres 2007 organisierten und durchführten um gegen die Präsidentschaftskandidaten der
gegenwärtigen Regierung aufgrund ihrer kopftuchtragenden Frauen vorzugehen. Diese
Proteste wurden von kemalistischen Frauen getragen, deren Identität als ideale
republikanische Frau im Zuge des Modernisierungsprojektes der 1920er Jahre von Atatürk
und seinen Anhängern konstruiert wurde. Diese Identität mit der dazugehörenden Rhetorik
basieren auf Laizismus und Nationalismus wie auch die kemalistische Ideologie selber,
welche Staatsgründer und Armee als einzigen Beschützer und Befreier vorsieht. Das Privileg
als einziger Repräsentant der türkischen Frau gelten zu dürfen wurde durch die kemalistische
Indoktrination bis in die 1990er Jahre nicht in Frage gestellt. Kemalistische Frauen –oder:
ideale republikanische Frauen- begannen in dieser Zeit sich gegen den Aufstieg des
politischen Islams zu mobilisieren und definierten sich als türkisch und unverschleiert,
wodurch ein großer Teil der Gesellschaft ausgeschlossen wurde. Als Kern ihrer Forderungen
galt die Ablehnung von verschleierten Frauen an Universitäten, im Parlament und schließlich
auch als Ehefrau des Präsidenten. Das Kopftuch wurde als Bedrohung der „republikanischen
Werte“ betrachtet. Während der Proteste erklärten sie: „Wir sind hier um die Republik und
ihre Werte zu verteidigen“. Eine First Lady mit Kopftuch wäre ein Verstoß gegen den
säkularen Staat und seine Prinzipien und sie würden das nicht akzeptieren. Außerdem
erklärten sie, dass die gegenwärtige Regierung eine geheime Agenda zur Ersetzung des
türkischen Rechtsstaates durch einen islamistischen Gottesstaat verfolge. Darüber hinaus
betrieben sie eine Rhetorik, welche Frauen von kopftuchtragenden Frauen entfremdete und
eine größere Spaltung in modern/vormodern, Industrie/Rückständigkeit, Kemalismus/ Islam
und West und Ost inkludierte. Damit schufen sie zwei unterschiedliche Wertesysteme, von
welchen der Kemalismus als das anzustrebende Ideal galt. Die vorliegende Arbeit versucht die
Wurzeln dieser Idealisierung aufzudecken um den abwertenden Blick der kemalistischen
Frauen auf die frommen Frauen zu beleuchten.
Abstract
(Englisch)
This thesis focuses on the historical and ideological foundations of the rhetoric of Kemalist
women, who organized and attended the so-called “Republican Protests” in 2007 against the
presidential candidates of the current government; due to their covered wives. The protests
were conducted and led by Kemalist woman, whose identity was constructed as the ideal
Republican woman within the modernization project in 1920s by Atatürk and his colleagues.
This identity and its rhetoric rest upon laicism and nationalism likewise the Kemalist ideology
itself, which sees the army and the founders of the state as the protector and the only
emancipator. Their privilege as being the only representative of Turkish woman had not
challenged due to Kemalist indoctrination until the 1990s. Kemalist women -or ideal
republican women- started their mobilization against the rise of Political Islam in 1990s and
defined themselves as Turkish and uncovered, which again excluded a big part of society. As
the core of their rhetoric, they didn’t want women with headscarf at the universities, in the
parliament and finally as the president’s wife. Their headscarf was perceived as a threat
against the “Republican Values”. During the “Republican Protests” they declared; “We are
here to protect our Republic and its values”. Kemalist women claimed that a First Lady with
headscarf would be a violation of the secular state principle and they would not accept that.
Moreover they stated that the current government had a secret agenda about replacing the
Turkish constitutional state with an Islamist state. Furthermore the rhetoric, which alienates
women from women with headscarf, includes a bigger separation, such as modern/premodern,
industrial/backwardness, Kemalism/Islam and in final case the West and the East. By
so doing, their rhetoric creates two different value systems, in which the Kemalist one is
considered to be the “ideal”. This thesis tries to track down the roots of this idealization to
illuminate the pejorative view of Kemalist women on pious women.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Nationalism Feminism Kemalist Women Modernization in Turkey
Schlagwörter
(Deutsch)
Nationalismus Feminismus Kemalistische Frauen Modernisierung in der Türkei
Autor*innen
Tahire Zümrüt Ekinci
Haupttitel (Englisch)
The historical and ideological foundations of the rhetoric of Kemalist women
Paralleltitel (Deutsch)
Die historischen und ideologischen Grundsätze der Rhetorik der kemalistischen Frauen
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
66 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Birgit Sauer
Klassifikation
89 Politologie > 89.05 Politische Theorie
AC Nummer
AC09011192
Utheses ID
20737
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
