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Access and Benefit Sharing
die Entwicklung eines Rechtskonzeptes zwischen Ideologie und Realität
Sophie Hartl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
René Kuppe
DOI
10.25365/thesis.23215
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29610.03177.693459-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Wir leben heutzutage in einer vom Kapitalismus durchdrungenen Welt in der die Vermehrung individuellen Eigentums im Zentrum steht. In dieser auf Besitz fokussierten Welt hat sich auch die Beziehung des Menschen zu seiner natürlichen Umwelt stark verändert. Klimawandel und Umweltzerstörung bedrohen weltweit die existierende biologische Vielfalt. Andererseits hat sich jedoch in den letzten Jahrzehnten eine Perspektive durchgesetzt, die den potentiellen Wert natürlicher Ressourcen erkannt hat. Durch neue technologische Errungenschaften können nun lebendige Organismen auf molekularer Ebene verändert werden, wodurch es möglich wurde, biologische Ressourcen von ihrem „natürlichen“ Umfeld zu entkoppeln. Als Konsequenz dessen wurde Natur zu einer Ansammlung genetischen Ressourcen umdefiniert, die als „Besitz unter geistigen Eigentumsrechten geschützt werden können. Dies erforderte sowohl eine Neudefinition des Naturbegriffs, als auch einer Ausweitung und Adaptierung internationaler Rechtssysteme zum Schutz geistiger Eigentumsrechte.
In den letzten Jahren wird der Schutz der biologischen Vielfalt nun weltweit vermehrt thematisiert. Die Motive hinter diesem Schutzgedanken sind jedoch Vielfältig, und eröffnen eine Reihe internationaler als auch nationaler Konfliktfelder. Dabei geht es um die Sicherung von Einfluss, als auch um Motive wie Verteilungsgerechtigkeit zwischen den Arm und Reich, oder um die Rechte indigener Bevölkerungsgruppen. In dieser Arbeit werden daher die Fragen, welchen Beitrag das Instrument des „Access and Benefit Sharings“ (ABS) dazu leisten kann, ein gerechteres und nachhaltigeres Weltsystem zu schaffen. Dabei soll mit Hilfe theoretischer Konzepte, wie z.B.: Foucaults Machtbegriff die Ideologie hinter dem ABS Konzept analysiert, und diese mit dem Stand ihrer Umsetzung in der Realität verglichen werden. In der Arbeit werden dazu das Nagoya Protokoll, sowie die Struktur des indischen ABS Systems genauer besprochen, um miteinander in Konflikt tretende Interessen sichtbar zu machen, und um eine Einschätzung der Chancen und Gefahren von ABS Konzept als Instrument zum Schutz biologischer Vielfalt und menschlicher Entwicklung geben zu können.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Biologische Vielfalt genetische Ressourcen gerechter Vorteilsausgleich Nagoya Protokoll Foucault Bioprospektion
Autor*innen
Sophie Hartl
Haupttitel (Deutsch)
Access and Benefit Sharing
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Entwicklung eines Rechtskonzeptes zwischen Ideologie und Realität
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
127 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
René Kuppe
AC Nummer
AC10484307
Utheses ID
20763
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
