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"Ich bin noch da"
ästhetische Präferenzen bei Menschen mit Alzheimer-Demenz
Simone Stockinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Helmut Leder
DOI
10.25365/thesis.23243
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29075.09878.308055-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Studie wurden, in Anlehnung an die Studie von Halpern, Ly, Elkin-Frankston, und O'Connor (2008), sowie an das Konzept von Graham (persönl. Kommunikation, 2012), ästhetische Präferenzen von Menschen mit Alzheimer-Demenz untersucht. Es wurden dafür 33 Personen, davon 18 Menschen mit diagnostizierter AD und 15 gleichaltrige SeniorInnen, Bilder zur Präferenz-Reihung (vom schönsten bis zum wenigsten präferierten Bild) vorgelegt. Diese waren den Kategorien „Portraits und Landschaften“ entnommen und beinhalteten sowohl Kunstwerke (Malereien) als auch Alltagsfotografien. In einem Abstand von zwei Wochen wurden die Personen zweimal befragt. Es zeigte sich, dass die Menschen mit AD keine Erinnerung an die gesehenen Bilder hatten, ihre Reihungen der Bilder aber im Vergleich zur KG stabil blieben. Das Stadium der AD schien hierbei keinen Einfluss auf die Präferenz-Stabilität zu haben. Einzig bei der Kategorie „fotografierte Portraits“ zeigte sich ein signifikanter Mittelwertsunterschied zwischen der VG und der KG hinsichtlich der Präferenzstabilität. Menschen mit AD reihten die Portrait-Fotos also inkonsistenter als gleichaltrige gesunde SeniorInnen. Eventuell sind Kunstwerke, die Gesichter abbilden, besser verarbeitbar als Fotos, weil sie spezielle Stimuli darstellen, die direkt auf die menschliche Anordnung kognitiver Funktionen zugeschnitten ist (siehe Graham, persönl. Kommunikation, 2012)- und somit das ästhetische Empfinden und das implizite Gedächtnis mehr ansprechen als Alltagsfotografien.
Mit der vorliegenden Studie konnte also gezeigt werden, dass die Fähigkeit, ästhetische Urteile abzugeben, sowie allgemein kognitive Funktionen, bei Menschen mit AD auch im späteren Stadium der AD erhalten bleiben. Diese Erkenntnisse sind wertvoll für die Praxis: Die Beschäftigung mit Kunst bzw. mit Kunsttherapie kann demnach ein Weg sein, die Ressourcen von Menschen mit AD zu stärken, indem neue Erinnerungen bei Menschen mit AD verankert bzw. erhaltene Fähigkeiten gestärkt werden.
Abstract
(Englisch)
In this study, following the study of Halpern et al. (2008), as well as the ideas of Graham (personal communication, 2012), aesthetic preferences in people with Alzheimer's Disease and healthy elderly were examined. 33 participants, 18 with diagnosed AD and 15 healthy elderly, were asked to rate portraits and landscapes (out of the categories painted artworks and everyday photographies) according to their preference (from the best to the least preferred picture). After two weeks, the same testing was conducted again. People with AD did not show any explicit memory for the images- but their preferences showed a similar stability compared to the control group. Thereby, the degree of AD seemed not to have any influence on preference stability. Only in the category „photographed faces“ appeared a significant mean difference between the AD group and the control group regarding their preference stability: People with AD ranked the photographed portraits not as stable as their healthy counterparts. Maybe artworks depicting faces were better recognized than photographies, because they are special stimuli which are made for the human array of cognitive functions (see Graham, personal communication, 2012)- and therefore, they stimulated more the aesthetic feeling and the implicit memory than everyday photographies.
This work could show that the ability to make aesthetic judgements, as well as general cognitive functions, are preserved in people with AD, also in later stages of the disease. These are important results for the practice: Occupation with art and art therapy could be therefore a way to reinforce the resources of people with AD, because new memories can be built and preserved abilities can be strengthened.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
aesthetic preferences Alzheimer's Disease arttherapy
Schlagwörter
(Deutsch)
Ästhetische Präferenzen Alzheimer Kunst Kunsttherapie
Autor*innen
Simone Stockinger
Haupttitel (Deutsch)
"Ich bin noch da"
Hauptuntertitel (Deutsch)
ästhetische Präferenzen bei Menschen mit Alzheimer-Demenz
Paralleltitel (Englisch)
"I'm still here." ; aesthetic preferences in people with Alzheimer's Disease
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
107 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Helmut Leder
Klassifikation
77 Psychologie > 77.40 Wahrnehmungspsychologie
AC Nummer
AC10507939
Utheses ID
20789
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
