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Die Tertiärisierung der pädagogischen Berufe in Österreich im Kontext der Bologna Studienarchitektur und des Europäischen Hochschulraumes
Patrizia Lenitz-Zeitler
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Hannes Wimmer
DOI
10.25365/thesis.23416
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30413.77383.572862-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Tertiärisierung der pädagogischen Berufe in Österreich steht in engem Zusammenhang mit der Bologna-Erklärung von 1999 und den damit verbundenen Anforderungen und Änderungen im gesamten Bildungssystem, insbesondere in der hochschulischen Studienarchitektur. Gleichzeitig müssen aber auch die Teilnahme am Europäischen Hochschulraum und die Diskussionen rund um die PädagogInnenbildung analysiert und mitgedacht werden.
Für das österreichische Bildungssystem, insbesondere den österreichischen Hochschulbereich, haben die gemeinsamen Vereinbarungen der europäischen BildungsministerInnen in Bologna weitreichende Reformen nach sich gezogen. Im Bereich der pädagogischen Berufe haben die neuen Herausforderungen einmal mehr zu Diskussionen rund um eine neue PädagogInnenbildung sowie die Tertiärisierung der pädagogischen Berufe geführt. Im Rahmen der erforderlichen Umstellung der Lehramtsausbildungen auf die Bologna-Architektur (Bachelor – Master – PhD) wird diese Gelegenheit als Chance wahrgenommen, die Ausbildung im gesamten Bereich der pädagogischen Berufe grundlegend zu reformieren. Das erklärte Ziel ist eine Professionalisierung und Höherqualifizierung der pädagogischen Berufe zu erreichen, was jedoch in vielen Bereichen gleichzeitig eine Verlängerung der Ausbildungszeit bedeutet. Hauptaugenmerk muss aber vor allem der Frage der ausbildenden Institutionen gewidmet werden, da die Ausbildung der PädagogInnen in Österreich bis dato institutionell zweigeteilt ist: die Ausbildung der Lehrkräfte für den Pflichtschulbereich erfolgt an den Pädagogischen Hochschulen, die der Lehrkräfte für die höheren Schulen an den Universitäten. Ein akkordiertes, gesamtheitliches Ausbildungsmodell, getragen von einer engen Kooperation beider Institutionen, ist aktuell bildungspolitisches Ziel, stellt jedoch eine nahezu unlösbare Herausforderung dar. Darüber hinaus wird zwischen 2015 und 2025 bundesweit fast die Hälfte aller derzeit im Dienststand stehenden Lehrkräfte in Pension gehen. Dadurch entsteht für die politisch Verantwortlichen zusätzlich Zeitdruck, da man sinnvollerweise bemüht ist, die notwendige hohe Zahl neu ins System aufzunehmender PädagogInnen bereits nach den neuen Studienstrukturen auszubilden. Vor dem Hintergrund all dieser nationalen Probleme müssen aber auch die internationalen Herausforderungen wie Durchlässigkeit, Mobilität und insbesondere die Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere im europäischen Raum, mitgedacht werden. Sowohl der gesellschaftliche Modernisierungsprozess als auch die Verwirklichung der politischen Vorgaben und Zielsetzungen werden an Hand der Systemtheorie von Niklas Luhmann analysiert und aufgearbeitet.
Die Bologna-Erklärung und der damit eingeleitete Bologna-Prozess haben nicht nur den Europäischen Hochschulraum und eine neue dreigliedrige Studienarchitektur bewirkt, sondern auf unendlich viele Bereiche des gesellschaftlichen Systems Einfluss genommen.
Abstract
(Englisch)
The tertiarisation of pedagogical professions in Austria is closely tied to the Bologna declaration of 1999 and thereby to connected requirements and modifications within the overall educational system, especially within the academic studies. At the same time, however, one has to analyze and consider the participation within the academic studies. At the same time, however, one has to analyze and consider the participation within the European university system and the discussions with regards to the training and education of teachers.
The mutual agreements of the European ministers of education in Bologna have brought far reaching reforms for the Austrian educational system, especially the Austrian university system. In the field of educational professions these new challenges have once more led to discussions regarding the training and education of teachers as well as the “tertiarisation” of educational professions. Within the framework of the necessary reorientation of teachers’ training and education towards the Bologna architecture (Bachelor-Master-PhD) this opportunity will be seized as a chance to fundamentally reform the whole range of training and education for teachers. The declared goal is to professionalize and higher qualify the teaching profession which in turn, however, means a longer period of training in many fields. For all that the main focus has to be first of all devoted to the educational boards since the education of teachers in Austria has so far been two fold institutionally: the training and education of teachers for compulsory schools is being carried out at pedagogical colleges and the one of teachers for schools of secondary education at universities.
A balanced and complete training model sustained by the close cooperation of both institutions is the current education policy. It does, however, represent nearly irresolvable challenges. Furthermore, nearly half of all currently employed teachers nationwide will retire between 2015 and 2025. This creates additional time pressure for the politicians in charge since a reasonable effort is being made to train already the necessary high number of teachers newly admitted to the system in accordance with the new framework of studies. Against the background of all these national problems, international challenges such as transparency, mobility and especially the enhancement of international competitiveness, particularly within Europe, have to be considered. The modernizing process of society, as well as the realization of political parameters and objectives are being analyzed and processed on the basis of Niklas Luhmann’s system theory.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Tertiarisation of pedagocial professions in Austria European Higher Education Area Bologna Studyarchitecture theory of society and system Niklas Luhmann
Schlagwörter
(Deutsch)
Tertiärisierung der pädagogischen Berufe in Österreich Europäischer Hochschulraum Bologna Studienarchitektur Gesellschaftstheorie Systemtheorie Niklas Luhmann
Autor*innen
Patrizia Lenitz-Zeitler
Haupttitel (Deutsch)
Die Tertiärisierung der pädagogischen Berufe in Österreich im Kontext der Bologna Studienarchitektur und des Europäischen Hochschulraumes
Paralleltitel (Englisch)
The tertiarisation of pedagogical professions in accordance to the Bologna Studyarchitecture and the European Higher Education Area
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
223 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hannes Wimmer
AC Nummer
AC10507293
Utheses ID
20942
Studienkennzahl
UA | 092 | 300 | |
