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Zum Zusammenhang von Digit Ratio (2D:4D) mit Kooperation, Altruismus und Risikoaversion
systematischer Review und Meta-Analyse
David Bauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Martin Voracek
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.23463
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29133.93233.925065-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Digit Ratio, das Längenverhältnis von Zeige- und Ringfinger, dient als biologischer Marker für den pränatalen Testosteronspiegel. In der Literatur finden sich zahlreiche Hinweise, die auf diese Annahme schließen lassen. Deshalb wird auch in Forschungsarbeiten versucht, dieses Fingerlängenverhältnis im Zusammenhang mit vielen Eigenschaften und Verhaltensweisen von Menschen zu bringen. Da Digit Ratio auch mit Status und Rang in Beruf und Gesellschaft zusammenhängt, sollte man annehmen, dass dadurch auch unterschiedliche wirtschaftliche Entscheidungen und Verhaltensweisen erklärt werden können. Dadurch entstand in den letzten Jahren eine Forschung, die sich mit Digit Ratio und wirtschaftlichen Verhaltensweisen wie Altruismus, Kooperation, Belohnungsaufschub und Risikoaversion beschäftigt. Speziell geht es um den Zusammenhang zwischen diesen Verhaltensweisen und den Fingerlängen. Auch erste Übersichtsarbeiten über diesen Literaturkorpus sind bereits erschienen. In dieser Diplomarbeit sollte erstmals eine Meta-Analyse zu der vorhandenen Literatur durchgeführt werden. 20 Studien auf 45 Stichproben verteilt, konnten in die Berechnung eingehen. Diese 20 Studien brachten das Digit Ratio im Zusammenhang mit einer oder mehrerer der oben genannten wirtschaftlichen Verhaltensweisen. Es zeigte sich ein kleiner jedoch signifikanter Gesamtzusammenhang von Digit Ratio und den wirtschaftlichen Verhaltensweisen (r = .106). In den durchgeführten Subgruppenanalysen zeigten sich signifikante Unterschiede bei den folgenden Variablen: Teilnehmer, Rekrutierung, Ethnie, Design, Begutachtung der Hand, Digit Ratio Messung, Manipulation einer Variable, Art der Manipulation und konkrete Operationalisierung. Bei den Metaregressionen war lediglich das Publikationsjahr ein signifikanter Prädiktor. Die Höhe der publizierten Effekte nahm mit der Zeit ab. Aus diesen Ergebnissen kann gefolgert werden, dass sowohl Männer als auch Frauen mit niedrigerem Digit Ratio (hohem pränatalen Testosteronspiegel) ein Verhalten zeigen, dass mit einer Erhöhung des Status einhergeht. Dies bedeutet, sie verhalten sich wenn zur Statuserhöhung nötig, risikoreicher, kooperativer, altruistischer und können eher auf Belohnungen verzichten, als jene Personen mit höherem Digit Ratio (niedrigem pränatalen Testosteronspiegel). Künftige Forschung sollte sich auf experimentelle Studien, bei der spezifische Situationen herbeigeführt werden, fokussieren. Hier scheint größtes Potential vorhanden. Reine Zusammenhangsstudien zeigen nämlich signifikant kleinere Effekte, als dies bei den experimentell manipulierten Studien der Fall ist.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Digit Ratio 2D:4D Kooperation Risikoaversion Altruismus wirtschaftliche Entscheidungen wirtschaftliche Verhaltensweisen Belohnungsaufschub
Autor*innen
David Bauer
Haupttitel (Deutsch)
Zum Zusammenhang von Digit Ratio (2D:4D) mit Kooperation, Altruismus und Risikoaversion
Hauptuntertitel (Deutsch)
systematischer Review und Meta-Analyse
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
97 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martin Voracek
Klassifikation
77 Psychologie > 77.03 Methoden und Techniken der Psychologie
AC Nummer
AC09610144
Utheses ID
20977
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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