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Vom Film Noir zum Neo-Noir
Geschichte und Entwicklung des "noir"-Begriffs anhand der Analysen von "Double indemnity" und "Sin City"
Benedikt Wrede
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ulrich Meurer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.23497
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29644.62776.478153-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Als bedeutender Teil der Filmgeschichte prägt die Stilrichtung des „Film noir“ Filme bis in die heutige Zeit. Da der Film „Touch of Evil“ von Orson Welles aus dem Jahre 1958 offiziell als letzter Film noir angesehen wird, werden moderne Produktionen nicht mehr mit diesem Namen betitelt. Das heißt jedoch nicht, dass der „noir“-Einfluss auf Filme komplett verschwunden ist: Film noirs zeichneten sich durch sehr viele charakteristische Merkmale aus, aber auch nach dem offiziell letzten Werk der Strömung tauchten in vielen Filmen- den so genannten „Neo-Noirs“- einige dieser Merkmale auf. Gibt es einerseits nur noch wenige Filme, die das komplette Spektrum der Film-noir-Charakteristika aufweisen, gibt es andererseits bei den Neo-Noirs eine größere Themenvielfalt: Heutzutage müssen die Filme nicht mehr zwangsweise Detektivfilme sein, sondern können auch beispielsweise in der Antike handeln. Es gibt sehr oft einen Mix der verschiedensten Genres. Statt schwarzweiß sind die Filme meist farbig. Die „noir“-Ästhetik hat sich in den Neo-Noirs deutlich weiterentwickelt und wird inzwischen mit hochmodernen Drehmethoden erzeugt. Gilt der letzte Film Noir also offiziell schon als gedreht, ist bei der Produktion von Neo-Noirs kein Ende in Sicht. Aus diesem Grund ist das Thema „Neo-Noir“ hochaktuell- jedoch kann man den Erfolg der Neo-Noirs nicht verstehen, wenn man nicht den Film Noir und seine Geschichte gründlich kennengelernt hat. Der Film „Double Indemnity“ von Billy Wilder aus dem Jahr 1944 repräsentiert die Stilrichtung umfassend und wird in der Diplomarbeit ausführlich vorgestellt. Um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Film noirs und Neo-Noirs besonders deutlich zu machen, beinhaltet die Arbeit zudem einen Vergleich zwischen „Double Indemnity“ und einem modernen Neo-Noir. Aber auch in anderen Medien als dem Film ist der „noir“-Einfluss in der heutigen Zeit spürbar: Was zur Zeit des Film noir nur auf das Medium Film beschränkt blieb, ist inzwischen längst auf Fernsehserien, die Fotografie, Computerspiele und vieles mehr übergesprungen. Die „noir“-Ästhetik ist trotz ihrer langen Geschichte absolut zeitgemäß. Film noirs, Neo-Noirs und ihre sich immer weiter ausbreitende Ästhetik findet noch immer Befürworter auf der ganzen Welt. Ein Ende ist weder bei der Produktion der Neo-Noirs, noch bei der Expansion des „noir“-Einflusses in Sicht. Die Erforschung der dafür verantwortlichen Gründe und der möglichen Zukunft der „noir“-Ästhetik bildet einen spannenden Forschungsgegenstand.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Film noir Neo-Noir deutscher expressionistischer Film poetischer Realismus hard-boiled School of Fiction Billy Wilder Quentin Tarantino Frank Miller Robert Rodriguez Double Indemnity Sin City Frau ohne Gewissen Humphrey Bogart The Maltese Falcon Touch of Evil John Huston Orson Welles Femme Fatale schwarz Nacht Stadt Detektiv Gangster Benedikt Wrede Weltkrieg Filmgeschichte
Autor*innen
Benedikt Wrede
Haupttitel (Deutsch)
Vom Film Noir zum Neo-Noir
Hauptuntertitel (Deutsch)
Geschichte und Entwicklung des "noir"-Begriffs anhand der Analysen von "Double indemnity" und "Sin City"
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
120 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Meurer
Klassifikationen
24 Theater, Film, Musik > 24.30 Film: Allgemeines ,
24 Theater, Film, Musik > 24.32 Filmgeschichte ,
24 Theater, Film, Musik > 24.33 Filmproduktion, Filmtechnik ,
24 Theater, Film, Musik > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten ,
24 Theater, Film, Musik > 24.37 Film: Sonstiges ,
24 Theater, Film, Musik > 24.38 Fernsehen, Hörfunk
AC Nummer
AC10501600
Utheses ID
21008
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1