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Adjektivische Augmentation im Deutschen
eine Untersuchung anhand von aktuellen Texten
Katja Krüger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Franz Patocka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.23544
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29105.21419.247059-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit befasst sich mit der adjektivischen Augmentation im Deutschen. Augmentation ist keine grammatikalische Kategorie in der deutschen Sprache. Der Begriff bezeichnet eine Vergrößerung oder Intensivierung. Augmentation dient in einigen indoeuropäischen Spra-chen für die Bezeichnung des Gegenteils vom substantivischen Diminutiv (Beispiel aus dem Russischen: книга ‚Buch‘ wird durch das Hinzufügen eines modifizierenden Suffixes zu книжонка – ‚großes Buch‘). In diesen Fällen heißt die Kategorie Augmentativ. Die Flexion der Adjektive sieht weder im Deutschen noch anderen Sprachen eine Kategorie der Augmentation vor. Die klassische grammatische Komparation bietet drei Stufen der Stei-gerung an: Positiv – Komparativ – Superlativ. Sprachen wie z. B. das Italienische unterschei-den die Höchststufe in absoluten und relativen Superlativ. Als Hilfsübersetzung dient dafür das Morphem aller-. Es steigert den Superlativ semantisch auch im Deutschen. Adjektivische Augmentation wird im Deutschen hauptsächlich durch Wortbildung vorge-nommen. Die entsprechenden Wortbildungsarten sind Komposition, Derivation und Prä-fixoidbildung. Bei der Komposition werden mindestens zwei Wörter zu einem zusammenge-setzt. Augmentation findet durch Determinativkomposition (schneeweiß), Reduplikation (tagtäglich), verbale Komposition (streichelzart) und Zusammenrückung (höchstpersönlich) statt. Die Derivation benutzt Präfixe für die Augmentation: Fremdpräfixe (supernett) und heimische Präfixe (uralt). Die Präfixoidbildung bildet eine Kategorie zwischen den oben ge-nannten, da die Präfixoide als Erstglieder sowohl Wortstatus haben, aber auch ihre Bedeu-tung verloren haben (knallbunt, brandneu). Die empirische Untersuchung analysiert ein Korpus von 21 Romanen und 8 Zeitungen und Zeitschriften. Einbezogen wurden Werke aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Alle Texte sind nach 2000 erschienen und bilden so einen Überblick über die aktuelle geschrie-bene Sprache. Im Korpus fanden sich ca. 1000 augmentierte Adjektive. Die Untersuchung hat ergeben, dass die drei Wortbildungstypen Komposition, Derivation und Präfixoidbildung gleich oft in augmentierender Funktion vorkommen. Diplomarbeit Titel der Diplomarbeit Adjektivische Augmentation im Deutschen Eine Untersuchung anhand von aktuellen Texten Verfasserin Katja Krüger angestrebter akademischer Grad Magistra der Philosophie (Mag.phil.) Wien, im Oktober 2012 Studienkennzahl lt. Studienblatt: A 332 Studienrichtung lt. Studienblatt: Diplomstudium Deutsche Philologie Betreuer: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz Patocka

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Augmentation Adjektiv
Autor*innen
Katja Krüger
Haupttitel (Deutsch)
Adjektivische Augmentation im Deutschen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung anhand von aktuellen Texten
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
106 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Patocka
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.55 Morphologie, Wortbildung
AC Nummer
AC10485320
Utheses ID
21052
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1