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Effects of an audio method on sustained attention and anxiety in children with ADHD
Marta Avelina Toro
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Fred Bookstein
DOI
10.25365/thesis.23683
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30456.53002.905466-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Musik und Entspannung verbessern ausdauernde Aufmerksamkeit und reduzieren Ängste bei Kindern mit ADHS.
Zweck dieser Dissertation war die Feststellung, ob eine spezifische, von mir selbst entwickelte Audiomethode (AM) dazu beitragen kann, in einer Gruppe von Kindern (7 bis 12 Jahre) mit ADHS (1) die ausdauernde Aufmerksamkeit zu erhöhen und (2) das Angstniveau zu senken; und bei positivem Ergebnis, bis zu welchem Grad (3) (Dosis-Wirkung).
An der Studie nahmen 156 mit ADHS diagnostizierte Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren teil, welche in Madrid die spanische öffentliche Schule und das medizinisch-psychopädagogische Rehabilitationszentrum „Dionisia Plaza - Centro de Rehabilitación Médico Psicopedagógico Dionisa Plaza” besuchen. Die 156 Kinder wurden in zwei Gruppen A und B eingeteilt. Zu Beginn hatte ich die Absicht, mit den beiden Gruppen eine komplette Doppelcrossover-Studie durchzuführen. Nach Abschluss der Tests habe ich mich jedoch dafür entschieden, für die Doktorarbeit lediglich die in der Gruppe A gewonnenen Ergebnisse zu verwenden. Insgesamt nahmen an der Studie 79 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren teil, die in vier Jahrgangsstufen von der zweiten bis zur sechsten Klasse eingeteilt wurden. Davon waren 13 Mädchen und 65 Jungen, alle mit ADHS diagnostiziert. (Die Primärdiagnose basierte auf der Definition von Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung gemäß DSM-IV-TR oder ICD-10.) Die Einteilung war wie folgt: Vierzehn Kinder in der zweiten Klasse, vierzehn Kinder in der dritten Klasse, sechzehn Kinder in der vierten Klasse, siebzehn Kinder in der fünften Klasse und 18 Kinder in der sechsten Klasse. Aus der Gruppe A wurden 36 der Kinder mit Methylphenidat (Rubifen, Concerta oder Medikinet) und Atomoxetin (Strattera) medikamentös behandelt. Der Testzeitraum für Gruppe A umfasste neun Wochen: Drei Wochen + drei Wochen + drei Wochen. Der Ablauf der Studie wurde wie folgt festgelegt: Die Gruppe wurde im ersten und dritten Drei-Wochen-Zeitraum mit der AM behandelt, wobei die Kinder während des Behandlungszeitraums die Kinder jeden Morgen als erstes vor Unterrichtsbeginn in ihrem Klassenzimmer der AM anhörten. Im Anschluss an die Behandlung folgte ein Drei-Wochen-Zeitraum zur Zusammenstellung der Daten und Feststellung, ob die nach der Behandlung erhaltenen Ergebnisse variierten oder gleich blieben. Dieser Zeitraum war für die Gruppe A der zweite Drei-Wochen-Zeitraum. Es gab somit drei Intervalle zur Bewertung von Veränderungen, für die Veränderung von Test 1 zu Test 2, von Test 2 zu Test 3 und von Test 3 zu Test 4. Des Weiteren wurde eine Gesamtbewertung der Veränderung von Test 1 zu Test 4 vorgenommen. Es wurde vier Mal zu Beginn jedes Drei-Wochen-Zeitraums der WISC-Zahlen-Symbol-Subtest für ausdauernde Aufmerksamkeit durchgeführt. Zu Beginn und am Ende des neunwöchigen Testzeitraums wurden Tests unter Verwendung der STAIC- und CAS-Skalen zur Bestimmung der Angstwerte von Kindern mit ADHS durchgeführt. In diesem Fall gab es zwei Bewertungsintervalle: Von Test 1 zu Test 2. Nach den ersten drei Behandlungswochen veränderte sich der Aufmerksamkeitswert für diese 78 Schüler (78 Schüler in Gruppe A, die alle vier Testergebnisse hatten) um 1.62, über das zweite Intervall um 2.17. Von Messung 2 zu 3, d.h. dem Zeitraum ohne musikalische Stimulierung, sanken die Werte im Durchschnitt nicht. Am Ende der klinischen Studie wiesen 71 der 78 Kinder mit vollständigen Testdaten über neun Wochen eine Verbesserung auf. Die durchschnittliche Veränderung betrug 4, was mit der Gesamtveränderung von 4.2 übereinstimmt. Das bedeutet, dass der Netto-Nutzen der Behandlung gemäß der Norm einem Wert von 1.07 entspricht. Ein Wert in dieser Höhe ist bisher in der Literatur zu Musiktherapie noch nicht festgestellt worden. Die beiden Intervalle mit musikalischer Stimulierung zeigten ähnliche Anstiege, was eine Beziehung zwischen Dosierung und Wirkung der Behandlung in ihrer Gesamtheit bedeutet, das heißt, dass bei doppelter Dosierung eine Verdoppelung des Ergebnisses hinsichtlich der Wirkung erreicht wird.
Im Bezug auf die Angstwerte veränderte sich der durchschnittliche Angstwert von 28 Schülern (im Alter von 7 bis 8 Jahren) der Gruppe A, die unter Verwendung der CAS-Skala getestet wurden, um 18.75 und die Wirkungsgröße betrug 0.74. Am Ende der klinischen Studie wiesen 19 von 28 Kindern geringere Angstwerte und 7 einen Veränderungswert von unter null auf. Eine Gruppe von 48 Kindern im Alter von 9 bis 12 mit vollständigen Testdaten wurde unter Verwendung der STAIC-Skala getestet. Bei 24 Kindern wurde eine Senkung des State-Angst-Werts nachgewiesen, wobei lediglich 8 eine Veränderung des Wertes unter null aufwiesen. 27 Kinder verbesserten ihren Trait-Angst-Wert und 14 wiesen während der neun Wochen einen Veränderungswert von unter null auf. Die mittlere Veränderung betrug jeweils 11.75 und 11.2. Das ergibt gemäß der Norm Werte für den Netto-Nutzen der Behandlung von Kindern im Alter von zwischen 7 und 8 Jahren von 0.96 und für Kinder zwischen 9 und 13 Jahren von 0.96 für State-Angst und 0.40 für Trait-Angst. In Übereinstimmung mit diesem Befund stellt die AM eindeutig eine wirkungsvolle Therapiealternative zur Verbesserung der ausdauernden Aufmerksamkeit und Reduzierung des Angstniveaus bei Kindern mit ADHS dar.
Abstract
(Englisch)
Music and relaxation improve sustained attention and reduce anxiety in children with ADHD.
The purpose of this dissertation was to determine if a specific Audio Method (AM) developed by myself could contribute to increasing (1) sustained attention and (2) decreasing anxiety in a group of children (7 to 12 years) with ADHD. And if so, (3) to what extent (dose-effect).
The participants in the study were 156 children aged 7 to 12 who have been diagnosed with ADHD, who attend the Spanish State School “Dionisia Plaza” – “Centro de Rehabilitación Médico Psicopedagógico Dionisa Plaza”, in Madrid, Spain. The 156 children were distributed in two groups A and B. Initially, my intention was to apply a full crossover design with the two groups, however after completing the tests, I decided to focus the doctoral work only on the results of group A. A total of 79 children participated in the study, divided into four years, from second to sixth grade, and between seven and twelve years old. There was a total of 13 females and 65 males, and all were diagnosed with ADHD. The distribution was as follows: fourteen children in second grade, fourteen in third grade, sixteen in fourth grade, seventeen in fifth grade and 18 in sixth grade. 36 of the children in Group A were undergoing medical treatment, with methylphenidate (Ribufen, Concert or Medikinet) and atomoxetine (Strattera). The testing period for group A represented nine weeks: first three-week period + second three-week period + third three-week period. The design was as follows: The group was treated with AM in the first 3 week period and in the third 3 week period. During the treatment period, children listened to the AM in their classroom before starting lessons, first thing in the morning every day. There was also a 3-week post-treatment data collection period to determine if the results obtained after treatment varied or remained unchanged. These were A’s second 3 week period. So there were three interval change scores, corresponding to the change from test 1 to test 2, test 2 to test 3, or test 3 to test 4, and there was also an overall change score from test 1 to test 4. Testing with Subtest Coding (WISC) for sustained attention followed four times: at the beginning and end of each 3-week period. Testing with STAIC and CAS to establish the anxiety levels of the children with ADHD followed at the beginning and the end of the 9-week testing period. In this case were two interval change scores: test 1 to test 2. After the first three weeks of treatment, the mean attention score of these 78 students (78 subjects in Group A who had all four test scores) shifted by 1.62; over the second interval, by 2.17. From measurement 2 to 3, interval with no musical stimulus, the scores did not decrease on average. By the end of the clinical trial, of 78 children with complete data, 71 showed an improvement over the nine weeks. The median change was 4, matching the computed mean change of 4.2. This meant that the effect size of the net treatment was about 1.07 as normalized, which is unprecedented in the literature of music therapy. Similarly, the two intervals of musical stimulus showed similar increments, which implies a dose-response relationship for the treatment as a whole, whereby doubling the dose doubles the effect on the outcome score.
Concerning anxiety, after the nine weeks of treatment, the mean anxiety score of 28 students (aged 7 to 8) tested with CAS in Group A shifted by 18.75 and the effect size was about 0.74; by the end of the clinical trial, 19 out of 28 children had reduced anxiety, and 7 had a change score below zero. 48 children aged 9 to 12 with complete data were tested with STAIC. 24 showed a reduction in State Anxiety, but only 8 had a change in score below zero, 27 improved in Trait Anxiety and 14 had a change score below zero over the nine weeks. The median change was 11.75 and 11.2 respectively, This meant that the effect size of the net treatment for children aged 7 to 8 was about 0.96 and for children aged 9 to 12, 0.96 in State anxiety and 0.40 in Trait anxiety, as normalized. According to these findings, the treatment with AM clearly provides a valid therapeutic alternative to improve sustained attention and to reduce anxiety in children with ADHD.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
ADHD children anxiety audio method
Schlagwörter
(Deutsch)
ADHS Kinder Auditive Methode Angstzustände
Autor*innen
Marta Avelina Toro
Haupttitel (Englisch)
Effects of an audio method on sustained attention and anxiety in children with ADHD
Paralleltitel (Deutsch)
Wirkung einer auditiven Methode auf Aufmerksamkeit und Angstzustaende bei Kindern mit ADHS
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
121 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Hugo Liano ,
Horst Seidler
Klassifikation
42 Biologie > 42.99 Biologie: Sonstiges
AC Nummer
AC10679098
Utheses ID
21175
Studienkennzahl
UA | 091 | 439 | |
