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Durch Tanzgelegenheiten im Sport- und Bewegungsunterricht (Bewegungs-)Räume eröffnen und erweitern
theoretische Betrachtung unter mädchenparteilichen Prämissen
Petra Aigner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Betreuer*in
Rosa Diketmüller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.2478
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29934.25699.473662-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Durch eine geschlechtsspezifische Körper- und Bewegungssozialisation eignen sich Mädchen und Frauen Räume anders an als Jungen und Männer bzw. sind ihnen Räume unterschiedliche zugängig. Sie nutzen ihren persönlichen und sozialen Raum tendenziell weniger und gehen auch bei der Raumaneignung defensiver vor als Jungen und Männer. Dies wirkt sich einschränkend auf den persönlichen Handlungsspielraum von Mädchen und Frauen aus und reproduziert gleichzeitig die patriarchalen Machtverhältnisse unserer Gesellschaft. In der vorliegenden Arbeit wird das weibliche Raumaneignungsverhalten aufgegriffen. Es wird unter mädchenparteilichen Prämissen diskutiert ob und in welcher Form Tanz im Rahmen des Sport- und Bewegungsunterricht einen Beitrag zur Eröffnung und Erweiterung des Körper- und Bewegungsraumes von Mädchen und weiterführend ihres persönlichen Handlungsspielraumes leisten kann. Eingangs wird ein Blick auf forschungsmethodische Ansätze der Frauen- und Geschlechterforschung geworfen. Anschließend werden Sozialisationstheorien im Hinblick auf die weibliche Sozialisation mit konkretem Interesse auf die Körper- und Bewegungssozialisation von Mädchen aufgegriffen. In einem nächsten Schritt wird die Verwobenheit von Geschlechterverhältnissen und Raumstrukturen thematisiert. Soziologische Raumtheorien werden vorgestellt, Räume definiert und es wird ein theoretischer Rahmen für die vorliegende Arbeit geschaffen. Nachfolgend werden die Ziele und didaktischen Prinzipien eines mädchenstärkenden Unterrichts als Grundlage für die weiteren Ausführungen angeführt. Tanz wird in der vorliegenden Arbeit als eine Gelegenheit für Mädchen betrachtet, im Sport- und Bewegungsunterricht neue Bewegungs- und Erfahrungsräume zu erkunden, zu erweitern und zu nutzen. Neben tanztheoretischen Grundlagen rückt die pädagogische Relevanz vom Thema Raum in der Bewegungserziehung, die an einigen ausgewählten Grund-Bewegungsthemen von Laban veranschaulicht werden soll, ins Blickfeld. An der Contact Improvisation wird unter Berücksichtigung mädchenstärkender Prämissen exemplarisch aufgezeigt, welche Chance diese Tanzrichtung hinsichtlich Raumnutzung und Mädchenstärkung bereithält. Die Arbeit schließt mit der Problematik des Transfers. Zuletzt werden die Inhalte der Arbeit kurz zusammengefasst und Möglichkeiten für weiterführende Anknüpfungspunkte dargestellt. Die Themenbereiche „Tanz, Raum und Geschlecht“ werden vorrangig aus einem theoretischen Blickwinkel betrachtet. Es handelt sich um eine hermeneutische Auseinandersetzung mit dem Thema. Ich stütze mich dabei auf bereits vorliegende theoretische Arbeiten (persönlich ausgewählte Texte). In der vorliegenden Arbeit wird Frauenforschung betrieben.
Abstract
(Englisch)
A result of gender-specific body posture and movement socialization, girls and women acquire their personal space differently than boys and men. Stated in another way, their view of its accessibility is not the same. As a rule, girls and women use their personal and social space less and more frequently go on the defensive when acquiring this space than their male counterparts. This has a limiting effect on the way girls and women interact socially while reinforcing patriarchal positions of power in our society. In this paper, the behavioral aspects of how females acquire and interact with their personal space are discussed. Proceeding from girl-specific assumptions, whether or not, and inwhat form, dancing as a part of physical education can contribute to the creation or expansion of body and movement posture for girls and by extension, to their personal latitude of maneuverability. At the beginning of this paper, research methodologies in women's and gender studies are discussed. Then, theories of socialization with regard to feminine socialization with a concrete interest in body and movement socialization of girls is handled. In a following step, the interwovenness of gender conditions and spacial structures is given special consideration. Sociological theories of space are introduced, space is defined, and a theoretical framework for this thesis is laid. Then, the objectives and didactic principles for instruction methods for enhancing the self-esteem of girls as a basis for additional steps are delineated. In this paper, dance is viewed as an opportunity for girls in physical education, to explore new body posturing and movement and experiential spaces, to expand these spaces and to use them. Along with the basics of dance theory, the educational relevance of the topic of space in dance education based on some of the fundamental movement forms of Laban are looked at. In Contact Improvisation, exemplary assumptions for enhancing the self-esteem of girls are listed and which chances these danceforms offer in terms of space utilization and enhancing girls' self-esteem. The paper concludes with a discussion of the problem of transfer. Lastly, the contents of the paper are summarized and possibilities for more related areas of work are presented. The areas of "Dance, space and gender" are viewed primarily from a theoretical perspective. This is a hermeneutic analysis of the topic. I base it on already existing theoretical work (personally selected text). In this paper, women's studies are undertaken.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Women's Studies behavior in aquiring personal space dance self-esteem for girls Sports and Dance Education
Schlagwörter
(Deutsch)
Frauenforschung Raumaneignungsverhalten Tanz Mädchenstärkung Sport- und Bewegungsunterricht
Autor*innen
Petra Aigner
Haupttitel (Deutsch)
Durch Tanzgelegenheiten im Sport- und Bewegungsunterricht (Bewegungs-)Räume eröffnen und erweitern
Hauptuntertitel (Deutsch)
theoretische Betrachtung unter mädchenparteilichen Prämissen
Paralleltitel (Englisch)
Creating and expanding an understanding of movement within personal space in sports and dance education. Theoretical analysis using "girl-specific" assumptions.
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
91 S.
Sprache
Deutsch
Klassifikation
76 Sport > 76.11 Sportsoziologie, Sportpsychologie
AC Nummer
AC07090967
Utheses ID
2119
Studienkennzahl
UA | 481 | 295 | |
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