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Kultur - Konflikt - Management
kultur- und konfliktsensitives Projektmanagement im Kontext von Entwicklungszusammenarbeit ; eine Analyse des Peace and Conflict Assessment Ansatzes unter Berücksichtigung des Integrativen Konfliktbearbeitungsverfahrens nach Graf, Kramer
Linda Schönbauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Hermann Mückler
DOI
10.25365/thesis.23749
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30232.84088.367770-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Mit den blutigen Auseinandersetzungen in Somalia (1992) und Ruanda (1994) wurde offenkundig, dass bisherige Interventionsstrategien und Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit nicht in der Lage waren, Konflikteskalationen zu verhindern. Seitdem fanden Konfliktbearbeitung und Friedensentwicklung zunehmend Eingang in die Praxis der Entwicklungszusammenarbeit.
Vermehrt wurden Methoden und Instrumente für die Konfliktprävention und die Friedenssicherung entwickelt, mit dem Ziel, die Entstehung, Ausweitung oder den (Wieder-)Ausbruch gewalttätiger Konflikte zu verhindern bzw. zu beenden, und Rahmenbedingungen für eine friedliche und gerechte Entwicklung zu schaffen.
Als eines der ambitioniertesten Programme für konfliktsensitive Entwicklungszusammenarbeit in Krisenregionen gilt der im Jahre 2007 von der Geselllschaft für internationale Entwicklung vorgestellte Peace and Conflict Assessment Ansatz (PCA). Die Grundidee des PCA ist, jegliche Handlungen dahingehend zu überprüfen, ob diese keine negativen Auswirkungen auf den Konflikt, das Konfliktumfeld oder die Konfliktparteien haben (Do No Harm).
Obschon der Peace and Conflict Assessment Ansatz in einem zuvor nicht dagewesenen Umfang versucht, gegenwärtige Defizite in der Entwicklungszusammenarbeit zu minimieren, zeigt die vorliegende Arbeit, dass dieser im Hinblick auf kultursensitives Vorgehen in EZ-Projekten immer noch defizitär verbleibt. Vor allem wird deutlich, dass der Rolle von kulturellen Faktoren, die das Konfliktgeschehen beeinflussen, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Insbesondere bleibt die Frage offen, inwiefern kollektive Muster und kulturelle Annahmen und Werte als die Konfliktparteien und somit die Konfliktkonstellation prägend wahrgenommen werden; nicht zuletzt da diese einen großen Einfluss darauf haben, wie Gewalterfahrungen be- bzw. verarbeitet werden.
Darüber hinaus lässt der Peace and Conflict Assessment Ansatz die Frage unbeantwortet, welche Parameter für die Bewertung von Handlungen im Hinblick auf positive oder negative Auswirkungen herangezogen werden.
Eine Möglichkeit, diese Defizite des Peace and Conflict Assessment Ansatzes zu minimieren bietet das Verfahren der Integrativen Konfliktbearbeitung nach Graf/Kramer, welches von der Annahme ausgeht, dass Konfliktkonstellationen von mehreren Faktoren wesentlich beeinflusst werden – den hinter den Zielen liegenden menschlichen Grundbedürfnissen, sowie den gesellschaftlichen Strukturen und den kulturellen Annahmen und Werten, in welche die Akteure eingebettet sind. Das Credo der Integrativen Konfliktbearbeitung ist, dass es erst durch eine intensive Auseinandersetzung mit den „verborgenen“ Ebenen des Konflikts möglich wird, diesen in seiner Komplexität zu erfassen und eine nachhaltige Konfliktbearbeitung in Gang zu setzen.
Im Interesse kultur- und konfliktsensitiven Projektmanagements im Kontext von EZA wird in der vorliegenden Arbeit daher vorgeschlagen, den Peace and Conflict Assessment Ansatz um Aspekte des Verfahrens der Integrativen Konfliktbearbeitung zu erweitern, respektive dessen Kultursensitivität, sowie das Paradigma menschlicher Grundbedürfnisse als Referenzrahmen für die Legitimität menschlichen Handelns in den PCA-Ansatz zu integrieren.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
culture conflict peace development interactive conflict transformation integrative conflict transformation development cooperation peace and conflict studies Wilfried Graf Gudrun Kramer Herbert C. Kelman
Schlagwörter
(Deutsch)
Kultur Konflikt Gewalt Frieden Entwicklung interaktive Konflikttransformation Entwicklungszusammenarbeit Friedens- und Konfliktforschung integrative Konfliktbearbeitung Wilfried Graf Gudrun Kramer Herbert C. Kelman
Autor*innen
Linda Schönbauer
Haupttitel (Deutsch)
Kultur - Konflikt - Management
Hauptuntertitel (Deutsch)
kultur- und konfliktsensitives Projektmanagement im Kontext von Entwicklungszusammenarbeit ; eine Analyse des Peace and Conflict Assessment Ansatzes unter Berücksichtigung des Integrativen Konfliktbearbeitungsverfahrens nach Graf, Kramer
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
VIII, 208 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hermann Mückler
Klassifikation
73 Ethnologie > 73.07 Entwicklungsethnologie
AC Nummer
AC10484465
Utheses ID
21236
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
