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Esprit DécorKonzeption eines Begriffs bei Marcel Broodthaers.
zur Konzeption eines Begriffs bei Marcel Broodthaers
Hannah Bruckmüller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Sebastian Egenhofer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.23803
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30189.57789.105062-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Als vorletzte Station der sechsteiligen Retrospektivenserie des belgischen Künstlers zeigt das Institute of Contemporary Arts London im Sommer 1975 „Décor. A Conquest by Marcel Broodthaers.“ Die Schau konstituiert sich in Form einer Objektpräsentation, eingeteilt in den ‚Raum des 19. Jahrhunderts‘ und den ‚Raum des 20. Jahrhunderts‘. Während in Ersterem verschiedenste Exponate wie Kriegsgerät, Palmen und Möbeln auf Grasmatten und Podesten ausgestellt sind, ist in Zweiterem ein Gartenmöbelensemble platziert, gerahmt von zwei Glasvitrinen mit neueren Waffenmodellen. Am Tag der traditionellen Militärparade Trooping the Colour dreht Broodthaers in den Ausstellungsräumlichkeiten den Film „La Bataille de Waterloo.“ Krieg und Komfort lassen sich, den Aussagen des Künstlers zufolge, als die beiden thematischen Grundpole dieser Ausstellung festmachen. Ob der prominenten Positionierung drängt sich die Frage nach dem Begriff Décor auf, dem sich die vorliegende Diplomarbeit zuwendet: Schließlich ist dieser – so lässt sich der Titel lesen – Inhalt und Gegenstand der von Broodthaers gezeigten Eroberung. Der Terminus Décor taucht im Spätwerk des Künstlers im Kontext seines „Musée d’Art Moderne, Département des Aigles“ sowie der Werkgruppe der „Jardins d’Hiver“ auf. Basierend auf einer umfassenden Analyse des Adlermuseums mit seinen einzelnen Sektionen sowie der verschiedenen Versionen der Wintergärten werden insbesondere jene Aspekte herausgeschält, die als relevant und weiterführend hinsichtlich des Begriffs Décor gelten können. Um dem Abstraktum Konturen zu verleihen, wird die œuvreimmanente Abhandlung durch eine sprachkulturelle Begriffsanalyse erweitert. Im Zuge derer werden nicht nur die vielfältigen Verständnismöglichkeiten von Décor, die sich in einem abzusteckenden Territorium zwischen Schmuck, Zierde und Kulisse bewegen, thematisiert, sondern auch die theoretische Verwendung des Begriffs, die vor allem in Rhetorik und Architektur fußt. Unter Rückbeziehung auf die Ausstellung im Londoner Institute of Contemporary Arts lässt sich der charakteristische Facettenreichtum, den der Begriff Décor birgt, konkretisieren und in weiterer Folge eine neue Lesart andenken, die seine Vielschichtigkeit widerspiegelt: In ihm kristallisiert sich eine Pluralität heterogener Thematiken, die theoretische, gesellschaftliche ebenso wie historische Spielformen anzunehmen vermag. Die Zielsetzung der Erschließung des Begriffs Décor mündet in einer Darstellung der ihm eingeschriebenen Bedeutungsvielfalt, die im Kontext des Schaffens von Marcel Broodthaers besondere Evidenz erlangt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Marcel Broodthaers Décor Institute of Contemporary Arts A Conquest by Marcel Broodthaers Jardin d'Hiver Musée d'Art Moderne Département des Aigles London 1975
Autor*innen
Hannah Bruckmüller
Haupttitel (Deutsch)
Esprit DécorKonzeption eines Begriffs bei Marcel Broodthaers.
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Konzeption eines Begriffs bei Marcel Broodthaers
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
153 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sebastian Egenhofer
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.06 Kunstphilosophie, Kunsttheorie ,
20 Kunstwissenschaften > 20.07 Kunstkritik, Kunstinterpretation ,
20 Kunstwissenschaften > 20.13 Kunstausstellung
AC Nummer
AC10672018
Utheses ID
21285
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
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