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Bedarfsgerechte familienpolitische Rahmenbedingungen für höher gebildete Frauen
potentielle Einflussmöglichkeiten zur Steigerung der Fertilität dieser Gruppe in Österreich
Gernot Schmiedt
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Betreuer*in
Karl Husa
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.23811
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30132.75393.841562-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem möglichen Einfluss familienpolitischer Rahmenbedingungen auf die Höhe der Fertilität abhängig vom Bildungsstand der gebärenden Mutter. Diese Fragestellung basiert einerseits auf wesentliche Unterschiede in der Fertilität zwischen höher und niedriger Gebildeten in Österreich, andererseits auch auf erheblichen Fertilitätsunterschieden der Gruppe der höher Gebildeten innerhalb der Länder der europäischen Union. Da es wesentliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Bildungsgruppen im Bereich der Fertilität und anderer fertilitätsbezogener demographischer Maßzahlen in Österreich sowie im Ländervergleich zwischen Österreich und den Ländern Skandinaviens gibt, zielt diese Diplomarbeit auf die Analyse von Unterschieden in den Familienförderungsregimen in Bezug auf diese Gruppe ab. Die methodische Vorgangsweise dieser Diplomarbeit baut auf einer Analyse der zu diesem Thema existierenden Theorie und ihre Umsetzung in der familienpolitischen Praxis auf. Mit Hilfe theoretischer Grundlagen werden Faktoren und Motivatoren die das Verhalten bzw. Handeln im Bereich der Reproduktion wesentlich mit bestimmen bzw. auf deren Grundlage Entscheidungen hierzu gefällt werden, identifiziert. Die vorgestellten Theorien reflektieren unterschiedliche Ansätze und die Entwicklung dieser von rein ökonomischen Erklärungsmodellen über rollentheoretischen bis hin zu biographischen Erklärungsmodellen aber auch historische Erklärungsmuster werden berücksichtigt. Um einen möglichen politischen Einfluss auf das Fertilitätsverhalten im Allgemeinen und im Speziellen auf diese Gruppe zu identifizieren, soll ein Vergleich des familienpolitischen Regimes Schwedens mit dem Österreichs durchgeführt werden. Dabei sollen Elemente der Familienpolitik die etwaige Auswirkungen auf das Fertilitätsverhalten ausstrahlen, identifiziert werden. Die daraus abgeleiteten möglichen Einflussfaktoren werden im Rahmen einer Analyse der familienpolitischen Rahmenbedingungen in den Ländern Österreich und Schweden berücksichtigt bzw. auf deren Grundlage bewertet. Um diese Rahmenbedingungen zu bewerten werden direkte monetäre und indirekte monetäre Förderungen sowie ökologische Rahmenbedingungen, Sachleistungen und rechtliche Strukturen in den Vergleichsländern dargestellt und verglichen. Die Wahl der Vergleichsländer basiert einerseits auf den grundsätzlich unterschiedlichen politischen Zugängen im Bereich Familie und Mutterschaft. Diese Unterschiedlichkeit wird durch die Darstellung von sogenannten Regimetypen der Familienpolitik dokumentiert. Andererseits kann aber auch auf wesentliche Unterschiede in der Fertilität zwischen höher und niedriger Gebildeten in Österreich, sowie des wesentlich geringeren Unterschiedes dieser Maßzahl innerhalb der Länder Skandinaviens im Vergleich mit Österreich verwiesen werden. Diese Unterschiede im Reproduktionsverhalten/handeln werden im Rahmen dieser Arbeit als Indikator für die Bewertung der familienpolitischen Programmpunkte hinsichtlich ihrer Bedarfsgerechtigkeit für die Gruppe der höher gebildeten Frauen herangezogen. Die Analyse der Auswirkungen von Familienpolitischen Rahmenbedingungen bezieht sich dabei auf den Ausgleich von Nachteilen bzw. Aufwänden die durch die Geburt von Kinder entstehen sowie insbesondere auf den etwaigen Einfluss der familienpolitischen Rahmenbedingungen auf das Fertilitätsverhalten der Gruppe der höher gebildeten Frauen. Durch die Analyse der Theorie und ihren Bezug auf tatsächliche familienpolitische Regime sowie dem direkten Vergleich zweier unterschiedlich „erfolgreicher“ Systemen der Familienpolitik in Bezug auf die Gruppe der höher Gebildeten, können etwaige „Erfolgselemente“ die Geburtenanreize für die untersuchte Gruppe in Österreich schaffen, identifiziert werden die noch nicht in das österreichische Förderregime implementiert wurden. Ebenso können mögliche Potentiale die das österreichische System der Familienförderung bergen könnte unter Berücksichtigung der relativ hohen Kosten der österreichischen Familienförderung festgestellt werden. Es sollte ein Überblick über die möglichen Bedürfnisse der Gruppe der höher Gebildeten in Bezug auf familienpolitische Rahmenbedingungen gegeben werden die sich offensichtlich von anderen Gruppen unterscheidet. Daraus kann sich ein Leitfaden für einen möglichen politischen Handlungsbedarf zur besseren Abdeckung der Interessen dieser Gruppe ergeben.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Familienpolitik Fertilität höher gebildeter Frauen
Autor*innen
Gernot Schmiedt
Haupttitel (Deutsch)
Bedarfsgerechte familienpolitische Rahmenbedingungen für höher gebildete Frauen
Hauptuntertitel (Deutsch)
potentielle Einflussmöglichkeiten zur Steigerung der Fertilität dieser Gruppe in Österreich
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
122 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl Husa
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.80 Sozialpolitik: Allgemeines ,
74 Geographie > 74.09 Sozialgeographie ,
89 Politologie > 89.42 Staat und Bürger
AC Nummer
AC10691164
Utheses ID
21292
Studienkennzahl
UA | 453 | | |
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