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HPV - eine widersprüchliche Karriere
zur Situation der HPV-Impfung in Österreich
Monika Gritsch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Bernhard Hadolt
DOI
10.25365/thesis.23860
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29416.38081.536370-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Situation der HPV-Impfung in Österreich und soll die damit im Zusammenhang stehenden sozialwissen-schaftlichen Implikationen außerhalb medizinisch-pharmazeutischer Expertisen und Dispute ein Stück weit klären. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Sonderweg, den Österreich hier seit 2007 beschritten und bis heute nicht verlas-sen hat.
Zahlreiche Gespräche, die zur Rekonstruktion der Geschehnisse mit politischen Entscheidungsträger_innen, Ärzt_innen, Vertreter_innen der pharmazeutischen Industrie, Sozialwissenschaftler_innen und Betroffenen geführt wurden, lassen dabei eine Reihe von Themen und Diskursen erkennen, die weit über die Frage hinausgehen, ob eine bestimmte Impfung implementiert, finanziert, angewendet oder abgelehnt werden soll. Vielmehr wird auf soziale, politische und auch kulturelle Entwicklungen und Veränderungen hingewiesen, die weitreichender sozialwissenschaftlicher und anthropologischer Analysen bedürfen. Im Vordergrund stehen dabei die Veränderungen der Geographie der Macht zwischen den Feldern Medizin und pharmazeutische Industrie, erkennbare Prozesse der so genannten Pharmaceuticalization der Gesellschaft und nicht zuletzt Fragen nach Autorität, Ethik, Verlässlichkeit und Vertrauen nicht nur im Hinblick auf diese beiden mächtigsten Domänen im Gesundheitswesen, sondern ebenso sehr in Bezug auf die wissenschaftliche Generierung von Wissen und dessen nachfolgende Transformation in Informationen, wie sie letzten Endes der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Die Auswirkungen all dessen auf von HPV betroffene Menschen, zum Beispiel auf Eltern, die vor der Entscheidung stehen, ihre Kinder bereits im Grundschulalter weniger gegen eine Krankheit als vielmehr gegen ein sexuell übertragbares Risiko impfen zu lassen, sind dabei keinesfalls zu unterschätzen.
Abstract
(Englisch)
This thesis is concerned with the introduction and situation of HPV-vaccination in Austria and explores both the related medical, pharmaceutical, and political negotiations as well as the associated anthropological and sociological implications. The main focus lies on the very specific Austrian way of dealing with the vaccines since their introduction throughout the wealthy North and West.
Numerous interviews with politicians, doctors, representatives of the pharmaceu-tical industry, social scientists, and persons affected by HPV in one way or the other were made to reconstruct the events at stake in Austria as of 2007. These conversations revealed various topics and positions that go far beyond the ques-tion of whether to implement a certain vaccine, to provide for its public funding, to adopt or disapprove it. Instead, they indicated a set of discourses concerning social, political, and cultural developments and transformations within the field of public health that need to be studied and analysed through socio-scientific and particularly anthropological approaches.
The basic issues identified are mainly related to on-going changes in terms of the power structure between (bio)medicine and the pharmaceutical industry, to observable processes of pharmaceuticalization and not least to questions of au-thority, ethics, trust and reliability not only in connection with these two most powerful institutions of the public health sector, but also and more general with regard to generating scientific knowledge, and transforming it into information provided to the public .
The significant effects on individuals affected by HPV, e.g. on parents, who have to decide on having their young children vaccinated against a primarily sexually transmitted risk that may or may not cause illness in the course of time, should not be underestimated.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
HPV vaccines cancer risk
Schlagwörter
(Deutsch)
HPV Impfungen Krebs Risiken
Autor*innen
Monika Gritsch
Haupttitel (Deutsch)
HPV - eine widersprüchliche Karriere
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Situation der HPV-Impfung in Österreich
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
125 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bernhard Hadolt
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC10493325
Utheses ID
21338
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
