Detailansicht

Der Einfluss von Ernährungswissen auf das Verständnis und den Gebrauch des GDA Nährwertkennzeichens
Eva-Maria Kaltenbrunner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Jürgen König
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.24021
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30484.07987.763054-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Ernährungsassoziierte Erkrankungen wie Adipositas, koronare Herzerkrankungen oder Diabetes sind heutzutage am Vormarsch. Aus diesem Grund versuchen Politik und Wirtschaft Möglichkeiten zu finden diese Erkrankungen vorzubeugen und den Menschen zu einem gesunden Lebensstil zu verhelfen. Die Mittel dafür sind vielfältig. Im Bezug auf im Handel verkaufte Lebensmittel forderte die Politik eine rechtlich einheitliche Lebensmittelkennzeichnung. Zu dieser verpflichtenden Nährwertdeklaration finden sich auf Produkten des Öfteren noch zusätzlich freiwillige Nährwertkennzeichen, wie es das GDA Kennzeichen ist. Nährwertkennzeichnungen sollen den Konsumenten während des Lebensmitteleinkaufes unterstützen, sich für eine gesunde Produktwahl zu entscheiden. In dieser Arbeit wurde ermittelt, ob zusätzliche Nährwertkennzeichnungen verstanden und gebraucht werden. Verhilft hierbei ein erhöhtes Ernährungswissen zu einem besseren Verständnis und somit höherer Verwendung. Methode: Zu dieser Thematik wurde in der vorliegenden Arbeit eine Online Umfrage zum Thema „Gebrauch und Verständnis des GDA Nährwertkennzeichen“ durchgeführt, um die Auswirkungen von Ernährungswissen auf diese zwei Aspekte, für den österreichischen Markt zu ermitteln. An dieser Umfrage nahmen 241 Konsumenten teil. Für die Auswertung der Ergebnisse wurde nach Ausschluss von Geschlecht (männlich), unvollständige Antworten und Alter (> 30 Jahren), 104 Naturwissenschaftlerinnen und 69 Konsumentinnen aus vergleichenden Studienrichtungen herangezogen. Diese beiden Gruppen sollten das unterschiedliche Niveau an Ernährungswissen darstellen. Ergebnisse: Es ergaben sich zwischen den beiden Gruppen signifikante Unterschiede hinsichtlich der Häufigkeit der Verwendung des GDA Kennzeichens. Expertinnen verwenden das GDA Kennzeichen signifikant häufiger als Laien (0,023 bei p <0,05). Des Weiteren erhielten sie die gewünschten Informationen signifikant schneller und fanden das GDA Kennzeichen signifikant hilfreicher während ihres Einkaufes (p= 0,033). Auch wenn die Ergebnisse darauf hindeuten dass das allgemeine Verständnis des GDA Kennzeichens in beiden Gruppen gut ist, so zeigte sich, dass komplexe Zusammenhänge von der Gruppe der Laien schlechter erfasst wurden. War das Verständnis des GDA Kennzeichens eines Konsumenten in beiden Gruppen hoch, so zeigte sich ein erhöhter Gebrauch des Kennzeichens. Ein signifikanter Einfluss in der Gruppe der Laien hatte das Einkaufverhalten. Jene die regelmäßig einkauften wussten signifikant besser über das GDA Kennzeichen Bescheid. Die subjektive Einschätzung ob nun das GDA Kennzeichen ihnen verhilft sich gesünder zu ernähren ergab unschlüssige Antworten für beide Gruppen. Sie würden das Kaufverhalten nicht ändern auch wenn das Produkt hohe GDA Werte aufweisen würde. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass Konsumenten mit erhöhtem Ernährungswissen Nährwertkennzeichen richtig verstehen und auch während des Einkaufes häufiger verwenden. Für jene die nicht durch ihre Ausbildung zu diesem Ernährungswissen kommen, könnte sich jedoch ein persönliches Interesse und die Auseinandersetzung mit dem Kennzeichen während des Einkaufes positiv auswirken. Für die Zukunft bedeutet dies, dass öffentliche Diskussionen und Aufklärungsarbeit auf diesem Gebiet positive Auswirkungen in Bezug auf gesunde Ernährung und bewusstes Einkaufen haben könnten, persönliches Interesse an diesem Thema sei diesem vorausgesetzt. Somit könnten in Zukunft gezielte Aufklärungsarbeit und Kampagnen über Lebensmittelkennzeichnungen die Aufmerksamkeit der Konsumenten erhöhen und deren Bewusstsein schärfen. Fraglich bleibt ob dies zu einem gesünderen Lebensstil verhilft.
Abstract
(Englisch)
Background: Nutrition associated diseases such as obesity, coronary heart disease or diabetes are now on rise. For this reason, politics and economy try to find ways to prevent this disease and to help people achieve a healthy lifestyle. The recourses for this are many. In terms of commercially sold food the policy called a legally uniform food labeling scheme. Besides that mandatory nutrition labeling of products can be found on many products such as the GDA nutrition label. Nutrition labeling should assist consumers during their purchase to make a healthy food choice. The aim of this study was to determine if additional nutritional labels are understood and used by people. Furthermore if nutritional knowledge increases understanding and succeed in greater use. Methods: On this issue I ran an online poll on "use and understanding of GDA nutrition label" conducted to determine the effect of nutrition knowledge on these two aspects, for the Austrian market. 241 consumers took part after the exclusion of gender (male), incomplete answers and age (> 30 years), 104 women scientists and 69 consumers from comparative studies were used. for the evaluation These two groups should represent the different levels of nutritional knowledge. Results: It occurred that there are significant differences in the frequency of use of the GDA label between the two groups. Experts use the GDA label significantly more often than amateurs (0.023 at p <0.05). In addition, they received the information significantly faster and found the label significantly more helpful while their purchase (0.033 at p <0.05). Even if the results indicate that the general understanding of GDA label was well in both groups, it turned out that amateurs had difficulties with complex relationships on that topic. Was the understanding of a consumer's GDA label high in both groups, it could be found an increased use of the label. A significant influence in the group of amateurs had their purchasing behavior. Those who shopped regularly understood the GDA label significantly better than the others. The subjective assessment of whether the GDA label helps the consumers to achive a healthier lifestyle showed inconclusive answers for both groups. They would not change the shopping behavior even if the product would have high GDA values. Conclusion: The results show that consumers with increased nutritional knowledge comprehend the meaning of nutrition label correctly and use it more frequently during their purchasing. For those who had no scientific background on nutrition the affect of personal interest and a regular personal shopping behavior could enhance their understanding and frequency of use. For the future, this means that public discussions and information campaigns in this area could have a positive impact in terms of healthy eating and conscious shopping; although under the circumstances of personal interest. Consequently, in the future, targeted education and campaigns to increase the attention of consumers on food labels and raise their awareness. The remaining question would be whether this contributes to a healthier lifestyle.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
nutritional knowledge GDA label understanding use
Schlagwörter
(Deutsch)
Nährwertkennzeichnung GDA Nährwertkennzeichen Verständnis Gebrauch Ernährungswissen
Autor*innen
Eva-Maria Kaltenbrunner
Haupttitel (Deutsch)
Der Einfluss von Ernährungswissen auf das Verständnis und den Gebrauch des GDA Nährwertkennzeichens
Paralleltitel (Englisch)
The impact of nutritional knowledge on understanding and use of the GDA label
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
110 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen König
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten ,
86 Recht > 86.56 Gesundheitsrecht, Lebensmittelrecht
AC Nummer
AC10703202
Utheses ID
21482
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1