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Trapped - der filmische Raum bei Martin Scorsese
Jana Havlik
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Wolfgang Greisenegger
DOI
10.25365/thesis.2509
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29190.31097.602253-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In meiner Diplomarbeit setze ich mich dem filmischen Raum, insbesondere in Martin Scorseses Werk auseinander.
Da es bis zum Erscheinen Rayd Khoulokis „Der filmische Raum. Konstruktion – Wahrnehmung – Bedeutung“ in 2007 noch keine Publikation gab, die sich ausschließlich und systematisch dem filmischen Raum, vom filmästhetischen Material ausgehend, widmete, liefert der Beginn dieser Arbeit nach Begriffsdefinitionen einen kurzen Überblick über einzelne Theorieansätze.
In Hinblick auf die narrativen Fähigkeiten von Bildern allgemein sind in den vier Kapiteln Raumwahrnehmung, Raumgestaltung, Raumwirkung und Raumverstehen die einzelnen Etappen der Konstruktion des Filmbildes (und damit auch des filmischen Raumes) von der Produktion über die Rezeption bis hin zur Kognition an Hand ausgewählter Theorien nachvollzogen.
Im Anschluss daran folgt ein Überblick über die einzelnen Elemente spezifisch der Raumkonstruktion im Film. Hier geht es um die einzelnen Möglichkeiten des Regisseurs den filmischen Raum aktiv zu gestalten, was sich vom Setting über die Kameraarbeit bis zur Post-Production zieht.
Es wird deutlich, dass nicht nur die Gestaltung des vorfilmischen Raums, sondern vor allem auch die spezifische Repräsentation desselben im Filmbild entscheidende emotionale oder kognitive Prozesse im Zuschauer auslöst, die auch unabhängig von der jeweiligen Narration stehen können.
Khouloki hat die einzelnen Raumtypen und ansatzweise auch ihre jeweiligen Wirkungen auf den Zuschauer kategorisiert. Eine gut anwendbare und sinnvolle Einteilung, über die ein Überblick geboten wird.
Nach diesen Vorinformationen steht dann Martin Scorseses Werk im Zentrum. Die vorgestellten Theorien werden mit Hilfe des etablierten Analyseinstrumentariums auf sechs seiner Filme angewendet.
Die Auswahl der Filme erfolgte nach praktischen Überlegungen in Hinblick auf die jeweilige Raum-Strategie. Es ging darum eine Raumsprache zu finden, die Martins Scorseses Filmen inne wohnt. Exemplarisch werden sechs seiner Filme auf ihre Räume durchbesprochen. Dabei konnte ich drei wiederkehrende Gestaltungsansätze ausmachen: den geschlossenen Raum, die Abgegrenztheit und die feindliche Inszenierung des filmischen Raumes.
Um zu zeigen, dass diese Strategien keine Einzelfälle darstellen, sondern sich mehr oder weniger stark ausgeprägt durch Scorseses Gesamtwerk ziehen, wird jeder Typ der Raumgestaltung durch ein Beispiel eines weiteren Films bekräftigt.
Im letzten Kapitel erfolgt dann eine Übersicht, wie die filmischen Räume im Universum der Filme Martin Scorseses mit der Figurentwicklung in den Filmen im Einklang stehen und dass sie wiederkehrende narrative Motive widerspiegeln. Es gibt Verfahren, die sich nicht nur durch sein ganzes Werk ziehen, sondern die auch viel über Scorseses Zugang zum Film und seinen Umgang mit dem Zuschauer aussagen.
Gerade bei Scorsese ist der filmische Raum ein starker Indikator für sein prinzipielles Filmverständnis. Dafür was er dem Film als Medium zutraut, dessen Wirkungsweisen und wie er diese einsetzt. Man könnte sagen der filmische Raum ist nicht rein ästhetisch von Interesse, sondern nicht zuletzt auch Ausdruck einer bestimmten Ethik Martin Scorseses sowohl gegenüber seinen Filmfiguren als auch im Umgang mit dem Zuschauer.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Martin Scorsese filmic space
Schlagwörter
(Deutsch)
Martin Scorsese Filmischer Raum
Autor*innen
Jana Havlik
Haupttitel (Deutsch)
Trapped - der filmische Raum bei Martin Scorsese
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
173 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Greisenegger
AC Nummer
AC07126725
Utheses ID
2150
Studienkennzahl
UA | 317 | 295 | |
