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Aspekte der innerfamiliären Anredeformen im Deutschen
Elisabeth Stricker
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Franz Patocka
DOI
10.25365/thesis.24120
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30076.67305.115970-1
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Anrede von Kindern an ihre Eltern im Deutschen. Die wichtigsten allgemeinen sprachwissenschaftlichen Theorien zur Anrede (u. a. Brown/Gilman, Ammon) werden zu Beginn dargelegt, um eine grobe Orientierung in diesem Forschungsfeld zu ermöglichen. Danach wird einerseits die sprachhistorische Dimension behandelt, welche die Veränderung der Elternanrede innerhalb der letzten etwa 500 Jahre aufzeigt. Die im Mittelalter und dem 18. Jahrhundert vorherrschende Pluralanrede (Ir, Sie) wurde zugunsten einer singulären Anrede (Du) ersetzt, bis schließlich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert eine Nennung der Eltern bei ihrem Vornamen als mögliche Option etabliert wurde. Die anschließende Darstellung der ersten Phasen des Spracherwerbs eines Kindes dient zur Begründung der Annahme von Jakobson, warum die Bezeichnungen für die Mutter und den Vater in den unterschiedlichsten, auch nicht miteinander genetisch verwandten Sprachen gleich bzw. ähnlich lauten.
Zur Vorbereitung auf die in dieser Arbeit durchgeführte Erhebung werden die For-schungen von Macha, Christen und Baust besprochen. Besonders die Beiträge von Macha und Christen gehen der Fragestellung nach, wie sich das Anredeverhalten an die Eltern in den letzten drei Generationen geändert hat. Dabei wird der Fokus auf die unterschiedlichen Bezeichnungen (Mutter, Mama oder der Vorname) gelegt. Die eigens durchgeführte Befragung gliedert sich in drei Teile. Zum einen werden zwei Gewährspersonen, die vor 1945 geboren wurden, zu ihrem Anredeverhalten an die Eltern befragt. Die dabei aufgeworfene Stiefelternanrede wird kurz thematisiert. Zum anderen versucht eine Umfrage in drei verschiedenen Kindergärten einen Einblick in die derzeitige Anredesituation zwischen Kindern und Eltern in Wien zu gewähren. Es werden 19 Kinder im Vorschulalter, darunter einige mit Migrations-Hintergrund befragt, sowie deren Eltern (insgesamt 28 Erwachsene). Ein wichtiger Punkt ist u. a. die Erhebung der möglichen Vornamennennung der Eltern anstatt einer konventionellen Rollenbezeichnung. Der letzte Aspekt widmet sich acht Fremdsprachen (darunter romanischen und slawischen), der Ähnlichkeiten und Unterschiede zum Anredeverhalten im Deutschen herausarbeitet.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
innerfamiliäre Anrede Elternanrede
Autor*innen
Elisabeth Stricker
Haupttitel (Deutsch)
Aspekte der innerfamiliären Anredeformen im Deutschen
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
104 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Patocka
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC10515142
Utheses ID
21567
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
