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Vegetations- und landschaftsökologische Indikatoren des Kulturlandschaftswandels
Katrin Euller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Thomas Wrbka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.24126
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30249.71527.262366-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Österreichische Kulturlandschaften sind heutzutage stark von intensiver Bewirtschaftung und naturferner Biotopausstattung geprägt. In einer stark transformierten Agrarlandschaft wird linearen, naturnahen Biotopen eine besondere Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität zugeschrieben. McCollin et al. (2000) betonen die Eignung von Hecken als Refugial und Habitat für Waldrandarten. In einer agrarisch geprägten Landschaft erfüllen Hecken eine wichtige Funktion als Korridore für Tiere und Pflanzen (Forman & Godron 1986). Die Veränderung der Kulturlandschaften in Zuge der Industrialisierung zeigt sich auch in der Struktur der Landschaft. Peterseil et al. (2004) beschreiben die Landschaftsstruktur sensu Forman & Godron (1986) als guten Prädiktor für Biodiversität als auch für die jeweilige Landnutzungsintensität. Diese Arbeit basiert auf dem Projekt „Landschaftsökologische Strukturmerkmale als Indikatoren der Nachhaltigkeit (SINUS)“ (Wrbka et al. 1999, Peterseil et al. 2004). Knapp fünfzehn Jahre nach den in Zuge von SINUS durchgeführten Kartierungen wurden in dieser Arbeit a) landschaftsökologische Entwicklungen in den ausgewählten Quadranten im Wiener Becken beschrieben und b) die Eignung der in Zuge von SINUS verwendeten Landschaftstrukturmerkmale als Indikatoren des Landschaftswandels getestet. Zusätzlich wurde die Auswirkung der Landnutzung auf die Vegetation der Hecken untersucht. In Zuge dessen sollte die Eignung der Hecken als potentielle Indikatoren des Landschaftswandels geprüft werden. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen einen starken Trend zur Polarisierung der Landschaft. Intensivierungen auf der einen Seite und Brachlegung, bzw. Umwandlung weniger rentabler Flächen auf der anderen Seite konnten festgestellt werden. Ebenso zeigen die Ergebnisse meiner Arbeit einen Verlust an linearen, naturnahen Elementen wie Hecken und Feldraine. Die verwendeten Landschaftsstrukturmerkmale wurden auf ihre Eignung als Indikatoren geprüft, wobei sich vor allem die Merkmale, die die Störungsintensität oder das Regenerationspotential von Flächen beschreiben als am besten geeignet erwiesen. Durch einen Vergleich der Assoziationen in den unterschiedlichen Quadranten und durch die Anwendung eines multivariaten Ansatzes, bei dem ein Set von „Landscape Metrics“ verwendet wurde konnte ein Zusammenhang zwischen der Landnutzung bzw. der Landschaftsstruktur und der Heckenvegetation festgestellt werden. Vor allem der Anschluss zu großflächigeren Gehölzgruppen und eine möglichst große Distanz zu intensiv genutzten Agrarflächen scheinen eine entscheidende Rolle für die Artenzusammensetzung in Hecken zu spielen.
Abstract
(Englisch)
Today Austrian cultural landscapes are characterised by intensive agriculture and more or less non-natural biotopes. Surrounded by heaviliy modified landscapes the often isolated remnants are not able to fulfil their function anymore (Loos 1995). In a transformed agricultural landscape, linear semi-natural landscape elements are of great importance for biodiversity conservation. McCollin et al. (2000) emphasise the suitability of hedges as refugial habitats for forest edge species. In intensive agricultural landscapes hedges are substantial as corridors for plants and animals (Forman & Godron 1986). The transformation of cultural landscapes during the industrialisation also affects landscape structure. Peterseil et al. (2004) describe landscape structure sensu Forman & Godron (1986) as a good predictor for biodiversity and land use intensity. This study is based on the results of the project „SINUS“ (Wrbka et al. 1999, Peterseil et al. 2004). Almost fifteen years after the landscape structure mappings in context of SINUS, this study a) investigates potential changes on landscape level in the selected research areas in the Vienna Basin and b) examines the suitability of landscape features in context of SINUS as indicators of landscape changes. Also the impact of land use on hedge vegetation was investigated, examining the suitability of hedges as potential indicators of landscape change. The results of this study indicate a trend towards landscape polarisation. Intensification of agriculture on the one hand and abandonment or transformation of less-profitable areas on the other hand were discovered. Also a loss of linear, semi-natural landscape elements, such as hedgerows and field margins, could be shown. The suitability of the landscape features (Wrbka et al. 1997, Peterseil et al. 2004) as indicators were investigated, showing that above all, features discribing anthropogenic disturbance or regeneration were the most appropriate for detecting landscape changes. By comparing plant communities of the research areas and using a multivariate approach, based on a set of landscape metrics, there has been a significant correlation between variables describing land use/landscape structure and hedge vegetation. Above all, connections to wide areas of wooded groves and a maximum distance to intensive agricultural areas seemed to be crucial for species composition in hedges.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
cultural landscapes landscape change indicators hedges
Schlagwörter
(Deutsch)
Kulturlandschaft Landschaftswandel Indikatoren Hecken
Autor*innen
Katrin Euller
Haupttitel (Deutsch)
Vegetations- und landschaftsökologische Indikatoren des Kulturlandschaftswandels
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
104 S. : Ill., graf. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Wrbka
Klassifikationen
42 Biologie > 42.90 Ökologie: Allgemeines ,
42 Biologie > 42.97 Ökologie: Sonstiges ,
43 Umweltforschung > 43.03 Methoden der Umweltforschung und des Umweltschutzes ,
43 Umweltforschung > 43.61 Umweltbelastung durch Land- und Forstwirtschaft
AC Nummer
AC10679171
Utheses ID
21573
Studienkennzahl
UA | 444 | | |
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