Detailansicht

Konzepte des naturnahen nachhaltigen Tourismus im alpinen Raum und ihre Umsetzung am Beispiel des Osttiroler Villgratentals
eine Analyse der Angebotsseite
Marion Hetzenauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Betreuer*in
Norbert Weixlbaumer
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.24175
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29685.50080.637470-4
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit behandelt das Konzept der nachhaltigen Entwicklung und wie es im Tourismus, und dabei im speziellen im Tourismus des Alpenraums angewandt wird. Einführend werden die Grundlagen der nachhaltigen Entwicklung mit Fokus auf den UN Bericht „Our Common Future“ und die UN Conference on Environment and Development 1992 (Rio-Konferenz) beschrieben. Da das Konzept der nachhaltigen Entwicklung vielfach und interdisziplinär diskutiert und interpretiert wurde, werden im Weiteren die verschiedenen Interpretationen der Nachhaltigkeit behandelt. Auch wichtige Kritikpunkte am Nachhaltigkeitskonzept werden angesprochen, konkret die Punkte „Keine klare Definition“, „Falscher Gebrauch des Begriffs“, „Ungleiche Konzentration von ökologischem und ökonomischem Fokus“, „Schwierigkeit zu messen oder zu vergleichen“, „ Nachhaltigkeit als Bekämpfung von Symptomen“. Tourismus ist als ein System verschiedener Umwelten und Teilprozesse zu verstehen. Im Laufe seiner Entwicklung hat sich auch Tourismus das Konzept der Nachhaltigkeit angeeignet. In verschiedenen Traditionen der Tourismusausübung, beschrieben von JAFARI als Plattformen (Advocacy, Cautionary, Adaptancy und Knowledge-based Platforms) und bei CLARKE modifiziert zu dem Verhältnis von Massentourismus zu nachhaltigem Tourismus zwischen Gegensatz und Konvergenz. Das bedeutet, dass in der gegenwärtigen Tourismusauffassung nachhaltige Strukturen sowohl in kleinstrukturiertem als auch in größer dimensionierten Tourismusformen anwendbar sind. Um die Entwicklung dieser Philosophie des nachhaltigen Tourismus nachvollziehen zu können, werden die Vorläufer des nachhaltigen Tourismus berücksichtigt, und dabei vor allem der sanfte Tourismus, der als Gegenkonzept zum Massentourismus konzipiert wurde. Sanfter Tourismus soll vor allem für lokale Bevölkerung und Gemeinschaften Vorteile schaffen. Nachhaltiger Tourismus fordert ein qualitatives und gleichmäßiges Wachstum zwischen den miteinander verbundenen Faktoren wirtschaftlicher Wohlstand, subjektives Wohlbefinden, optimale Befriedigung der Gästebedürfnisse sowie eine intakten Natur und Kultur. Ziel ist eine ausgeglichene Tourismusentwicklung, bei dem die positiven Interaktionen zwischen diesen Faktoren und ihren Zielen ausgebaut und die negativen verringert werden. Gemäß der Einteilung der Nachhaltigkeitsintensität (sehr schwache bis sehr starke Nachhaltigkeitsposition) kann Tourismus klassifiziert werden. Nachhaltiger Tourismus manifestiert sich in verschiedenen Ausprägungen, innerhalb des Naturtourismus zum Beispiel im Ökotourismus oder des Wildlife-Tourismus. Bei der Umsetzung dieser Tourismusarten ist aber nicht immer klar abzugrenzen, ob die Kriterien der Nachhaltigkeit dabei eingehalten werden oder ob der Bezug zur Nachhaltigkeit nur zu Marketingzwecken genutzt wird. Unter Berücksichtigung der Wirkung des nachhaltigen Tourismus auf die regionale Entwicklung und den vorangehenden Ausführungen wird der Versuch angestellt, nachhaltigen naturnahen Tourismus zu definieren und ihn anhand von Strategien und Maßnahmen im Alpenraum und im Untersuchungsraum, dem Osttiroler Villgratental, festzumachen. Mittels einer schriftlichen Umfrage bei den Tourismustreibenden im Villgratental werden folgende Fragen untersucht: Welches Nachhaltigkeitsverständnis haben die Befragten?/ Wirkt sich die Betriebsgröße auf die Umsetzung einer nachhaltigen Betriebsführung aus?/Wie wird Nachhaltigkeit im Tourismus in den Villgrater Tourismusbetrieben kommuniziert?/ Wie schätzen die Villgrater Tourismusbetriebe die Zukunft ihres Betriebs bezüglich Weiterbestehen und Ausbau In Qualität und Größe ein?/ Wie bewerten die Villgrater Tourismustreibenden den Tourismus im Villgratental?
Abstract
(Englisch)
This paper regards the concept of sustainable development and how it is applied in tourism, and alpine tourism in particular. To introduce the matter the basis of sustainable development the UN report “Our Common Future) and the UN Conference on Environment and Development 1992 (Rio-Conference) are described. The concept of sustainable development is discussed in multiple ways and scientific disciplines, so in following part concerns the different interpretations of sustainability. There are also mentioned fundamental points of critique, for example “no clear definition”, “wrong usage of the term”, “uneven concentration of ecological and economic focus”, “difficulties to measure and compare”. Tourism is to be understood as a system of various environments and subprocesses. In its development tourism has adapted to the concept of sustainable development. There are different traditions in tourism research, which JAFARI described as platforms (Advocacy, Cautionary, Adaptancy and Knowledge-based Platforms) and which CLARKE modified in the relationship of mass tourism and sustainable tourism in the spectrum of opposites to convergence. This means that in current tourism understanding sustainable structures can be adapted to small-scale tourism as well as to large-scale tourism. To comprehend this philosophy of sustainable tourism the predecessors of sustainable tourism are described, focusing on “soft tourism”, which was designed as an alternative to mass tourism. Soft tourism should bring advantages to local populations and communities. Sustainable tourism claims a qualitative and constant growth of the connected factors like economic wealth, subjective well-being, meeting the needs of guests as well as intact nature and culture. Its goal is a balanced development of tourism that increases positive interactions between those factors and reduces the negative ones. According to the intensity of sustainability, tourism can be classified in categories with a “very weak” sustainability position to a “very strong” sustainability position. Sustainable tourism manifests in various forms, for example as ecotourism or wildlife-tourism within the nature tourism context. But the implementations of these forms doesn’t always make transparent, if the criteria of sustainability are met or if the term is just used for marketing purposes. Considering the impact of sustainable tourism to regional development and the explanations above, it is attempted to define sustainable nature-based tourism and to explain it in the context of measures and strategies in the alpine region and the investigation area of the Villgratental in Eastern Tyrol. Following questions were investigated by a survey of tourism executives in the Villgratental: What understanding of sustainability do the respondents have?/ Does the structure of the business influence the implementation of sustainable measures?/ How is sustainability in tourism communicated by tourism operators in the Villgratental?/ How are the tourism operators in the Villgratental review their business in future considering expansions in quality and existence?/ How do the tourism operators evaluate tourism in the Villgratental?

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
tourism sustainable tourism sustainability ecotourism Eastern Tyrol
Schlagwörter
(Deutsch)
Villgratental Osttirol Tourismus nachhaltiger Tourismus Alpentourismus Ökotourismus Nachhaltigkeit
Autor*innen
Marion Hetzenauer
Haupttitel (Deutsch)
Konzepte des naturnahen nachhaltigen Tourismus im alpinen Raum und ihre Umsetzung am Beispiel des Osttiroler Villgratentals
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse der Angebotsseite
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
160 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Weixlbaumer
Klassifikationen
43 Umweltforschung, Umweltschutz > 43.33 Umweltfreundliche Nutzung natürlicher Ressourcen ,
43 Umweltforschung, Umweltschutz > 43.65 Umweltbelastung durch Freizeit und Erholung ,
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.00 Geographie, Anthropogeographie: Allgemeines
AC Nummer
AC10677534
Utheses ID
21620
Studienkennzahl
UA | 453 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1