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Zum Verhältnis von Kultur und Religion
Plylogizitäts-Potentiale der Kulturen im gegenseitigen Kulturaustausch anhand des Beispiels der Gülen-Bewegung
Ahu Temizsoy
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Franz Martin Wimmer
DOI
10.25365/thesis.24237
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29704.78605.479161-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Jede Diskussion darüber, was Kultur eigentlich ist, führt ins Uferlose und kaum anders verhält es sich mit Religion, obwohl es nicht an Definitionsangeboten fehlt. Trotz der großen Aufmerksamkeit, die diesen Begriffen zukommt, und der umfangreichen wissenschaftlichen Befassung liegt das Problem schon in der Definition. Eine allseits geachtete Begriffserklärung zu finden, ist bislang kaum einer Disziplin gelungen. Die vorliegende Arbeit wirft in ihrem ersten Teil einen interdisziplinären Blick auf das Begriffspaar. Der zweite Teil konfrontiert Thesen von einer scheinbaren Überlegenheit des Westens mit deren kritischen Gegenentwürfen.
Die Absicht dieser Arbeit besteht in diesem Zusammenhang darin, zu untersuchen, wie weit die Kulturen, deren Kontakte in Zeiten der Postmoderne einen komplizierteren Zustand und einen schneller laufenden Prozess besitzen, sich mit Hilfe der Möglichkeiten der Postmoderne und vor allem durch Einfluss der Religion für Dialogizität und Polylog öffnen können. Welche Bedrohung oder aber vielmehr Bedeutung hat die Religion für eine Kultur in einer Phase, in der sie sich durch die
andere (wieder)aufbaut? Die Geschichte eines zeitgenössischen Beitrags zu einer gesunden Dimension für Interkulturalität durch religiöse Überzeugung bietet dabei das Beispiel der Gülen-Bewegung, welche im dritten und letzten Kapitel behandelt wird. Ihre Erkenntnis der Korrektur-Philosophie, von der die Postmoderne geprägt ist, lässt sie von deren Möglichkeiten Gebrauch machen. Und zwar in einer Zeit, in der es nicht mehr zu übersehen ist, wie die These des "Zusammenpralls der Kulturen" aufgedrängt und abgezwungen wird, damit sie quasi ins Leben gerufen wird.
Abstract
(Englisch)
How and to what extent cultures come into contact today and take advantage of postmodernity, characterized by increased complexity and speed of communication? What is the role of religion in this process? Is religion an impediment or facilitator in the (re)construction of cultures through (engagement with) each other? This study aims at answering these questions in three steps and studies the case of the Gülen Movement. Conceptualization of culture and religion is by no means a simple matter and despite extensive scholarly research and debate no discipline has produced a universally accepted definition. Thus, first section discusses culture and religion from an interdisciplinary perspective. Second part tackles the claims of “western superiority” and its critics. Finally, the thesis provides Gülen Movement as an example of interculturalism through religious conviction. Gülen Movement’s knowledge of postmodernism’s correction-philosophy help them to tap into the opportunities postmodernity presents, during a period when “clash of civilizations” thesis has been imposed in order to be virtually realized.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Interkulturelle Philosophie Eurozentrismus Orientalismus Religion Kultur Polylog Dialog
Autor*innen
Ahu Temizsoy
Haupttitel (Deutsch)
Zum Verhältnis von Kultur und Religion
Hauptuntertitel (Deutsch)
Plylogizitäts-Potentiale der Kulturen im gegenseitigen Kulturaustausch anhand des Beispiels der Gülen-Bewegung
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
146 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Martin Wimmer
AC Nummer
AC11065293
Utheses ID
21668
Studienkennzahl
UA | 190 | 299 | 333 |
