Detailansicht

Die Gesellschaft in der Liquidation
ein Vergleichzwischen österreichischem und britischem Gesellschaftsrecht
Anton Pirringer
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Heinz Krejci
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.24317
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30397.05799.101462-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Dissertation werden jene Verfahren der geltenden Rechtsordnungen der Republik Österreich und der Teilländer England und Wales des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland verglichen, mit denen bestimmte juristische Personen liquidiert werden. Dies sind die österreichischen Gesellschaftsformen der Gesellschaft mit beschränkter Haftung und der Aktiengesellschaft sowie die britischen Gesellschaftsformen der Public Company limited by Shares und der Private Company limited by Shares. Die Arbeit ist in vier Abschnitte gegliedert. Im ersten wird die österreichische Rechtslage und im zweiten die britische Rechtslage beschrieben. Im dritten Abschnitt werden die beiden Rechtsordnungen hinsichtlich bestimmter Themenkreise verglichen. Dies sind ua die in der Liquidation bedeutsamen Begriffe, die Arten der Verfahren, die verschiedenen Organe, die Kompetenzen der Gläubiger und Gesellschafter sowie die Stellung des Liquidators bzw Masseverwalters. Dabei werden jene Verfahren miteinander verglichen, die dem Zweck dienen, nichtinsolvente Gesellschaften zu beenden, und jene, die dem Zweck dienen, insolvente Gesellschaften zu beenden. Daher wird dem österreichischen Verfahren nach dem GmbHG bzw AktG das britische Verfahren des Members’ Voluntary Winding Up und dem österreichischen Verfahren nach der IO die britischen Verfahren des Creditors’ Voluntary Winding Up und Winding Up by the Court gegenübergestellt. Im letzten Abschnitt werden die wichtigsten Unterschiede und Ähnlichkeiten zusammengefasst. Ein großer Unterschied zwischen den beiden Rechtsordnungen ist, dass es im österreichischen Recht nur ein Verfahren gibt, das für die Liquidation insolventer Gesellschaften vorgesehen ist, im britischen Recht dagegen zwei. Von letzteren findet sich für das Verfahren des Creditors’ Voluntary Winding Up keine Entsprechung im österreichischen Recht. Es beinhaltet mit der freiwilligen Einleitung und der Kontrollfunktion der Gläubiger nämlich sowohl Elemente des österreichischen Verfahrens nach GmbHG bzw AktG als auch Elemente des österreichischen Verfahrens nach der IO. Ein weiterer auffallender Unterschied betrifft die Verfahren zur Liquidation nichtinsolventer Gesellschaften. Der Liquidator im britischen Verfahren des Members’ Voluntary Winding Up hat nämlich unabhängig von der Gesellschaft zu sein, der Liquidator im österreichischen Verfahren nach GmbHG bzw AktG allerdings nicht. Ähnlichkeiten zwischen den beiden Rechtsordnungen erkennt man in der Existenz des Liquidators bzw Masseverwalters als spezielles Durchführungsorgan. Des Weiteren sind die Voraussetzung zur Einleitung des österreichischen Verfahrens der IO und des britischen Winding Up by the Court sehr ähnlich. Beide können sowohl bei Zahlungsunfähigkeit als auch bei Überschuldung eröffnet werden. Insgesamt kann festgehalten werden, dass es sowohl Unterschiede als auch überraschend viele Ähnlichkeiten zwischen den beiden Rechtsordnungen gibt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Liquidation winding up Rechtsvergleich britisches Recht Kapitalgesellschaft company Gesellschaftsrecht Insolvenzrecht
Autor*innen
Anton Pirringer
Haupttitel (Deutsch)
Die Gesellschaft in der Liquidation
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Vergleichzwischen österreichischem und britischem Gesellschaftsrecht
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
XIV, 240 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Heinz Krejci ,
Josef Aicher
Klassifikationen
86 Recht > 86.06 Rechtsvergleichung, Rechtsvereinheitlichung ,
86 Recht > 86.27 Gesellschaftsrecht
AC Nummer
AC11012138
Utheses ID
21738
Studienkennzahl
UA | 083 | 101 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1