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Die Entmündigung des jüdischen Künstlers
Kultur- und Rassentheorien des 19. und 20. Jahrhunderts als Legitimation der "Reinigung" deutscher Musik
Daniel Tiemeyer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Peter Eigner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.24441
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30282.42928.871870-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit werden das theoretische Fundament zur Legitimation der Entmündigung und Vertreibung jüdischer Künstler aus dem deutschsprachigen Raum anhand der zentralen Werke der Rassentheorien des 19. und 20. Jahrhunderts untersucht. Ausgangspunkt für die Quellenstudie bietet hierbei Richard Wagners Aufsatz „Das Judentum in der Musik“, der zum ersten Mal die Frage nach dem Beitrag jüdischer Musiker zur Kulturlandschaft der deutschen Musik aufwirft und den Einfluss des Judentums als negativ kategorisiert. Anschließend werden die umfangreichen ideologischen Werke Arthur de Gobineaus, Houston Stewart Chamberlains und Alfred Rosenbergs, die die Theorie der Überlegenheit der germanischen Rasse auch und vor allem im Bereich der Kunst und Musik kontinuierlich ausbauten, analysiert. Die Beiträge einer musikwissenschaftlichen Auseinandersetzung unter dem Zeichen des Hakenkreuzes, die sich dezidiert dem rassistisch fundierten und antisemitisch motivierten Ausschluss jüdischer Künstler widmeten, werden im letzten Abschnitt exemplarisch untersucht. Ziel der Arbeit ist es, die Kontinuitäten dieser sich von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis hin zum Nationalsozialismus erstreckenden Entwicklung aufzuzeigen und anhand des ausgewählten Quellenmaterials darzustellen.
Abstract
(Englisch)
This diploma thesis explores the theoretical basic for the legitimisation of the disenfranchisement and the purge of the Jewish artists from the German speaking countries based on the pivotal works of the theory of races of the 19th and 20th century. The initial point for the study of the sources consists of Richard Wagner’s article “Jewishness in Music” which considered the influence of Jewish musicians on the German sphere of music for the first time and evaluated it as a negative one. The extensive ideological works of Arthur de Gobineau, Houston Stewart Chamberlain and Alfred Rosenberg, who improved the theory of the superiority of the German race especially in art and music, are examined in the following part. The contribution of musicologists during the period of Nazism, who dedicated themselves to the racist and anti-Semitic motivated exclusion of the Jewish artists, are analysed in the last part. The main issue of this thesis is to show the continuity of this development from the middle of the 19th century up to the era of National Socialism and to illustrate this with the chosen source material.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Degenerate Music Abtisemitism Expulsion of Jewish Artists Theories of the human race (Gobineau, Chamberlain, Rosenberg) Cultural theories critic of art
Schlagwörter
(Deutsch)
Entartete Musik Antisemitismus Vertreibung jüdischer Künstler Rassentheorien (Gobineau, Chamberlain, Rosenberg) Kulturtheorien Kunstkritik
Autor*innen
Daniel Tiemeyer
Haupttitel (Deutsch)
Die Entmündigung des jüdischen Künstlers
Hauptuntertitel (Deutsch)
Kultur- und Rassentheorien des 19. und 20. Jahrhunderts als Legitimation der "Reinigung" deutscher Musik
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
194 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Eigner
Klassifikation
15 Geschichte > 15.43 Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
AC Nummer
AC10665967
Utheses ID
21850
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
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