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Zur Funktion von Objekten im dramatischen Werk von Thomas Bernhard
Marianne Schön
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Franz Eybl
DOI
10.25365/thesis.24556
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29255.42853.167466-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einem Thema, dem bislang nur ganz am Rande Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Viel wurde über Machtdispositive und mittlerweile schon einiges über Komik bei Thomas Bernhard geschrieben, aber dass hierfür Requisiten sehr stark eingesetzt werden, blieb bislang unbeachtet.
Die Arbeit teilt sich in zwei große Themenblöcke auf. Eingangs werden Begriffsdefinitionen von Ding, Ritual und Fetisch geliefert. Anhand dieser werden darauf folgend die mit Objekten verbundenen Machtstrategien analysiert, mit denen die Figuren gegen einander arbeiten. Dabei werden die Konstituierung der Macht, Unterdrückung und Widerstand genauer beleuchtet, sowie auf wiederholte Zeichen verwiesen. Diese werden bei Bernhard vielfach als deiktische Zeichen eingesetzt, die temporal in die Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft weisen können.
Ein Exkurs über das Künstlertum in den Dramen Bernhards ist eingerückt, der die höchst unterschiedlichen Kunstauffassungen der Figuren erläutert. Diese reichen von der genialischen, romantischen Auffassung von der Kunst als Idealem und Absoluten bis hin zu einem modernen Arrangement mit dem Kunstbetrieb und seinen Mechanismen, die die Figuren für sich zu nutzen wissen. Der Konnex zum Thema der Arbeit ergibt sich über die Requisiten, die mit dem jeweiligen Kunstanspruch und der Figur verbunden sind.
Abschließend wird ein Ausblick auf die Themenfelder Komik und Tragik geliefert, die bei Bernhard eng miteinander verknüpft sind und ebenfalls vielfach über Objekte in der Tradition der Commedia dell’arte gehandelt werden. Auch wird auf die Verbindung von Lazzi, Körperkomik, Slapstick und Bernhard eingegangen und aufgezeigt, mit welchen Strategien der Autor arbeitet, um Komik zu erzeugen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Thomas Bernhard Drama Komik Macht Unterdrückung Widerstand Ding Objekt Requisit Fetischismus Ritual Commedia dell'arte Lazzi Künstlertum
Autor*innen
Marianne Schön
Haupttitel (Deutsch)
Zur Funktion von Objekten im dramatischen Werk von Thomas Bernhard
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
107 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Eybl
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.82 Dramatik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.97 Texte eines einzelnen Autors
AC Nummer
AC10676123
Utheses ID
21943
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
