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Der Chiaroscuro-Holzschnitt
ein Definitionsversuch anhand ausgewählter Beispiele aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Italien
Elisabeth Jungwirth
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Monika Dachs-Nickel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.24601
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30103.29747.544665-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der thematische Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt in der Abhandlung des italienischen Chiaroscuro-Holzschnittes aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, welcher anhand der Werke der drei Formschneider Ugo da Carpi, Antonio da Trento und Niccolò Vicentino besprochen wird. Die Aufgabenstellung der Untersuchung ist die systematische Darstellung des Stils der drei Formschneider, wie er sich unter dem Einfluss der Vorlagenkünstler Tizian, Raffael und Parmigianino entwickelte. Des Weiteren wird der Versuch unternommen, die spezifischen druckgrafischen Merkmale, anhand welcher die jeweiligen Stile unterschieden werden können, herauszuarbeiten und zu beschreiben. Als Forschungsmethode ist die Form- und Stilanalyse vorgesehen worden, welche bei der Untersuchung der Chiaroscuro-Holzschnitte Anwendung findet und hierbei insbesondere zur Klärung des Verhältnis zwischen den Ton- und Strichplatten, der Gestaltung der druck-grafischen Formelemente sowie der Darstellungsweise der Glanzlichter in Betracht gezogen wird. Die in der Untersuchung gewonnenen Ergebnisse verdeutlichen die erhebliche Einflussnahme der bildlichen Vorlagen auf die ästhetische Erscheinungsweise eines Chiaro-scuro-Holzschnittes. Der differenzierte Umgang mit der Strichplatte und den Tonplatten weist einen wesentlichen Zusammenhang mit den bildlichen Vorlagen des jeweiligen Künstlers auf. Ugo da Carpi, der erste italienische Formschneider, der Chiaroscuro-Holzschnitte entwarf, brachte während seines Aufenthaltes in Venedig die einfache Helldunkel-Holzschnittmethode nach Bildvorlagen von Tizian und Raffael zum Einsatz. Obgleich Ugo da Carpi die Fortentwicklung des anfänglich verwendeten Zweiplattendrucks hin zum Mehrplattendruck in Rom ab dem Jahr 1518 unter dem Einfluss Raffaels einleitete, blieb Antonio da Trento in der einfachen Form des Chiaroscuro-Holzschnittes, dem Zweiplattendruck, tätig. Niccolò Vicentino orientierte sich zwar an Ugo da Carpis Mehr-plattendruck, jedoch lassen seine nach unterschiedlichen Vorlagenkünstlern geschnittenen Helldunkel-Holzschnitte eine stärkere Linienbetonung mittels der Strich- sowie der mittleren Farbtonplatte erkennen, als dies bei den Werken Ugo da Carpis der Fall ist. Es kann infolgedessen davon ausgegangen werden, dass sich die Formschneider durch den Bezug auf die Künstler der Bildvorlagen in ihrem Chiaroscuro-Holzschnittstil weiterentwickelt hatten. Letztendlich wird ersichtlich, dass das druckgrafische Medium des Chiaroscuro-Holzschnittes eine Spiegelung der jeweiligen Epochenstile sowie der entwickelten Personalstile der jeweiligen Künstler ist.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Chiaroscuro-Holzschnitt Ugo da Carpi Antonio da Trento Niccolò Vicentino Renaissance
Autor*innen
Elisabeth Jungwirth
Haupttitel (Deutsch)
Der Chiaroscuro-Holzschnitt
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Definitionsversuch anhand ausgewählter Beispiele aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Italien
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
134 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Dachs-Nickel
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.67 Italien ,
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC10797835
Utheses ID
21984
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
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