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Der Neoliberale Reformdiskurs in Polen und der Tschechoslowakei/Tschechien in den frühen 1990ern
Matthias Holl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Philipp Ther
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.24649
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29878.88000.909462-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In den frühen 1990ern kam es unter anderem in Polen und in der Tschechoslowakei zur umfassenden Transformation des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Systems, nämlich zur Transformation in kapitalistische Demokratien. Der Fokus dieser Diplomarbeit liegt dabei darauf wirtschaftswissenschaftliche und ideologische Fragen mit der Darstellung der Reformpraxis und einer Diskursanalyse zentraler Akteure, zu verbinden. Gemeinsam dienen diese Teilbereiche des Themas zur Darstellung des Reformdiskurses im Rahmen des Rechtsruckes in Wirtschaftswissenschaft und -politik ab den 1980ern. Einige der wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden bearbeiteten Fallbeispielen, betreffen die vergleichsweise konfliktreiche Austragung ideologischer Differenzen zu Beginn der Reformen in der tschechoslowakischen Innenpolitik, im Gegensatz zum sofortigen Start der polnischen Reformen im Zeichen der „Schocktherapie“ und der hohen Instabilität der dortigen Transformation. Zentrale Elemente der tschechoslowakischen Transformation waren die vergleichsweise starke sozialpolitische Komponente, sowie die rapide Coupon-Privatisierung. Auf polnischer Seite hatte man es dagegen mit hoher Arbeitslosigkeit und starkem Widerstand gegen die Privatisierung, als wichtige Konfliktthemen, zu tun. In der Rhetorik und Argumentation der beiden zentralen Reformpolitiker, Václav Klaus und Leszek Balcerowicz, ist die neoklassische Grundierung klar sichtbar, wobei das Gesamtpaket jedoch, je nach dem jeweiligen Reformkontext, eine eigene Prägung aufweist. Rhetorik und Argumentation spiegeln dabei nur bis zu einem gewissen Grad die länderspezifischen Reformprogramme wider, bei Klaus ist diese Kluft jedoch signifikanter und ist gegen Ende des untersuchten Zeitraumes eine zunehmende Konvergenz zwischen Rhetorik und Praxis feststellbar. Die wirtschaftliche Transformation und Anpassung an das vorherrschende Paradigma der Marktdemokratie ist inzwischen erfolgreich beendet, wenn man Maßstäbe wie Wirtschaftswachstum und Anpassung an „Normalität“ als „Erfolg“ gelten lassen will.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Neoliberalismus neoklassische Ökonomie Leszek Balcerowicz Vaclav Klaus Polen Tschechoslowakei Tschechien Reform Transformation Wirtschaftspolitik Internationaler Währungsfond Weltbank Washington Consensus Wirtschaftswissenschaft
Autor*innen
Matthias Holl
Haupttitel (Deutsch)
Der Neoliberale Reformdiskurs in Polen und der Tschechoslowakei/Tschechien in den frühen 1990ern
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
137 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Philipp Ther ,
Josef Ehmer
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.49 Ostmitteleuropa ,
83 Volkswirtschaft > 83.02 Philosophie und Theorie der Volkswirtschaft
AC Nummer
AC10790406
Utheses ID
22031
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
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