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Recht auf öffentlichen Raum?
informeller Handel im Kontext urbanistischer Interventionen am Beispiel Quito
Kathrin Hopfgartner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Sabine Knierbein
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.24659
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29049.68398.294165-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Dieser Arbeit liegt die Annahme zugrunde, dass öffentliche Räume Orte sind, die eine Vermittlerrolle zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen einnehmen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Fallbeispiel, die urbanistische Intervention am Boulevard Naciones Unidas in Quito, Ecuador, behandelt. Öffentliche Räume wie der Boulevard sind in Quito ein strukturierendes Element der Stadtentwicklung. Dass dabei vor allem profitorientierte Aspekte im Mittelpunkt stehen, resultiert aus der Notwendigkeit „unternehmerischer“ Städte, ihre Position im globalen Konkurrenzkampf um Anerkennung und Investitionen zu stärken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der neoliberale Restrukturierungsprozess hatte in Lateinamerika nachhaltige Konsequenzen. Dies äußerte sich einerseits in der Zunahme der sozialen Ungleichheit und infolgedessen in der fortschreitenden räumlichen Fragmentierung. Andererseits war der massive Beschäftigungsanstieg im informellen Sektor ein zentraler Effekt der neoliberalen Reformen. Im Rahmen dieser Arbeit wird insbesondere der daraus resultierende Konflikt zwischen der Stadtverwaltung und den informellen Händlern, die im öffentlichen Raum tätig sind, behandelt. Dieses sehr kontroverse Thema wird am empirischen Fallbeispiel diskutiert. Dort musste im Zuge der Umbauarbeiten ein Großteil der informellen Händler weichen. An diesem Fallbeispiel wird zusammenfassend deutlich gemacht, dass die „Vermittler“- Rolle des öffentlichen Raumes (wie beispielsweise des Boulevards) in Frage gestellt wird, und dieser durch die städtischen Erneuerungsmaßnahmen stark unter Druck gerät. Unter anderem auf Grund dieser Tatsache gelten dort fortan auch unterschiedliche Prioritäten: Während die Interessen des Tourismus eine wichtige Rolle spielen, wird der informelle Handel nur ungern gesehen und zeigt die Widersprüche in einer Stadtpolitik des öffentlichen Raumes auf.
Abstract
(Englisch)
This thesis assumes that public spaces are places that take on the role of a mediator between different social groups. Against this background, the case study discusses the urban intervention at the Boulevard Naciones Unidas in Quito, Ecuador. In Quito, public spaces like the Boulevard are structural elements of city planning. Profit oriented aspects are a central topic in it. This is caused by the need of entrepreneurial cities to strengthen their position in the global competition for acknowledgment and investments and to increase their competitiveness. The neoliberal restructuring process had enduring consequences in Latin America. This caused the augmentation of social inequalities and therefore a progressing spatial fragmentation. Furthermore, and as a main effect of neoliberal reforms, employment in the informal sector increased massively. The main focus of this study is the resultant conflict between the municipality and the informal traders who are working in public space. This very contentious topic will be discussed in terms of the empirical case study where many informal traders had to disappear because of the urban renewal. In conclusion, this study demonstrates that the “mediating” role of public spaces (as for instance the Boulevard) is questionable and put under pressure because of the measures of urban renewal. Due to this fact, there are different priorities on the Boulevard: While the interests of tourism play a major role in this area, the informal trade is not very welcome. This fact demonstrates the contradictions of the urban policies concerning the public space.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
city planning urban renewal Latin America Quito public space informal trade
Schlagwörter
(Deutsch)
Stadtplanung Stadterneuerung Lateinamerika Quito öffentlicher Raum informeller Handel
Autor*innen
Kathrin Hopfgartner
Haupttitel (Deutsch)
Recht auf öffentlichen Raum?
Hauptuntertitel (Deutsch)
informeller Handel im Kontext urbanistischer Interventionen am Beispiel Quito
Paralleltitel (Englisch)
Right on public space?
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
155 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Knierbein
Klassifikation
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.73 Stadtsanierung, Stadterneuerung
AC Nummer
AC10737875
Utheses ID
22041
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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