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Die Rezeption von Frederi Mistrals Epos "Mirèio" im deutschen Sprachraum
Liese Bazant
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Alfred Noe
DOI
10.25365/thesis.24909
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29777.68228.952664-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der zweiten Hälfte des 19. Jh. kam es im Süden Frankreich zu einer großen Renaissance-Bewegung, die die zweite Schriftsprache des Landes, das Provençalische, reinigen, kodifizieren und zur Höhe einer Literatursprache heben wollte. Federführend war die Dichtergruppe der Félibrige. Der bedeutendste Dichter dieser Gruppe war Frederi Mistral (1830 – 1914). Sein erstes Versepos, „Mirèio“ (1859) wurde sein größter Erfolg, nicht nur im Inland, sondern auch in anderen Ländern.
Diese Arbeit untersucht nun, wie die Rezeption dieses Werks im deutschen Sprachraum war und ist. Die wissenschaftliche Rezeption beginnt mit der einsprachigen okzitanischen Ausgabe von Eduard Koschwitz (1900) und findet ihren Niederschlag in vielen Artikeln in wissenschaftlichen Zeitschriften.
Für die Verbreitung des Werkes auf dem allgemeinen Buchmarkt musste es ins Deutsche übersetzt werden, und so folgt in dieser Arbeit eine Geschichte der Entstehung und Verbreitung der verschiedenen Übersetzungen. August Bertuch ist der Schöpfer der am meisten verbreiteten Übersetzung und auch ein großer Kommunikator Mistrals durch viele Vorträge und Lesungen.
Die vielen Kritiken und Besprechungen in Zeitungen, Magazinen und Revuen geben ein gutes Bild von der Beurteilung des Epos im deutschen Sprachraum. Es zeigt sich auch, dass das Lesepublikum sich vor allem aus katholischen, konservativen und bildungsnahen Schichten kam.
Bei meinen Untersuchungen zeigt sich, dass dem Erfolg von Mistrals „Mirèio“ keine lange Dauer beschieden war. Sie bricht nach dem Ersten Weltkrieg ab, um in den Dreißigerjahren und im Dritten Reich kurz noch einmal aufzuleben.
Heute ist Mistral dem breiten Publikum völlig unbekannt, aber auch in Kreisen der Romanisten gibt es wenige, die sich mit ihm beschäftigen. Das ist bedauerlich, da die Sprachkraft und der poetische Schwung von „Mirèio“ wohl eine Renaissance verdienten. Es würde allerdings eine neue Übersetzung brauchen, um das Werk im deutschen Sprachraum wieder bekannt zu machen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
neuokzitanische Sprache Frederi Mistral Mirèio wissenschaftliche und volkstümliche Rezeption im deutschen Sprachraum die Übersetzungen
Autor*innen
Liese Bazant
Haupttitel (Deutsch)
Die Rezeption von Frederi Mistrals Epos "Mirèio" im deutschen Sprachraum
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
134 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alfred Noe
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption
AC Nummer
AC10712556
Utheses ID
22271
Studienkennzahl
UA | 393 | | |
