Detailansicht

Religion im Zusammenhang mit Prozessen der Migration, Diaspora und des Transnationalismus
Fallbeispiel: Ar-Rasheed, Nigeria Islamic Forum
Selma Mujic
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Johann Heiss
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.24931
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30168.56197.532759-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Konzepte „Diaspora“ und „Transnationalismus“ sind aus der aktuellen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Migrationsprozessen, die durch die Bedingungen der Globalisierung mitstrukturiert werden, nicht mehr wegzudenken. Hier werden einige Typologisierungsversuche von „Diaspora“ und „Transnationalismus“ vorgestellt und die beiden Kategorien einander gegenübergestellt, um sowohl Ähnlichkeiten und Überschneidungsfelder als auch Unterschiede auszumachen. In der Betrachtung von Religion/Islam im Zusammenhang mit Prozessen der Migration, Globalisierung, Diaspora und des Transnationalismus geht es um die Hinwendung zur Religion in migrantischen Kontexten, also um religiöse Aspekte diasporischer Erfahrungswelten. In diesem Rahmen beschäftigen mich die Fragen, welche Rolle Religion in der Migration bzw. Diaspora einnimmt, wie Diasporabildung und die Herausbildung diasporischer bzw. transnationaler Identitäten und Zugehörigkeiten durch Religion beeinflusst werden und welche Auswirkungen das Leben in der Migration/Diaspora auf Religion und religiöse Transformation hat. Religion kann eine zentrale Rolle in der Reformulierung von Identitäten und Zugehörigkeiten in der Diaspora einnehmen. Hier werden einige Bereiche des religiösen Wandels in der Diaspora, etwa die Universalisierung und Globalisierung religiöser Identitäten, herausgegriffen. Am Fallbeispiel der Moscheegemeinde „Ar-Rasheed, Nigeria Islamic Forum“ wird in die Art und Weise Einblick geboten, wie sich „migrantische afrikanische Muslime“ in ein diasporisches setting einbetten, Räume schaffen, diese ihren Ansprüchen entsprechend gestalten und wie sie sich in den multiplen und sich teilweise überschneidenden Räumen, in welchen sie sich bewegen, positionieren – im Staat, unter anderen (migrantischen) Muslimen, also im „Muslim space“ in Wien, innerhalb der interreligiösen Landschaft Wiens sowie im transnationalen Raum. Entlang welcher Identitäts- und Zugehörigkeitslinien formt sich die Gemeinschaft? Lässt sich die Gemeinde als Teil einer „Afrikanischen Diaspora“ oder einer weltweiten „Muslimischen Diaspora“ identifizieren oder überhaupt als diasporisch bzw. transnational definieren? Die MigrantInnen beteiligen sich in vielfältiger Weise an transnationalen Beziehungen und Aktivitäten und erhalten, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, Bindungen zu den Herkunftsländern aufrecht.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Religion Islam Migration Diaspora Transnationalismus religiöse Transformation "afrikanische MuslimInnen" in Wien
Autor*innen
Selma Mujic
Haupttitel (Deutsch)
Religion im Zusammenhang mit Prozessen der Migration, Diaspora und des Transnationalismus
Hauptuntertitel (Deutsch)
Fallbeispiel: Ar-Rasheed, Nigeria Islamic Forum
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
137 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johann Heiss
Klassifikationen
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.84 Islam: Sonstiges ,
73 Ethnologie > 73.55 Religionsethnologie: Allgemeines
AC Nummer
AC10504890
Utheses ID
22285
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1