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Ameisen als Arzneimittel
von der Antike bis zur Gegenwart
Jasna Klacar
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Wolfgang Kubelka
DOI
10.25365/thesis.2593
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30427.27690.281062-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Ameisen wurden schon immer von den Menschen bewundert und als Beispiel
für Fleiß genannt, unbekannt ist aber, wann sie zum ersten Mal als Arzneidroge
erkannt und als solche auch geschätzt wurden.
Schriftlich erwähnt hat sie bereits Plinius im 1. Jh. nach Christus. In der westlichen
Literatur werden aber auch Araber als die ersten Autoren der medizinischen
Anwendung von Ameisen bezeichnet. Bekannt ist allerdings, dass Araber viele
ältere Schriften übersetzt und so der westlichen Kultur zugänglich gemacht haben.
Da das 18. Jh. einen Höhepunkt für die Anwendung tierischer Drogen darstellt, sind
ab dieser Zeit auch die Ameisen in der Literatur vermehrt zu finden.
Bis dahin handelte es sich um überlieferte Erfahrungen, die man teilweise direkt aus
der Antike übernommen hatte. Auch im 18. Jh. war die Anwendung noch rein
empirischer Art, zumindest bei den meisten tierischen Drogen. Zu dieser Gruppe
zählen auch die Ameisen, die bis heute nicht umfassens erforscht sind. Ihre
Anwendung und Wirkung begrenzte man auf die reizende Wirkung der enthaltenen
Ameisensäure. Daher wurden sie dort angewandt, wo diese Reize eine für den
Patienten erwünschte Antwort des Körpers hervorruft.
Mit diesen Erkenntnissen und Anwendungsmöglichkeiten wird das Kapitel der
medizinischen Anwendung von Ameisen im 19. Jh. abgeschlossen, wo sie in der
Literatur nur noch selten als Arzneimittel erwähnt werden.
Mit dem Anfang des 20. Jh. versucht man viele empirisch angewandte Arzneimittel
bzw. deren Inhaltsstoffe zu erforschen, und stieß dabei auf bis dahin unbekannte
Ameisenarten, die viel aggressiver auf Angriff reagieren als die uns bekannten
einheimischen Arten. „Auf Angriff“ deshalb, weil die Ameisensäure und andere
Giftstoffe, die von Ameisen produziert werden, ausschließlich der Verteidigung
bzw. der Alarmierung der eigenen Artgenossen dienen sollten.
Die letzten zwei Jahrhunderte weisen keine wesentlichen Fortschritte in der
Erforschung von Ameisen als Arzneimittel auf. Der Grund liegt sicher auch darin, dass es noch sehr viele unbekannte Arten gibt, die es noch zu erforschen und zu
klassifizieren gilt. Anfänge sind aber gemacht, und es gibt immer wieder
Wissenschafter, die darin ihre Aufgabe sehen dieses noch sehr unbekannte Gebiet zu
beschreiten. In der vorliegenden Diplomarbeit wurde der Versuch gemacht, eine
Übersicht über die in der Literatur beschriebenen Anwendungen von Ameisen und
Ameisensäure als Arzneimittel zu geben. Dabei zeigte sich, dass Ameisen- trotz
früher Erwähnungen schon in der Antike- erst im 18. Jahrhundert einen wichtigen
Platz in der offiziellen Medizin einnahmen. Mit der Anwendung synthetischer
Arzneistoffe verloren sie ihre medizinische Bedeutung fast völlig und sind heute nur
noch in der Tradition volksmedizinischer Behandlungsweisen und in kleinem
Ausmaß als homöopathisches Arzneimittel zu finden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ameisen Ameisensäure
Autor*innen
Jasna Klacar
Haupttitel (Deutsch)
Ameisen als Arzneimittel
Hauptuntertitel (Deutsch)
von der Antike bis zur Gegenwart
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
79 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Kubelka
Klassifikation
44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC Nummer
AC07130855
Utheses ID
2230
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
