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The representation of tribal culture - past and present - in contemporary South African fiction
Barbara Katharina Herics
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ewald Mengel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25006
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29347.31370.825460-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Südafrika ist geprägt von einer einzigartigen Geschichte des Kolonialismus und Apartheid. 1991 wurde der jahrzehntelangen Unterdrückung der afrikanischen Bevölkerung ein Ende gesetzt, die sozioökonomischen Auswirkungen jedoch sind gegenwärtig noch immer spürbar. Aufgrund der Industrialisierung und der Apartheidpolitik verloren die Angehörigen der Stammesvölker nicht nur Ehre und ihren Stolz sondern auch ihre ursprüngliche Heimat und lang gepflegte Traditionen. Durch den Einfluss der westlichen Welt und der Modernisierung wurden traditionelle Werte, wie Familie, Gemeinschaft, der Glaube an die Vorfahren und damit verbundene Bräuche und Traditionen immer mehr in den Hintergrund gedrängt und es scheint fast so als wäre modernen Denken vom Ego bestimmt. Das Ziel dieser Arbeit ist es daher zu untersuchen wie die stammesvölkische Kultur im „neuen“ Südafrika, nach dem Fall der Apartheid, in ausgewählten Romanen der Gegenwart dargestellt wird. Passen sich Stammesvölker immer mehr an die moderne, von westlichen Einflüssen geprägte, Welt an und lassen ihre Bräuche und Glaubenssysteme, ihre Werte und Tugenden in Vergessenheit geraten? Oder aber gelingt es trotz der Zunahme an modernen Einflüssen diese Bräuche und Traditionen und somit ihre Kultur zu behalten? Für die Beantwortung dieser Fragen wurden Werke ausgewählt, die von Autoren unterschiedlicher stammesvölkischer Herkunft geschrieben wurden. Dazu gehören einerseits Zakes Mda der in seinem Roman The Heart of Redness (2000) einerseits die Kultur der Xhosa und in She Plays with the Darkness (1995) das in Lesotho spielt; der vom Ndebele-Volk abstammende Johnny Masilela mit We Shall Not Weep (2002) sowie Mandla Langa’s The Memory of Stones (2000) dessen Handlung im Volk der Zulu platziert ist. Die unterschiedliche ethnische Herkunft der Autoren und deren Werke ermöglicht sowohl Gegensätze als auch Gemeinsamkeiten der sozialen Probleme und Geschichte des neuen Südafrikas aufzuzeigen. Die Gemeinsamkeit aller Romane liegt in der Notwendigkeit aller Stammesvölker sich fortwährend mit der Dichotomie der Tradition und Moderne auseinander setzen zu müssen. In jedem der Romane stellt sich die Frage welcher Weg zum Modernismus der richtige ist und welchen Preis sowohl die Individuen als auch die Gesellschaft gesamt bereit ist dafür zu bezahlen. Anhand von ausgewählten Schlüsselkonzepten wie Identitätskonstruktion, dem Zwiespalt zwischen ländlichen und städtischen Leben, veränderten Geschlechtsrollen, sozialen und familiären Strukturen sowie der Dichotomie von westlicher Wissenschaft und autochthonem, traditionellem Wissen wird versucht die Darstellung indigener Kulturen in zeitgenössischen Romanen nachzugehen und zu analysieren. Letztlich muss erwähnt werden, dass der Wandel zum „neuen“ Südafrika noch nicht vollständig durchzogen ist und der Prozess der Selbstfindung des Landes noch andauernd. In wie fern es den indigenen Stammesvölkern gelingt sich im neuen Südafrika einzugliedern und trotz alle dem ihren Bräuchen und Traditionen treu zu bleiben ist noch offen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Southafrican literature tribes Zakes Mda Mandla Langa Johnny Masilela gender family society tradition modernism
Schlagwörter
(Deutsch)
südafrikanische Literatur Stammesvölker Zakes Mda Mandla Langa Johnny Masilela Gender Familie Gesellschaft Tradition Modernisierung
Autor*innen
Barbara Katharina Herics
Haupttitel (Englisch)
The representation of tribal culture - past and present - in contemporary South African fiction
Paralleltitel (Deutsch)
Die Darstellung indigener Kultur in ausgewählter zeitgenössischer südafrikanischer Romanliteratur
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
116 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ewald Mengel
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.74 Literaturwissenschaftliche Richtungen
AC Nummer
AC10815503
Utheses ID
22346
Studienkennzahl
UA | 343 | | |
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