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Re-Visioning Cyberfeminism
die Cyborg als Möglichkeit einer queeren Lektürestrategie
Natalie Lamprecht
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Anna Babka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25257
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29243.41791.755764-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ziel dieser Arbeit ist der Versuch, eine „cyberfeministische Perspektive“ für die Literaturanalyse zu formulieren, diese auf ausgewählte Literatur anzuwenden und im Zuge dessen sowohl die Möglichkeiten als auch die Defizite eines solchen Blickwinkels zu identifizieren. Mit der Aufforderung der Cyberfeministin Donna Haraway zum Schreiben gegen den „einen“, autoritären Code als Ausgangspunkt sowie mit stetem Bezug auf die Dekonstruktion, Gender und Queer Theory, Strategien der Ironie und Parodie sowie auf post- und transhumanistische Theorien werden, nach einer Genealogie des Cyberfeminismus, Ansätze für einen „literaturtheoretischen“ Cyberfeminismus formuliert, die Cyborg als Metapher für den sogenannten „Dritten Raum“ fruchtbar gemacht und Kritik- bzw. Schwachpunkte einer cyberfeministischen Theorie aufgezeigt. Bei der Anwendung der stets mit Schwerpunkt auf literaturwissenschaftlichen und rhetorischen Fragestellungen formulierten Thesen für ein „Cyber-Reading“ auf die ausgewählte Primärliteratur – Paulus Hochgatterers Dramolett: „Der Kopf (Du sollst Vater und Mutter)“ – werden schließlich kaleidoskopartig die Möglichkeiten cyberfeministischer Lesarten bzw. posthumaner Wesen und deren Handlungsspielräume bzw. (mögliches) Scheitern dargestellt. Sowohl die theoretischen Ausführungen zum Cyberfeminismus als auch die Lektüre der ausgesuchten Primärliteratur mit einem cyberfeministischen Okular zeigen, dass es möglich ist, eine Cyborg’sche Lesart zu konzipieren wie auch anzuwenden. Dieses „Cyber-Reading“ kann als Möglichkeit eines schwerpunktmäßigen Queer-Readings betrachtet werden, das Subtexte „lesbar“ macht, welche (sich) unter Umständen in den Textschichten (über-)lagern und möglicherweise verborgen blieben. Vor allem für Texte, die sich mit „ins Wanken geratenen“ (Dis-)Positionen, Oppositionen und Optionen auseinandersetzen, kann eine Cyborg’sche Lektürestrategie ein geeignetes Interpretationsinstrument sein, da sie zahlreiche Lesarten in einem multidimensionalen (Hyper-Text-)Raum eröffnet, miteinander verknüpft und auf diese Weise gleichberechtigt nebeneinander bestehen lässt.
Abstract
(Englisch)
This thesis undertakes to develop a strategy of literary theory based on theoretical writing about cyberfeminism, and to apply this strategy to a selected literary text, identifying the potentials as well as the deficits of such a perspective. After presenting a genealogy of cyberfeminism, recent articles on cyberfeminism are examined, following Donna Haraway’s appeal to write against “the” one single authoritarian code, with recurring reference to deconstruction, gender and queer theories, strategies of irony and parody as well as post- and transhumanist theories. Utilizing Haraway’s cyborg model as a metaphor for the so-called Third Space, a cyberfeminist approach to literary theory is outlined. Lastly, some theses for cyber reading, developed with a consequent focus on literary studies along rhetorical questions, are applied to a selected work of literature – the Austrian writer Paulus Hochgatterer’s mini-drama Der Kopf (Du sollst Vater und Mutter) [The Head (Thou Shalt … Father and Mother)] – presenting a kaleidoscope of new perspectives that are opened up by cyberfeminist readings, post-human bodies and their scopes of action, as well as their (potential) failure. The theoretical observations as well as the examination of the primary source of literature through a cyberfeminist lens show that it is possible to conceive and practice cyborg reading. Such cyber reading may be viewed as predominantly queer reading that uncovers subtexts which tend to overlap and might be lost in the textual layers. Especially for texts which discuss shifting (dis-)positions, oppositions and options, a cyborg reading strategy can be a suitable instrument of interpretation, as it opens up and connects multiple ways of reading which, in a cyberfeminist sense, coexist on an equitable level in a non-hierarchical, multidimensional (hyper-text) space.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Cyberfeminism Queer Reading Paulus Hochgatterer
Schlagwörter
(Deutsch)
Cyberfeminismus Queer Reading Paulus Hochgatterer
Autor*innen
Natalie Lamprecht
Haupttitel (Deutsch)
Re-Visioning Cyberfeminism
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Cyborg als Möglichkeit einer queeren Lektürestrategie
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
147 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anna Babka
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.89 Literaturtheorie: Sonstiges ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.10 Deutsche Literatur
AC Nummer
AC10715143
Utheses ID
22557
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1