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Die Tagebücher von Zinaida Gippius
Literarizität und literarisches Selbstverständnis
Manuela Wolfmayr
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Fedor Poljakov
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25318
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29111.36630.471065-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Diplomarbeit werden die Tagebücher von Zinaida Nikolaevna Gippius in Hinsicht auf das Konzept der Literarizität, den Zusammenhang von Literatur und Biographie und das literarische Selbstverständnis untersucht. Hierbei konzentriere ich mich insbesondere auf ihr „Petersburger Tagebuch“, welches aus mehreren Heften, Büchern und Notizblöcken besteht, jedoch als ein Ganzes gesehen werden soll. Ein einführendes Kapitel mit einem kurzen Überblick über den biographischen Werdegang und das Werk von Gippius sollen dem Leser die zeitgeschichtliche Einordnung ermöglichen und im Laufe der Arbeit öfters erwähnte Personen in Zusammenhang setzen. Kapitel 3 „Tagebuch“ setzt sich theoretisch mit der Gattung auseinander und stellt einige Interpretationsansätze vor. Für das Tagebuch als autobiographische Gattung erwähne ich Hocke, Boerner und vor allem Dusini, der versucht Eigenheiten dessen zu definieren und sich weiters mit den Topoi in der Rede über Tagebücher auseinandersetzt. In diesem Zusammenhang betrachtet er die Konzepte der Formlosigkeit, des Monologischen und des Privaten kritisch. Ein weiterer ausführlilch behandelter Aspekt wäre das Tagebuch als literarische Produktion. Durch Beispiele von Gräser, Dusini und Boerner wird versucht eine Abgrenzung zwischen literarischem und privatem Tagebuch vorzunehmen. Gräser definiert formale Gesichtspunkte und sogenannte „Kompositionselemente“. Diese nennt er Formdynamismus, Wiederholung, Zeitfolge und Geschichtlichkeit. Als möglichen Unterscheidungsfaktor bietet sich die Intention des Autors zur Veröffentlichung der Aufzeichnungen an. Erwähnt wird in Folge auch, dass es bei editierten Editionen zu Verfälschungen kommen kann. Anschließend wird der aktuelle Stand der Forschung in Bezug auf die Gattung Tagebuch und die Publikationen über Zinaida Gippius und die aktuelle Tagebuchforschung in Russland betrachtet. In dessen Folge gehe ich näher auf Gippius‘ sämtliche Tagebücher ein und konzentriere mich vor allem auf ihr „Petersburger Tagebuch“. Zurückkehrend auf meine Forschungsfragen wird daraufhin näher auf Boris Tomaševskij und seine Überlegungen zu Biographie und Literatur und auf Roman Jakobson und seine Theorie der Literarizität eingegangen. Beide Konzepte versuche ich auf die Tagebücher von Zinaida Gippius anzuwenden und mit Argumenten zu belegen. Abschließend gehe ich noch auf meinen zweiten Forschungsschwerunkt, das literarische Selbstverständnis und die Selbstdarstellung in den Werken, ein.
Abstract
(Englisch)
In this diploma paper I analyse the diaries of the Russian émigré poet Zinaida Gippius (or Hippius) using the concepts of poeticity, the coherence between biography and literature and the author's literary self-conception. In detail I write about her "Petersburg Diary", which consists of a few single books, notebooks and booklets that belong together and follow each other chronologically. In the beginning I provide an introductory chapter about the life and work of Zinaida Gippius, in order to locate often mentioned individuals, places and the political and social context in which her diaries are set. Furthermore, I will provide a critical overview of the international literature on the genre, focusing on the works of Russian literary scholars and recent publications on both the themes of her work and research on Gippius herself. I will assess the diaries using the literary concepts of Boris Tomashevsky, which centre on the importance of knowing biographical facts in understanding the works of an author, and Roman Jakobson, who established the term poeticity within the structural analysis of language during the period of Russian Formalism in the early twentieth century. The concluding chapter will be on the author's self-conception within her diaries, the image she paints of herself and the circumstances and social life of literary circles in St. Petersburg until 1920.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Gippius diary symbolism
Schlagwörter
(Deutsch)
Gippius Tagebuch Symbolismus
Autor*innen
Manuela Wolfmayr
Haupttitel (Deutsch)
Die Tagebücher von Zinaida Gippius
Hauptuntertitel (Deutsch)
Literarizität und literarisches Selbstverständnis
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
113 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Fedor Poljakov
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.73 Literaturtheorie: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen
AC Nummer
AC10742024
Utheses ID
22611
Studienkennzahl
UA | 243 | 361 | |
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