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Writing and self-construction in Charles Dickens's "David Copperfield" and "Great expectations"
Stojanka Radic
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ewald Mengel
DOI
10.25365/thesis.25344
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30212.32805.972761-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit analysiert die Art und Weise des Schreibens von Charles Dickens in seinen Romanen, David Copperfield und Great Expectations. Das Hauptziel der Arbeit ist es, Dickens Verwendung von Schrift in Form von autobiographischer Fiktion zu analysieren.
Während der viktorianischen Zeit wurde Dickens zum beliebtesten Schriftsteller. Sein Publikum war begierig darauf, alles, was es von ihrem Lieblings-Schriftsteller gibt zu lesen. Obwohl Dickens als ein offener Schriftsteller galt und sehr gerne über sich selbst sprach, war er in der gleichen Zeit auch eine sehr private Person. Es scheint als ob es er sehr vorsichtig war, was die Öffentlichkeit über seine innersten Gedanken und Gefühle erfahren könnte. Dennoch, hatte er einen Drang seine innersten Gedanken während der gesamten Karriere als Romanautor auf dem Papier niederzuschreiben. Daher formte sein Kampf zwischen der Selbst-Offenbarung und der Selbstverbergung die Art des Schreibens, vor allem in David Copperfield und Great Expectations.
Zwischen diesen beiden Trieben zerrissen, hat sich Dickens in Projekten wieder gefunden, wo er die fiktiven Ereignisse aus seinem Leben neu erfunden und in seine Romanfiguren eingebaut hat.
Die Hypothese der These ist, dass durch die fiktiven Charaktere von David und Pip, Dickens versucht seine Identität zu konstruieren, die persönliche wie die berufliche.
In der Arbeit wird die Analyse der autobiographischen Elemente in David Copperfield verwendet, um Dickens Selbst-Erfindung durch die Entwicklung von David zu illustrieren. Zusätzlich werden die fiktiven Elemente herausgenommen um zu zeigen, inwieweit Dickens bereit war, von sich zu geben, mit anderen Worten, wie viel wirklich von der Öffentlichkeit verborgen blieb.
Obwohl erkennbar, dass die autobiographischen Elemente aus Dickens Leben fehlen, zeigt die Analyse der Charaktere in Great Expectations, insbesondere Pip, Dickens Verbesserung in Bezug auf Selbst-Konstruktion.
Die Analysen haben gezeigt, dass Dickens Wunsch, über persönliche Erfahrungen zu schreiben, vor allem traumatische, in David Copperfield geboren wurden und markieren den Beginn seiner Reise in Richtung der Selbst-Konstruktion.
In David Copperfield, hat es Dickens geschafft, seine innersten Gefühle und Traumata zu artikulieren, indem er diese verschönert hat. Infolgedessen, war das Verfassen von David Copperfield nicht genug für Dickens um eine Katharsis zu erleben, es war aber der erste Schritt in Richtung Selbst-Therapie. Auf der anderen Seite, obwohl identische autobiographische Episoden fehlten, stellt Great Expectations die Verbesserung von Dickens Bezug auf Selbst-Konstruktion dar. Seine moralische Kritik, welche in diesen Roman dargestellt wird, verdeutlicht, dass Dickens auf dem richtigen Weg in Richtung der Erholung von früheren traumatischen Erfahrungen war. Nicht zuletzt, diese präzise Kritik demonstriert anschaulich Dickens Wachstum im Hinblick auf die Beziehung zu seinem Publikum. In David Copperfield erstellt Dickens den Charakter David, einen erfolgreichen Schriftsteller, zustimmend dem Publikum und vor allem sich selbst auch einer geworden zu sein.
Während der Entstehungsphase von Great Expectations, findet sich Dickens in einer Weise wieder, wie er durch harte Arbeit ein erfolgreicher Schriftsteller wurde, genauso wie Pip zu einem Gentleman wurde. Darüber hinaus wird in Great Expectations die Selbst-Konstruktion von Dickens ein besserer Mann geworden zu sein, ebenso wie Pip, reflektiert.
Nachdem sein Bewusstsein von Narben des moralischen Recht und Unrecht befreit wurde, fühle sich Dickens schließlich frei, über alles zu schreiben, was geschrieben werden musste, unabhängig davon, ob es sein viktorianisches Publikum annimmt oder nicht. Dickens, David Copperfield dient als Ausgangspunkt seiner Genesung von vergangenen Traumata und markiert den Beginn vom Bau einer neuen Identität. Die neu erbaute Identität in Great Expectations, in dem Dickens nur für „die Kunst des Schreibens“ schreibt, befreit ihn von den Gefühlen der lästigen Vergangenheit. Sein Weg zur vollen Selbstheilung wird in den nächsten Romanen fortgesetzt, jedoch stellen diese beiden Romane einen Dreh- und Angelpunkt dar, von dem Dickens Weg zur Selbst-Konstruktion und Selbst-Akzeptanz beginnt und auch den Höhepunkt erreicht.
Abstract
(Englisch)
This thesis analyses the manner of Charles Dickens’s writing in his novels David Copperfield and Great Expectations. The main objective of the thesis is to analyse Dickens’s use of writing in the form of autobiographical fiction.
Dickens’s urge to commit his most inner thoughts to the paper was present throughout his whole career as a novelist. Hence, his struggle between self-revelation and self-concealment shaped his way of writing, especially in David Copperfield and Great Expectations.
In the thesis, the analysis of autobiographical elements in David Copperfield is done in order to illustrate Dickens’s self-invention through the development of David. Additionally, fictionalised elements are demonstrated in order to show to which extent Dickens was ready to ‘give himself away’, in other words, how much he actually concealed from the general public.
The analysis had shown that Dickens’s desire to write about personal experiences, especially traumatic ones, was born in David Copperfield and marked the beginning of his journey toward the aimed self-construction. In David Copperfield, Dickens managed to articulate his most inner feelings and traumas, but only by beautifying them. Hence, the writing of David Copperfield was not enough for Dickens to experience catharsis; it was his first step towards self-therapy. On the other hand, although lacking identical autobiographical episodes, Great Expectations represents Dickens’s improvement in terms of self-construction. His moral criticism illustrated in this novel clearly shows that Dickens was on the right path towards the recovery from the past traumatic experience. In Great Expectations, Dickens’s self-construction is reflected in Pip’s moral improvement.
Dickens’s David Copperfield serves as a starting point in his recovery from past traumas and marks the beginning of the construction of a new identity. This newly constructed identity is achieved in Great Expectations in which Dickens writes ‘for the sake of art’.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
self-construction memory trauma autobiography self-revelation self-concealment
Schlagwörter
(Deutsch)
Selbst-Konstruktion Erinnerung Trauma Autobiographie Selbst-Offenbarung Selbstverbergung
Autor*innen
Stojanka Radic
Haupttitel (Englisch)
Writing and self-construction in Charles Dickens's "David Copperfield" and "Great expectations"
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
102 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ewald Mengel
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.70 Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC10815539
Utheses ID
22628
Studienkennzahl
UA | 343 | | |
