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Literarische Inszenierung von Frauenstimmen bei Ilse Losa
Julia Holzschuh
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Kathrin Sartingen
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25366
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30211.33831.445369-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die hier vorgelegte Diplomarbeit behandelt die literarische Inszenierung von Frauenstimmen im Roman Sob Céus Estranhos (1962) der deutsch-portugiesischen Autorin Ilse Losa. Da die Autorin als Jüdin vor dem Nazi-Regime nach Portugal fliehen musste und dort mit dem patriarchalen System des Estado Novo (1932-1974) konfrontiert wurde, hat sie sich in ihrem teilweise autobiografischen Werk oft mit dem Schicksal der Exilierten, aber auch dem der Frauen beschäftigt. In dieser Kombination bietet sich der Roman Sob Céus Estranhos besonders für eine Analyse an, da er durch den männlichen Erzähler/Protagonisten zu einem sehr maskulinen Text wird, dem man auf dem ersten Blick nichts Feminines ansieht. Es stellt sich daher die Frage, ob in dem Roman Frauenstimmen vorkommen, wie sie sich manifestieren oder ob der Texte möglicherweise eine rein männliche Sicht der Dinge wiedergibt. Es wird die Geschichte von Josef Bergers/José Montanhas Leben im Exil erzählt. Er trifft dort sowohl auf Frauen aus Portugal als auch anderen europäischen Ländern. Die Bekanntschaften mit so unterschiedlichen Frauenfiguren lässt zudem die Hypothese zu, dass in der Inszenierungsart von Portugiesinnen und Nicht-Portugiesinnen ein Unterschied feststellbar sein könnte. Im Zentrum der Arbeit steht dabei eine eingehende Figurenanalyse in Hinblick auf das Auftreten von direkten und indirekten Inszenierungsformen. Bevor jedoch die Analyse am Text möglich ist, beschäftigt sich die Arbeit mit Ilse Losas Leben und Werk, da gerade die Erlebnisse der Flucht und des Exils für die Autorin und ihr literarisches Schaffen prägend waren. Darauf folgend wird ein Überblick über den historischen Hintergrund gegeben, der sowohl für das Verständnis der Autorin als auch des Romans essentiell ist. Dabei sollen die Ereignisse die zum Estado Novo führten und daraufhin auch auf die Rolle, die der portugiesischen Frau während der Diktatur zuteilwurde, aufgezeigt werden. Das letzte Theoriekapitel bietet eine Übersicht der für die Arbeit wichtigen Ansätze der feministischen Literaturtheorie und der Erzähltheorie, besonders in Hinblick auf Butlers Gender Trouble und Beauvoirs Le Deuxième Sexe sowie dem Begriff der Fokalisierung von Gerard Genette. Den Hauptteil der Arbeit stellt die eingehende Analyse der Frauenstimmen/Frauenfiguren in Sob Céus Estranhos. Es wird untersucht, inwiefern die Frauenstimmen direkt oder indirekt inszeniert werden, wie und was der Rezipient über die Figuren erfährt.
Abstract
(Englisch)
This thesis is about women's voices and their representation in the novel Sob Céus Estranhos (1962) by Ilse Losa. In her youth she had to flee from Nazi Germany and ended up in Porto, Portugal, where she experienced the opression of the women during the period of the Estado Novo. In her autobiographical works Losa often treated the women's or individual fate. Regarding the novel Sob Céus Estranhos, at first sight a very masculine one, the following questions rise: are there women's voices and how do they appear or are presented? Is there a difference between portuguese and non-portuguese women? The main part of the thesis will be a detailed analysis of the types of representation of female characteres, using, as a basis, feminist literary theory and narratology.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Ilse Losa Sob Céus Estranhos Portuguese Literature Women's figures Estado Novo
Schlagwörter
(Deutsch)
Ilse Losa Sob Céus Estranhos Portugiesische Literatur Frauenfiguren Estado Novo
Autor*innen
Julia Holzschuh
Haupttitel (Deutsch)
Literarische Inszenierung von Frauenstimmen bei Ilse Losa
Paralleltitel (Englisch)
The representation of women's voices in the works of Ilse Losa
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
124 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kathrin Sartingen
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.81 Epik, Prosa ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.99 Literaturwissenschaft: Sonstiges ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.37 Portugiesische Literatur
AC Nummer
AC10759612
Utheses ID
22648
Studienkennzahl
UA | 236 | 357 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1