Detailansicht

Transkulturalität in der Literatur von Marion Bloem
Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur im Vergleich
Klaudia Keplinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Herbert Van Uffelen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25376
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29248.79202.744761-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ziel dieser Arbeit war es, aufzuzeigen, ob und wie die niederländische Autorin Marion Bloem transkulturelle Erfahrungen und Begegnungen in der alltäglichen Lebenswelt ihrer Figuren verarbeitet, und welche literarischen Techniken sie dafür anwendet. Es wurde dafür ein Vergleich ihrer Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur angestellt. Die Werke „Matabia of een lange donkere nacht“ (1981), „Mooie meisjesmond“ (1997) und „Geen gewoon Indisch meisje“ (1983) wurden als für die Autorin repräsentative Texte für eine narratologische Untersuchung und eine kulturanalytische Interpretation herangezogen. Transkulturalität ist breiter gefasst und zeitgemäßer als die Kulturkonzepte Multi- und Interkulturalität, die als überholt gelten in einer Zeit, in der man sich der Migrationstatsache bewusst ist und sich mit dieser konfrontiert sieht. Dieses von dem deutschen Philosophen Wolfgang Welsch erweiterte Konzept verlangt Offenheit gegenüber kultureller Vielfalt und gleichzeitig Differenzbewusstsein. Zentral steht darin der Gedanke, dass Menschen die Möglichkeit haben, gleichzeitig mehreren Kulturen anzugehören, dass sich Individuen gleichzeitig in und mit mehreren Kulturkreisen mehrfach identifizieren können. Transkultur ist demnach als eine individuelle Kultur aufzufassen. Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Doris Bachmann-Medick führt an, dass u. a. Kontrastspiegelung, Perspektivendoppelung, Selbstreflexion und Selbstrelativierung sowie erzählerische Verfremdung für die literarische Darstellung von „Problemen der Identität und Zugehörigkeit“ geeignet sind. Genau das trifft auf Marion Bloems Herangehensweise in ihrer Literatur zu: zumindest im Bereich der Jugend- und Erwachsenenliteratur. So ist laut Bachmann-Medick auch die Ausprägung von Stereotypen kennzeichnend für die Darstellung von Kultur und Identität, was in Bloems Kinderbuch „Matabia of een lange donkere nacht“, aber vor allem in „Mooie meisjesmond“ und somit in ihrer Jugendliteratur anzutreffen ist. Eine Gegenüberstellung der Jugend- und Erwachsenenliteratur Bloems anhand mehrerer Textpassagen aus „Mooie meisjesmond“ und dem Erwachsenenroman „Geen gewoon Indisch meisje“ zeigte vor allem Gemeinsamkeiten, aber kaum nennenswerte Unterschiede auf. Eine Thematisierung von Transkulturalität bzw. transkulturellen Identitäten findet sich in der Literatur von Marion Bloem in allen drei Bereichen, ihrer Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur, wieder. Es konnte schließlich in dieser Arbeit aufgezeigt werden, dass auch in der Kinderliteratur die Darstellung eines transkulturellen Daseins möglich ist. Durch Bloems Darstellungsweisen mithilfe der Reduzierung und Vereinfachung, was als typisch kinderliterarisch angesehen werden kann, konzentriert sich der Plot, und damit die Moral, auf das Wesentliche: Es wird damit, so zeigte es für mich die eingehende Untersuchung, von Bloem aufgezeigt, dass sich das Ausleben einer eigenen Transkultur durchaus auch einfach gestalten kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Transkulturalität Kinder- und Jugendliteratur Marion Bloem Kulturanalyse Mieke Bal
Autor*innen
Klaudia Keplinger
Haupttitel (Deutsch)
Transkulturalität in der Literatur von Marion Bloem
Hauptuntertitel (Deutsch)
Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur im Vergleich
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
87 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Herbert Van Uffelen
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.13 Niederländische Literatur
AC Nummer
AC10788383
Utheses ID
22658
Studienkennzahl
UA | 396 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1