Detailansicht
Erinnerung, Gedächtnis und Identität in ausgewählten Werken Laura Goodman Salversons und Kristjana Gunnars
Elisabeth Paleczek
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Barbara Agnese
DOI
10.25365/thesis.25394
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29191.51917.955170-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im späten 19. Jahrhundert führten schlechte Lebensumstände in Island und der Ausblick auf Verbesserung in einem anderen Land zu einer verstärkten Emigration besonders nach Kanada. Die isländischen Immigranten versuchten ein Neu-Island zu erschaffen und strebten die Bewahrung deren kulturellen und literarischen Erbes an, das von ihren Erinnerungen lebte. Das literarische Ergebnis kann in Zeitungen und zahlreichen Publikationen gefunden werden. Die Mühen und das neue Verständnis für eine aufkommende Bindestrich-Identität werden in den Werken Laura Goodman Salversons dargestellt, die selbst niemals auf Island war. Die Besonderheit ihrer Texte ist, die Bürde zweier Kulturen zu tragen, was zu einer inneren Zerrissenheit und zu einer Glorifizierung Islands führte. Diese Diplomarbeit zeigt – unter Berücksichtigung Helgasons (2007) ethnic markers – in welcher Weise Salversons Autobiographie Confessions of an Immigrant’s Daughter und ihr erster Roman The Viking Heart mit „isländischen Zeichen“ gefüllt sind, die auch einen Teil ihrer Identität begründen. Kristjana Gunnars‘ Familie emigrierte 1964, als sie sechzehn Jahre alt war. Für sie verursachte diese Migration eine Art Desorientierung. Im Vergleich zu Salverson ist es in schwieriger, „isländische Spuren“ zu finden, was die Frage aufwirft, welches die Merkmale einer isländisch-kanadischen Literatur sind. Der zeitliche Abstand zwischen den Autorinnen ist im Kontext dieser Arbeit kein Hindernis. Er ist sogar hilfreich, um einen Überblick der Entwicklung der Literatur der ersten Siedler bis zum textuellen Beitrag des späteren 20. Jahrhundert zu erlangen. Kritiker bemängeln des Öfteren einen zu betonten Zusammenhang zwischen Identität und Kultur. Diese Arbeit zeigt aber, dass man sich nicht einfach von seinen kulturellen Wurzeln trennen kann – besonders im Kontext der Migration.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Island Kanada isländisch-kanadische Literatur Identität Migration Gunnars Salverson Erinnerung West-Island
Autor*innen
Elisabeth Paleczek
Haupttitel (Deutsch)
Erinnerung, Gedächtnis und Identität in ausgewählten Werken Laura Goodman Salversons und Kristjana Gunnars
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
136 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Agnese
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption
AC Nummer
AC10723071
Utheses ID
22673
Studienkennzahl
UA | 393 | | |
