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Eltern, Erzieherfiguren und Kinder im 'Trojanerkrieg' Konrads von Würzburg
Cornelia Derndarsky
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Matthias Meyer
DOI
10.25365/thesis.25474
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29469.81805.652866-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Frage, ob das Mittelalter überhaupt eine Vorstellung von dem Lebensabschnitt Kindheit hatte und wie diese ausgesehen haben könnte, wird seit Philippe Ariès in der Forschung diskutiert.
In dieser Diplomarbeit wurde Konrads von Würzburg Werk 'Trojanerkrieg' auf die Darstellung von Eltern, Erzieherfiguren und Kindern hin untersucht und die Interaktion dieser Figuren untereinander analysiert. Dabei wurde zuerst auf die großen Kindheitsdarstellungen von Paris und Achilles in der Vorgeschichte eingegangen und in diesen wurden Beobachtungen zur Eltern-Kind-Konzeption bei Konrad herausgearbeitet, anhand derer sich Aspekte haben erkennen lassen, welche sodann auf ihre allgemeine Gültigkeit in der Darstellung von verwandtschaftlichen Beziehungen im 'Trojanerkrieg' geprüft wurden.
Es hat sich im Verlauf der Untersuchung zeigen lassen, dass Konrad sich das gewaltige, aus dem Mythos bereits vorliegende Verwandtschaftsgeflecht durch Auslassungen, Veränderungen und Erweiterungen des Quellenmaterials sowie Verschiebungen in der Akzentuierung des Figurenarsenals gegenüber seinen Quellen weiterentwickelt hat. Parallelen und Kontraste durchziehen die Kindheitsgeschichten und liefern so das Fundament und die Motivierung für das Verhalten der Protagonisten mit, was sich in jeder Interaktion der Figuren mit ihren Verwandten und den tatsächlichen Bezugspersonen ihrer Kindheit - sei es in Form von Kommunikation, sei es Körperkontakt - widerspiegelt.
Gewisse Konzepte des Dichters in bezug auf die Darstellung von Erzieherfiguren, Müttern, Vätern und Kindern und ihre emotionale Beziehung untereinander, die bereits in den Kindheitsdarstellungen aufgefallen sind und sich bis hin zu den Sonderfällen verfolgen haben lassen, sind anhand der Analyse sichtbar geworden. Ein Konzept von unbedingter Mutterliebe, welches die Frauengestalten stets das Leben und Heil ihrer Kinder zuvorderst stellen lässt, hat sich offenbart, ebenso wie die Entscheidungsprozesse der Väter, die oftmals zwischen dem Wohl ihrer Familie und ihres Landes abwägen müssen. Weiters ist auch der Einfluss der Erziehung und die emotionale Bindung zu Erzieherfiguren der Kindheit auf die Protagonisten bemerkenswert.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Konrad, von Würzburg 1225-1287 Trojanerkrieg Kindheit Eltern Erziehung Familie Kind
Autor*innen
Cornelia Derndarsky
Haupttitel (Deutsch)
Eltern, Erzieherfiguren und Kinder im 'Trojanerkrieg' Konrads von Würzburg
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
108 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Matthias Meyer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen
AC Nummer
AC10712862
Utheses ID
22734
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
