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Familiennamen im oberen Innviertel unter besonderer Berücksichtigung der Stadt Braunau am Inn
Christina Pulfer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Hermann Scheuringer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25496
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29840.67459.454666-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse der FN im oberen Innviertel unter besonderer Berücksichtigung der Stadt Braunau am Inn. Diese FN sind geprägt durch ihr Vorkommen im bairisch-österreichischen Grenzgebiet. In den vergangenen Jahrhunderten wechselte die Zugehörigkeit der Stadt Braunau mehrere Male zwischen deutschem und österreichischem Staatsgebiet. Die Arbeit lässt sich in zwei Hauptteile gliedern. Der erste Teil beschreibt die Entstehung, Verbreitung und Entwicklung von FN und deren Klassifizierung nach Bach. Weiters enthält er ein Kapitel zu jüdischen FN. Er fasst die geographischen und historischen Entwicklungen und die wirtschaftliche Situation der Region nach dem 2. Weltkrieg zusammen, wobei insbesondere der Einfluss der geographischen Bedingungen und deren Auswirkungen auf die Orts- bzw. Familiennamen im Bezirk beleuchtet werden. Im sprachwissenschaftlichen Teil wird auf die lautgeographischen Besonderheiten, die bairische Sprache des Innviertels und altbairische Färbung der Innviertler Mundart eingegangen. Der zweite Teil der Arbeit besteht aus der Analyse der hundertfünfzig häufigesten FN der Stadt Braunau am Inn, wobei die Daten aus dem Amtlichen Telefonbuch Oberösterreich ohne Linz für Braunau Stadt (inkludiert Ranshofen und St. Peter) Jahrgang 1991 stammen. Die FN wurden nach Häufigkeit ihrer Einträge in Braunau Stadt analysiert. Zusätzlich enthält der zweite Teil auch eine Aufstellung der zehn häufigsten FN in Österreich, Deutschland und der Schweiz und eine Rangliste der zehn häufigsten Fluchtnamen jüdischer FN und ihr Vorkommen in Braunau Stadt. Die größte Gruppe stellen die BN in Kombination mit WN dar, hier lassen sich eindeutig der landwirtschaftliche Charakter der Region und ihre geographischen Eigenschaften erkennen. Die WN und HN spiegeln auch deutlich die landschaftlichen Eigenschaften der Region und die Art der Rodung wider. Da Braunau eine rege Handelsstadt war, konnte man annehmen, dass die Anzahl der FN aus den Gruppen der Handwerks- und Handelsnamen größer ist als jene aus dem landwirtschaftlichen Bereich, was sich allerdings nicht bestätigte. Bei den Herkunftsnamen fällt auf, dass nur wenige FN nach Orten aus dem Ausland benannt sind. Der Großteil bezieht sich auf Ortschaften im Bezirk Braunau. In der Gruppe der Übernamen beziehen sich die meisten FN auf charakterliche Eigenschaften ihrer Träger und weniger auf deren äußerliche Erscheinung. Wie bereits erwähnt ist es nicht bei allen FN möglich sie eindeutig zu klassifizieren, wobei die naheliegendsten Deutungen angeführt wurden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sprachwissenschaft Namenskunde Etymologie Innviertel Braunau
Autor*innen
Christina Pulfer
Haupttitel (Deutsch)
Familiennamen im oberen Innviertel unter besonderer Berücksichtigung der Stadt Braunau am Inn
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
95 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hermann Scheuringer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.57 Namenkunde
AC Nummer
AC10779829
Utheses ID
22752
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 344 |
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